Jul 30 2010

Loveparade und die Haftung

Ich hab mir die letzten Tage mal ein wenig Gedanken gemacht über die Haftungsfrage im Falle des Unglücks auf der Loveparade in Duisburg.

Daß die Ermittlungen noch andauern ist bekannt und es ist auch bekannt, daß dieser Zustand vorraussichtlich noch viele Wochen andauern wird. Ohnehin ist noch nicht abzusehen, ob sich im Endeffekt ein eindeutiger Schuldiger ausmachen lässt.

Fest steht bis dato lediglich, daß seitens der Stadt Duisburg und deren Genehmigungsapparat und auch Herrn Schaller gravierende Fehler im Sicherheitsmanagement gemacht wurden. Das ist mehr als offensichtlich.

Fest steht in meinen Augen auch, daß den Hinterbliebenen der Toten und auch den ganzen Verletzten ein womöglich jahrelanger Rechtsstreit ins Haus steht denn freiwillig bezahlt auf der einen Seite keine Versicherung so ohne weiteres und wenn die Herren und Damen Anwälte der Versicherungen auch nur die Spur eines Mauslochs entdecken, dann wird versucht, die Sache möglichst auszusitzen.

Die andere Seite ist natürlich ein Herr Schaller, seines Zeichens in diesem Fall der Geschäftsführer der Lopavent GmbH. weiterlesen »

Jul 30 2010

WordPress 3.0.1

Gerade eben logge ich mich in mein Dashboard ein und sehe, daß es eine neue Version von WordPress gibt.

Erfreulicherweise hat alles auf die neue Version 3.0.1 per automatischem Update funktioniert und so wie es aussieht, läuft auch noch alles. Es sollen wohl an die 50 kleineren Fehler dadurch behoben werden aber da die Version nicht Sicherheitsrelevant ist, besteht auch kein Grund zur Eile.

50 kleinere Fehler ? Komisch, ich konnte nie etwas Fehlerhaftes feststellen in der 3er Version. Naja, die Entwickler werden schon wissen, was sie tun.

Also, auf ein Neues.

Jul 29 2010

Duisburgs OB Sauerland lehnt Verantwortung weiter ab

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland kämpft weiterhin gegen die Vorwürfe nach der Katastrophe bei der Loveparade. Er besteht darauf, keine Genehmigung für die Techno-Party unterschrieben zu haben. Das sagte er der «Bild»-Zeitung.

NRW- Ministerpräsidentin Hannelore Kraft forderte in der «Rheinischen Post» indirekt den Rücktritt von Sauerland. NRW-Innenminister Ralf Jäger zeigte sich in den ARD-«Tagesthemen» überzeugt, dass die Ermittlungen in Strafverfahren münden würden. Die Verantwortung für die 21 Todesopfer sieht Jäger bei Loveparade-Chef Rainer Schaller. (Quelle – Südkurier)

Jul 28 2010

Jeder will es gewusst haben

Ich finde das krass und beschämend von unserem Qualitätsjournalismus, falls man diesen als Qualität bezeichnen möchte. Da passiert auf der Loveparade in Duisburg ein schreckliches Unglück und hinterher wollen es alle gewusst haben. Spontan fallen dann in den Berichterstattungen Dinge wie Internierungslager, Ballermannisierung und andere Dinge, um mal einige Beispiele zu nennen.

Komischerweise haben viele Journalisten auch nach dem offiziellen Pressetermin noch von der geilsten Megasause des Jahres hinweg über jegliche Landesgrenzen gesprochen. Kaum einer der mitunter peinlichen Schreiberlinge hat Bedenken geäussert und die Vorberichterstattung war praktisch durchweg positiv.

Doch ist das Kind dann in den Brunnen gefallen und die Katastrophe da, dann machen die Zeitungen kräftig Kasse damit weil sich die Ausgaben dann besonders gut verkaufen. Ist ja klar, man wusste es ja schon vorher nur hat kaum einer darüber geschrieben. weiterlesen »

Jul 28 2010

NRW-Regierung: Veranstalter verantwortlich

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen macht laut einem Pressebericht den Veranstalter der Loveparade für die Katastrophe verantwortlich, bei der am Samstag 20 Menschen ums Leben kamen. In dem vorläufigen Bericht, den Innenminister Ralf Jäger (SPD) heute vorstellen will, heißt es laut „Süddeutscher Zeitung“, der Veranstalter habe sich mehrfach über Bedenken der Behörden hinweggesetzt. Nach Informationen der „SZ“ kommen die Sicherheitsbehörden zu der Einschätzung, dass die Lopavent GmbH um den Fitnessunternehmer Rainer Schaller in ihrem Sicherheitskonzept von völlig falschen Berechnungen ausging, wie sich die Besucherströme auf dem Festivalgelände verteilen würden.