Gestern war wieder einmal ein runder Geburtstag bei uns angesagt. Meine Mutter hatte ihren 70. Geburtstag und so feierten wir mit Familie und Freunden in der Vereinsgaststätte des Kleintierzüchtervereins in Radolfzell.
Gleichzeitig an diesem Tag feierte im großen Saal des Gebäudes eine türkische Hochzeitsgesellschaft ein wohl sehr traditionelles türkisches Hochzeitsfest. Nicht daß jetzt wieder Fragen aufkommen, woher ich wüsste, daß es Türken waren. Ich verstehe ein wenig Türkisch und habe den Brautvater reden hören und weiss daher, es war eine türkische Hochzeitgesellschaft. Ausdrücklich betonen möchte ich dabei nochmal, daß ich nichts generell gegen Ausländer habe, Nadine ist selber keine Deutsche aber befremdlich haben einige Dinge auf mich schon gewirkt aber dazu jetzt mehr.
Unsere eigene Feier wurde immer wieder untermalt mit lauter türkischer Musik aus dem Nebensaal und ich persönlich fand es als sehr störend, da ich diese Art von Musik absolut nicht ausstehen kann. Ich habe nichts gegen deren Musikgeschmack aber wenn es dauerhaft so klingt als wenn der Muezzin vom Minarett blärt, dann geht mir das nach kurzer Zeit ziemlich auf den Sender.
Befremdlich war für mich, daß Männer und Frauen getrennt gefeiert haben. Die Frauen in einem Bereich und die Männer in einem anderen Bereich, abgetrennt durch Tücher. Vielleicht fehlt mir aber auch nur das Verständnis für so eine Art Hochzeit. Verstehen kann und will ich das aber auch nicht denn es deckt sich einfach nicht mit meinem Verständnis für ein modernes fortschrittliches Europa.
Die türkischen Frauen waren meist stark verhangen mit mit tristen Kleidern bis zum Boden und Tüchern um die Häupter, damit ja kein Mann zu viel sehen kann. Es mag ja so Tradition sein aber befremdlich finde ich dabei folgendes : meine Frau Nadine ist nicht gerade das, was man ein flachbrüstiges Wesen nennt, eben eine sehr schöne Frau mit sehr weiblichen Rundungen. Das bedeutet nun nicht, daß sie einen dicken Hintern hat sondern daß die weiblichen Rundungen viel weiter oben als am Hintern sind. Nun hängen also viele türkische Männer ihre eigenen Frauen dermaßen stark zu, warum um alles in der Welt kucken diese Männer dann aber meiner Frau förmlich die Titten aus der Bluse, daß der Sabber förmlich auf den Boden tropft. Das ist das eigentlich Befremdliche für mich daran. Deren Frauen müssen sich in der Hitze in den Kutten quälen, damit ja kein fremder Mann auch nur eine Haarstähne erblicken kann und fremden Frauen, die nicht zubetoniert sind mit Kleidern wird so offensichtlich und gierig auf die Möpse gekuckt. Das ist schon fast widerlich, dieses Verhalten.
Befremdlich fand ich auch die Situation auf dem Klo. Wenn Männer oder Frauen die Klotür schließen, damit das andere Geschlecht nicht hineinsehen kann ist das ja okay. Wenn sich die Männer aber auf dem Klo mit einer Flasche den Hintern waschen, daß es in alle Richtungen spritzt und der ganze Boden dabei naß wird, dann find ich persönlich das wenig witzig zumal man dann in der ganzen Suppe drin steht, wenn man aufs Klo geht. Die Waschorgien der Füße am Waschbecken waren dann auch noch eine Sache, die ich zwar nicht verstehe aber naja, wer es braucht.
Nunja, beide Feiern verliefen erwartungsgemäß friedlich nebeneinander her, man hat sich gegenseitig beäugt, die einen mehr als die anderen und ich habe ein paar bitterböse Blicke geerntet für die Deutschlandfahne an unserem Auto, was manche türkische Gäste wohl wenig witzig fanden. Macht aber nichts, denn die WM steht kurz vor der Tür und hier ist ja noch immer Deutschland und keine Kolonie des osmanischen Reiches. Befremdlich fand ich an dieser Feier einmal mehr, daß es mit dem Integrationswillen vieler Traditionalisten unter den Türken nicht besonders weit her ist und ich habe es an meinen eigenen Kindern erlebt, daß es oft nicht gewollt ist, daß die türkischen Kinder Kontakt zu deutschen Kindern haben. Das habe ich gestern nicht das erste Mal erlebt. Ich behaupte nicht, daß dies pauschal so ist bei den Türken aber leider kommt es oft genug vor und das ist nicht in Ordnung.
Dieses Erlebnis trug bei mir einmal mehr dazu bei, neben vielen anderen Aspekten, welche nichts mit Familienfeiern zu tun haben, einem EU-Beitritt der Türkei weiterhin kritisch gegenüber zu stehen. Es sind bisher einfach noch zu viele Kluften zwischen unserer Lebensweise und Einstellung gegenüber der vieler Türken und so besteht einfach noch zu viel Nachholbedarf.
