Die CDU und das liebe Geld

Ich weiß ich weiß, die Sache mit der Sponsoring-Affaire bei der CDU ist schon wieder ein alter Hut. Trotzdem will ich es mir nicht nehmen lassen, bei dem Thema wieder einmal meinen Senf dazuzugeben.

Wie ich ja auch schon mal erwähnt habe, war es damals Schäuble, der einen Umschlag mit Geld vom Waffenhändler Schreiber bekommen hat was sich hinterher als nicht deklarierte Parteispende herausgestellt hat, also sozusagen die Parteispendenaffaire. Ich denke, Schäuble hat damit in der CDU so etwas wie eine fortzuführende Tradition eingeläutet und die Partei hatte damals schon Blut geleckt.

Wen verwundert es also nun, daß es jetzt eine Sponsoring-Affaire geben soll wo Rüttgers gegen Geld für die Partei geredet hat. Rüttgers selber gibt sich dabei ahnungslos und ich will ihm auch nichts unterstellen was nicht bewiesen ist.

Wundern würde mich alles, aber nicht, wenn die Partei jetzt richtig Fahrt aufnimmt. Schließlich ist man anscheinend total süchtig nach negativer Publicity. Wen würde es also verwundern, wenn man zukünftig beim Arbeitsamt oder beim Jobcenter zuerst einmal einen Mitgliedsbeitrag entrichten müsste, um überhaupt bedient zu werden. Wäre vielleicht eine Möglichkeit, die Staatskasse ein wenig zu entlasten. Jetzt bleibt nur zu hoffen, daß der gute Westerwelle das hier nicht liest, sonst kommt der ach so findige Aussenminister noch auf dumme Gedanken.

Ich finde das ja durchaus witzig mittlerweile. Da nimmt sich ein Herr Westerwelle und noch ein paar seiner “Branchenkollegen” die Frechheit heraus und bezichtigt die Empfänger als Schmarotzer. Die Herren und Damen Politiker sind echte Spaßvögel und ich könnte herzlich darüber lachen wenn es nicht die bodenlose Perversion besässe, daß die Politiker den Steuerzahler im gleichen Maß abzocken wie die angeblichen Sozialschmarotzer, sprich die Spezies Politiker fällt ebenso darunter denn wer bezahlt denn die Diäten. Wir, die uns täglich die Hände schmutzig machen und zum Teil für einen von den Politikern hochgelobten Dumpinglohn von ein paar Cent malochen während die feinen Herren und Damen sich in bequemen Sesseln den Hintern platt sitzen und Gossenpolitik für Voll-Assis und Psychos betreiben. Ist klar, daß eine Frau Merkel dabei einen Peanuts-Banker Ackermann auf Steuerzahlerkosten im Kanzleramt verköstigt. Macht nichts, ich bezahl dem Herrn gern, ist ja auch so ein feiner Kerl.

Wer glaubt eigentlich noch irgend einem Politiker ? Brauchen wir erst so etwas wie Anarchie in Deutschland oder einen Bürgerkrieg ? Steck 5 Politiker in einen Sack und tritt drauf, es trifft keinen falschen. Wahrscheinlich sind die Zugangsvoraussetzungen für einen Politiker heute, daß er besonders gut die Augen verschließen kann, chronisch propagandistisch veranlagt ist und ansonsten einfach nur wartet, bis es die nächsten Diäten überwiesen gibt.

Wann fangen die Herren und Damen die von uns gewählt wurden und unsere Steuergelder Tag für Tag verschwenden endlich an, das zu tun, für was sie bezahlt werden, Politik zu machen ? Wohl nie. Das liegt wohl auch daran, daß unsere Volksvertreter sich mittlerweile in der Rolle des Steuergelderempfängers ganz wohl fühlen, also sozusagen Hartz IV Empfänger auf ganz hohem Niveau bei den empfangenen Leistungen.

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3 Kommentare

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  1. togo

    Alles soweit richtig. Aber die SPD in NRW hat genau das gleiche gemacht: Firmen gegen Geld Kontakt zu Spitzenpolitikern angeboten. Warum ist es also nur die CDU und das liebe Geld? ;)

  2. Ja danke, wir sind dran, die hat 2 Artikel geklaut und sich als Autor genannt :-(

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