Bastian Ebert schreibt in seinem Blog einen Artikel über die neuen Richtlinien von Ebay demnach Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten nur noch Artikel einstellen können, wenn PayPal als Zahlungsmethode angeboten wird. Dies war Anlaß genug für mich, meine Erfahrungen mit PayPal und deren Geschäftspraktiken einmal niederzuschreiben um darzustellen, warum ich PayPal eher als Gefahr sehe anstatt einer Bereicherung.
Drehen wir das Rad um ein paar Jahre zurück. Der Alex hatte mit Nadine zusammen im Internet ein Business aufgebaut, das zu Anfang so vor sich hindümpelte. Wir suchten unter Anderem nach neuen Zahlungsmöglichkeiten für die Kunden und fanden PayPal. Wir traten an PayPal heran, erklärten unser Geschäftsmodell und PayPal bestätigte uns, daß wir den Dienst für unser Geschäftsmodell nutzen können.
Die Dinge nahmen ihren Lauf, das Geschäft zog langsam an und wir verstärkten damals das Marketing. Plötzlich fing es an, überdurchschnittlich gut zu laufen was wir teilweise auch auf PayPal als Zahlungsmethode zurückführen. Dann kam ein denkwürdiger Tag für uns, PayPal fror unser Konto ein mit der Begründung, daß etwas nicht stimmen würde, da die Zahlungseingänge plötzlich unverhältnismässig hoch waren gegenüber vergangener Monate.
Lange Diskussionen mit dem PayPal-Kundenservice folgten am Telefon und wir haben mehrfach sämtliche Dokumente zu unserer Entlastung an PayPal eingesendet, jedes Mal ohne Ergebnis. Wenn PayPal in Einem gut ist, dann dabei, Ausreden zu erfinden, daß noch irgend etwas an Unterlagen fehle um das Konto wieder frei zu geben. Es war eben eine reine Willkürmaßnahme Seitens PayPal.
So gingen weit über 3 Jahre ins Land und unzählige wiederholte Einsendungen von Dokumenten bis PayPal endlich bereit war, das Konto zu entsperren und unser Geld freizugeben. Daß PayPal natürlich für die ganzen Jahre keine Zinsen bezahlt hat für das zurückgehaltene Geld war für PayPal eine Selbstverständlichkeit.
Das Fazit, das ich aus der ganzen Sache ziehe ist dies, daß Ebay somit bei den nächsten Privatverkäufen ausscheidet und ich dann wieder klassisch auf Kleinanzeigenmärkte setze. Abgesehen davon ist Ebay und PayPal in Kombination bei den Gebühren so hoch, daß es ohnehin uninteressant wird, über Ebay zu verkaufen.
Was Ebay hier abzieht ist in meinen Augen eine große Sauerei. Man zwingt den Kunden einen Zahlungsdienstleister auf für den Dienstleitung nur auf dem Papier besteht und nimmt dem Kunden das Recht zur Selbstbestimmung. Ob diese ganze Handlungsweise seitens Ebay für Deutschland so ganz gesetzeskonform ist sei mal dahingestellt denn Ebay versucht in meinen Augen für PayPal eine Monopolstellung bei den Zahlungsdienstleistern aufzubauen.
Wie siehst Du die ganze Sache ? Welche Erfahrungen hast Du mit Ebay und PayPal ? Laß es mich wissen.
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Finde das auch nicht toll von Ebay, das Verkäufer unter 50 Bewertungen Paypal anbieten müssen, sollte jeder selber entscheiden dürfen.
Zum Glück bleibt die Entscheidung, Ebay zu nutzen oder nicht, noch immer beim Verkäufer und es gibt zum Glück noch andere Möglichkeiten um etwas zu verkaufen.
Ich bin schon seit Anfang an bei Ebay dabei und die fetten Jahre sind schon lange vorbei.
Ebay hat die normalen Verkäufer schon lange nicht im Blickfeld. Eigentlich ist Ebay nur noch ein schlechter Abklatsch vom Amazon Marketplace. So führte man ja auch das Siegel für Topverkäufern ein, jedoch kommt das ganze Jahre zu spät.
Der Spagat zwischen Auktionshaus und Neuwarenverkäufen durch Powerseller ist eindeutig fehlgeschlagen.
Vielleicht sollte man wieder back to the roots gehen und auf das konzentrieren, was Ebay mal groß gemacht hat, der kleine Verkäufer von neben an.
Back to the roots wäre ein guter Ansatz aber Ebay ist nur auf Gewinnmaximierung aus. Was aus der einstigen Idee, eine Tauschplattform für Sammlerfiguren zu erschaffen geworden ist, sieht man leider.
Das Spielchen mit dem eingefrorenen Konto kenne ich auch … obwohl nicht mal 500,- Euro drauf eingegangen waren. PayPal zickte herum von wegen Geldwäschegesetz (dabei gilt das erst bei Einzelbeträgen ab 10.000 Euro). Erst unter Androhung von Klage und Rechtsweg wurde das Konto wieder freigegeben. Seither: Nie wieder PayPal.
Übrigens habe ich auch ebay im Visier: http://www.piratenweib.de/?p=791
Androhungen haben bei mir nichts geholfen, die waren sich wohl sicher, daß ich keinen Prozeß in Luxemburg führen würde. Darum hat es auch so lange gedauert. Wäre das mit Deinen Büchern nicht möglich gewesen, diese an ein Antiquariat zu geben ?
jetzt schlägts aber 13..
den zwang ein konto anzulegen um so eine plattform zu nutzen..das ist hart.
die haben vllt ein kleines monopol, sind aber dennoch nicht alleine..
da es sachen auf ebay schon lange nichts mehr günstiger gibt, kaufe ich gleich bei günstigen händlern ausßerhalb der bucht, zahle hier sicher und schnell mit der paysafecard oder dem cash-ticket (wenn man nicht mit eigenen kontodaten zahlen möchte) oder wie diese karten alle heißen und gut ist.
Ebay hat sich einfach nur erledigt.
Ebay kannste knicken!!! Ich hab’ lange dort verkauft und obwohl ich echt zu den korrekten Zeitgenossen gehöre, hab’ ich mir dort von den Kunden Frechheiten bieten lassen müssen, die unter aller S… waren. Und warum? Weil diese Subjekte von Ebay zu 100 % geschützt werden.
Da kaufen Leute, die einfach an keiner Ladentheke mehr bedient werden. Wenn Du ein buisness bei ebay hast, überlegst Du Dir das natürlich 2 x mit einem Rücktritt.
Leute, die noch nie selbständig waren, haben von sowas einfach keine Ahnung. Aber nachdem ich keine Lust mehr hatte mich weiterhin erpressen zu lassen, war ich raus!
Und was ich mir vorher garnicht vorstellen konnte: heute geht mir ebay am A…. vorbei! Es bringt einfach keinen fun mehr und gehört eigentlich nur noch eingestampft!!!
Ja, Ebay ist wirklich nicht mehr das, das es zu Beginn war. Back to the roots wäre sicherlich keine schlechte Idee. Als Verkäufer erreicht man kaum mehr gute Preise für seine Waren, da könnte man die Sachen ebensogut verschenken und als Käufer muss man für die meisten Dinge schon genauso viel bezahlen, wie in allen anderen Geschäften. Aber da muss ich nicht darauf warten, ob die Ware tatsächlich eintrifft bzw. im umgekehrten Fall, ob der Kunde auch bezahlt.
Mir kam es in der Vergangenheit oft so vor, als daß Dinge zum Teil unter EK verkauft wurden, nur um Neukunden zu gewinnen.
Ich schließe mich der Mehrheit an:”Back to the roots” ist auf jeden fall auch meine Forderung. Ich weiss noch zu Anfang, als Ebay enstand..da war es noch eine wirklich sympathische Plattform, da waren noch private Menschen, wie du und ich, denen du ihre Heimschätze abkaufen konntest, die sie lange Zeit gelagert oder gebraucht hatten. Die Seite hatte einfach sehr viel Charm und angenehmes Flair, wovon heute nichts mehr übrig ist. Gebe ich einen bestimmten Suchbegriff ein, bekomme ich ein und denselben Artikel mit gleichem Foto, für den gleichen Preis vom gleichen händler angeboten, Seiten lang…und immer wieder. Sowas nervt total!
Seit dem es das mit dem Paypal gibt bin ich raus! Habe da nur einmal etwas gekauft, was den Ladenpreis hatte, Neuware war und ich nicht im Laden um die Ecke hätte kaufen können, weils ein spezielle Kabel war.
Schade, schade, dass es mittlerweile so weit ist.
Ich weiss noch, wir haben unseren Mahagoni-Kleiderschrank bei Ebay ersteigert und beim Privatmann abgeholt. Der ging für 30€ oder sowas weg…und mein Vater hat ihm noch 70€ drausgelegt, weils wirklich ein Schmuckstück war. Solche Gesten und Handlungsspielräume sind längst nicht mehr möglich.
Die Menschlichkeit bei Ebay geht verloren*g*
Gruß,
Franka
Deine Aussagen treffen den Nagel in der Tat auf den Kopf. Allerdings schert sich Ebay leider einen Dreck um Charme und Flair denn nur Bares ist Wahres, zumindest in den Augen der Ebay-Macher.
Ich bin auch eher für eine Erweiterung der Bezahlmöglihckeiten durch prepaids etc. – ABER: das soll jeder selber entscheiden können und nicht ebay für mich! Das wird wohl viele nicht mehr interessieren, der Marktplatz ist eh am untergehen!
Hmm ob Ebay wirklich untergeht oder am untergehen ist mag ich so nicht bewerten allerdings die Attraktivität, die den Marktplatz einmal ausgemacht hat ist in der Tat verschwunden. So empfinde ich es zumindest. Ich denke aber schon, daß man auf den nächsten grossen “Coup” seitens Ebay warten kann und ob der wirkliche Vorteile für die Nutzer bringen wird, wage ich zu bezweifeln. Ebay ist und bleibt das blühende Beispiel dafür was passiert, wenn Leute den Hals nicht voll bekommen können.
Monopolausbau nennt man das.
Aber es wird sicher auch wieder einige private Verkäufer abschrecken.