Ein Kommentar auf einem anderen Blog hat mich die letzten Tage dazu veranlasst, mir mal ein wenig mehr Gedanken zum Feminismus und Maskulismus zu machen. Es ging dort im Blog darum, daß ettliche Fakes im Namen der Autorin (eine Feministin) Quatsch in Foren etc. verbreiten. Nun meinte eine Kommentatorin, daß es wohl ein neuer Volkssport unter den Maskulisten wäre, so zu agieren indem man Feministinnen möglichst breitgefächert öffentlich blamiert, in dem man in deren Namen Postings absetzt.
Diese Aussage halte ich für total überzogen denn es wird hier zwar behauptet, daß es Makulisten sind, die dahinter stecken aber der Beweis wird nicht erbracht, was auch schwerfallen dürfte. Das ist meiner Meinung nach das Problem mancher Feministinnen, die hinter gewissen Aktionen generell Männer vermuten, nicht nur Maskulisten sondern Männer als solches, eben Frauenhasser. Am Beispiel von Lena Simon am Bundesparteitag der Piraten hat sich aber gezeigt, daß es auch genügend Kandidatinnen aus dem eigenen Lager, dem Frauenlager, gibt, die für solche Taten in Frage kämen. Daher sind solche Aussagen wie die der Kommentatorin bei Isi mehr als zweifelhaft in meinen Augen.
Manche Feministinnen und Maskulisten muten für mich manchmal an, als würde es sich um Hooligans der lesbischen und schwulen Szene handeln, die einen derartigen Hass auf das andere Geschlecht haben, daß einem die Haare zu Berge stehen.
Ich habe ja irgendwo Verständnis dafür, daß Frauen und Männer sich manchmal in gewissen Dingen benachteiligt fühlen aber viele Dinge erachte ich als sehr kritisch, da manche Dinge einfach zu weit gehen.
Ich persönlich denke einfach, jedes Geschlecht ist gleichbedeutend und gleich viel wert, selbst wenn zwischen Mann und Frau biologische Unterschiede bestehen. Auch ich betrachte es als nicht richtig, daß Frauen im Beruf weniger verdienen als Männer für die gleiche Arbeit. Manche behaupten hier zwar, diese Ungleichbehandlung wäre nicht mehr existent. Diese Personen lügen oder sind blind denn das ist Fakt in vielen Betrieben, ich erlebte dies in meiner Zeit in der Zeitarbeit und auch heute mehrfach. Aber alles steht und fällt hier mit der Art und Weise, wie oftmals argumentiert wird. Wie es in Wald hineinruft, so schallt es zurück und so ist die Art und Weise mancher Feministinnen in dieser Sache eher kontraproduktiv.
Bei manchen Feministinnen und Maskulisten kommt es mir häufig so vor, daß die eigene Sichtweise der einzige Lebensinhalt ist, der deren Leben lebenswert macht. Was aber würde geschehen, wenn Männer und Frauen plötzlich in völligem Einklang miteinander wären ? Dann wär dieser Personenkreis von einem Tag auf den anderen ihrer Aufgaben beraubt und ich liege vermutlich gar nicht mal falsch, wenn ich sage, daß manche Personen aus beiden Lagern daran gar kein Interesse haben denn in vielen Punkten sind Feministinnen und Maskulisten nicht bereit, auch mal einen Schrit aufeinander zuzugehen.
Liebe Femis und Maskus, hier ist Deutschland. Wir sind hier nicht im osmanischen Reich, wo Frauen Menschen zweiter Klasse sind und wir sind auch kein Amazonenstaat, wo Männer Sklaven sind und den Mund zu halten haben. In einem Staat wie unserem muß es möglich sein, daß man gleichberechtigt agiert und miteinander umgeht aber beidseitiger Aktionismus sorgt immer wieder aufs Neue dafür, daß man sich vom Ziel, welches für einen normalen Menschen selbstverständlich ist, immer weiter entfernt. Das Ziel, der Einklang der Geschlechter, ist von gewissen Femis und Maskus bewusst nicht gewollt und als normaldenkender Mensch ist man mittlerweise mehr als genervt von den immer wieder aufkeimenden Diskussionen zu dieser Thematik.
Würden manche Femis und Maskus die selbe Energie in die eigentliche soziale Problematik unsere Staates stecken, was könnten Deutschland unter Umständen schon einen gewaltigen Schritt weiter in der Bewältigung vieler sozialer Probleme sein aber blanker gegenseitiger Hass und schnöder engstirniger Aktionismus behindert nachhaltigen Erfolg. Aber so ist das heute, man hat seinen Standpunkt und sein Idealbild einer Sache und viele sind einfach nicht bereit, Dinge neu zu überdenken aus Angst, man könnte dabei sein Gesicht verlieren.

Du, Alex, der antifeministisch motivierte Hass auf Feministinnen, der in der Männerrechtsbewegung nicht selten ist, ist nicht politisch erklärbar und eine verhasste Feministin wird man im Internet von einem Tag auf den nächsten. So aus Zufall. Weil man nicht ins Klischee paßt oder nur weil man eine Frau ist und politisch motiviert schreibt, aber dabei emanzipatorische Politik betreibt oder keine konservative Werte vertritt. Der Hass auf mich ist auch nur irrationales Gezerf und nicht mehr als ein Shitstorm, aber kommt zweifelsfrei aus der antifeministischen Ecke [1] und ist in jedem Fall antifeministisch motiviert [2]. Keine der Frauen, die mir als Männerhasserin bekannt gegeben werden, würde ich in diese Kategorie einordnen und ja, ich trage als Linke sowieso nicht alles, was der bürgerliche und konservative Feminismus so für Frauen bereit hält mit, aber ich würde auch nie so irrational und haltlos darauf eindreschen wie es die Antifeministen tun. Als Anekdötchen für die Widersprüchlichkeit der antifmeinistiscehn Szene ist spannend, dass es meine Artikel zum Thema Feminismus/Maskulismus [3] aber durchaus schaffen, auch in der Maskulistenszene diskutiert zu werden, aber das heißt nicht, dass ich nicht dennoch als Person zur Zielscheibe des antifeministischen Hasses werde. Klar ist, dass eine inhaltliche Diskussion über feministische oder meine Inhalte weder stattfindet noch gewünscht wird und das ist nicht mein Problem, sondern das dieser Herren. Ich diskutiere so etwas natürlich schon, aber nicht mit denen und nicht auf deren Niveau. Meine Lust, mich als Frau um das Recht zu streiten, dort überhaupt mitreden zu dürfen, ist begrenzt und wie gesagt, es gibt auch andere Ausdrucksformen und Medien, als sich mit diesen Herren, von denen der eine nicht will, was der andere gerade fordert, in einen Hahnenkampf zu begeben. Irritierenderweise schaffte es ein Artikel sogar mal in einen später gelöschten Wikipedia-Beitrag zum Maskulismus und zwar als Beleg für Misandrie im Feminismus (was er nicht sein wollte), derweil aber sammelte gerade ein anderer Maskulist meine vermeintlichen Onlinedaten, um mich damit bei meinem Arbeitgeber zu denunzieren [4]. Der sollte mich nämlich kündigen lassen, weil ich eine Männerhasserin bin und während der Dienstzeit online, meinte jedenfalls der anonyme Antifeminist. Nun steht gerade an, mich und meine Töchter zu vergewaltigen, weil sich das, wie ich so erfuhr, für “junge Feministinnen” gehört [5]. So etwas ist aber mit nichts, mit rein garnichts, was irgendeine Feministin (oder gar ich) je getan haben soll, zu rechtfertigen. Ich wüßte auch nicht, mit wem ich da den Dialog suchen sollte und warum. Geschweige denn, dass ich das wollen würde. Mir ist das alles suspekt und ich möchte emanzipatorische Politik machen, die auch die Frauen berücksichtigt und mich nicht zwanghaft mit Männern streiten. Aber wenn so einer meint, ich müsse die Klappe halten, weil ich eine Frau bin, dann ist das kein Dialog, sondern jenseits von Gut und Böse.
Gerade aber hat sich auch Thomas Gesterkamp mit den “Männern im Monolog” [6] beschäftigt und kommt dabei zu folgendem Fazit, in dem er den Freiburger Geschlechterforscher und Gewaltexperte Hans-Joachim Lenz zitiert: “Ein vermeintlicher Dialog, der von vorneherein mit klischeehaften Zuweisungen arbeitet, kann nur ein Monolog bleiben.” Und genau darauf, habe ich keine Lust. Wer schon meint, Feministinnen wären verklemmt, verbohrt, infantil, frustriert oder lustfeindlich (und keine Ahnung, was man da noch alles an Klischees setzen kann), ist an einem sachlichen Austausch der Argumente kaum interessiert. Der Rest ist dem Medium Internet geschuldet, denn nur weil jeder jedem antworten kann, heißt das eben nicht, dass jeder mit jedem in einen Dialog treten muß und ich kann die Idee, dass ich diese Herren, die mir ja eigentlich dch nur den Popo versohlen wollen [8], nie zur Kenntnis nehmen würde und sie mich nicht, nur begrüßen. Das Internet mag uns zusammengeführt haben, aber es es trennt uns dennoch mehr als uns verbindet und ich finde das gut so. So kann es bleiben. Meine Politik leidet nicht darunter, sie nicht von Frauenhassern, Antifeministen und Shitstormern zersetzen zu lassen.
[1] http://www.femdisk.com/includef.php?path=forum/showthread.php&threadid=3963
[2] http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=98866
[3] http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=118725
[4] http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=98020
[5] http://isis-welt.blog.de/2010/06/04/scheissestrum-maennersache-8731854/
[6] http://jungle-world.com/artikel/2010/22/41042.html
[7] http://isis-welt.blog.de/2009/08/03/isi-positioniert-6646320/
[8] http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=117345
Nachschlag!
Am 02.06.2010 hat jemand unter “meinem” Nicknamen, aber auch mit meinem Klarnamen als Unterschrift im Forum Eltern.de einen eigenartigen Beitrag erstellt [1]. “Ich” habe darin jemandem zur Abtreibung geraten. Dass es diesen Beitrag gibt, hat mir jemand in meinem Blog gesteckt [2]. Ein paar Tage zuvor habe ich gerade – natürlich unter meinem Klarnamen- einen Beitrag für´s Blättchen geschrieben, der eine differenzierte Debatte zum Recht der Frauen auf Selbstbestimmung anmahnt und ein “Recht auf Abtreibung” verneint. Der Beitrag im Eltern-forum wurde von mir sofort nach Bekanntwerden mit meiner Mail an Frau Putz gemeldet und ich habe um Löschung gebeten und so wurde auch dieser Beitrag im Eltern-forum vom Moderator am 04.06.2010 um 13:14 Uhr gelöscht, aus “rechtlichen Gründen” wie dort zu lesen ist. Da es dem Verursacher aber nicht reicht, in meinem Namen Rufschädigung zu betreiben, mich durch Unsinnsbeiträge in meinem Namen als widersprüchlich darzustellen, müssen auch noch die Maskulisten gegen mich aufgebracht werden und so ist heute (!) um 12:52 Uhr im wgvdl.com ein Beitrag erschienen, der diesen “Schlampenbeitrag” zum Inhalt hat, kurioserweise sogar mit Inhalt, den es so aber auf eltern.de nicht mehr zu lesen gibt [3]. Umgehend meldet sich im Frauenhasserforum dann ein “Max Aram”, der mir am liebsten schreiben würde: “Versuch’s doch mal mit Selbstmord… Erst Mist bauen und dann das Geflenne, das sollte ein Mann mal bringen.” [4] Ein anderer weist darauf hin, dass ich nicht sonderlich beliebt sein kann, denn der Beitrag wurde gelöscht und wieder ein anderer meint, dass ich zwar eine Abtreibungsgegnerin sei (er hätte das irgendwo gelesen), aber wie Frauen eben so sind, könne ich auch meine Meinung stündlich ändern. Noch ein anderer findet die Meinung besagter Isi “abartig” usw. usf.
Schon alles sehr kurios das, findeste nicht auch?
[1] http://www.eltern.de/foren/15826609-post3.html
[2] http://isis-welt.blog.de/2010/03/09/isi-8144881/#c13230607
[2] http://das-blaettchen.de/alice-amendt-und-die-abtreibung/
[3] http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=131461
[4] http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=131463
@Isi: Es würde einen ganzen Artikel ergeben, wenn ich nun alles aufzählen würde, was hier bei diesen ganzen Dingen die Du verlinkt hast. Daher greife ich ein paar Eckpunkte auf. Für beide Lager gilt hier : gegenseitige Angriffe, gegenseitige Beleidigungen, Hass, …
Beide Lager werfen einander vor, daß die anderen Scheiße sind, es existiert Aktionismus in beiden Lagern. Unterm Strich schenken sich die Lager gegenseitig nichts. Meine Meinung, wie man mit Dingen umgeht, wenn es um Vergewaltigung geht bzw. die Androhung, habe ich dir schon geschrieben aber du hast es vorgezogen, sarkastisch damit umzugehen, ist deine Sache.
Einen Punkt möchte ich noch aufgreifen von dir. Du scheinst ein großer Fan zu sein von Frauenquoten. Auf welcher Grundlage ? In einem Betrieb soll eine Frau eingestellt werden weil sie eine Frau ist ? Auch wenn diese evtl. geringer qualifiziert ist als männliche Bewerber ? Ich spreche jetzt mal für den technischen Bereich, wo ich beruflich angesiedelt bin. Wir haben dort eine Leistungsgesellschaft und Fachwissen ist gefragt. Eine Frauenquote somit absoluter Bullshit. Ich kenne genügend Frauen, die sich aufgrund von Fachwissen durchgesetzt haben und nicht wegen dem Geschlecht. Wenn man eine Frauenquote haben will, dann müssen auch genügend Frauen da sein, die vergleichbar oder besser qualifiziert sind und die sind im technischen Bereich bisher Mangelware. Ein Arbeitgeber wäre bescheuert, wenn er eine Frau nur des Geschlechtes wegen einstellt.
Unterm Strich kann ich sagen, je mehr ich mich beschäftige mit Feminismus und Maskulismus, mit beiden Lagern, desto mehr bin ich angewiedert davon. Eines noch am Rande liebe Isi. Du schreibst auch nicht gerade zimperlich mitunter.Es gibt da den Spruch : wer den Wind säht, wird den Sturm ernten. Sprich, wer laut als Feministin tönt, muß auch den Sturm ertragen, der einem dabei ins Gesicht wehen kann.
Dieser ganze Kindergarten in den Foren etc. ist mir ebenfalls schon oft genug selber wiederfahren und gedroht haben mir schon mehr als genug. Diese Dossiers, die erwähnt wurden sind aus beruflicher Sicht mehr als lächerlich denn wenn man beruflich top ist, wirft einen das nicht aus der Bahn. Wenn nicht, wenn man eine Luftnummer ist, pech.
Mehr Worte bedarf es meinerseits nicht.
@ alex
Welche beiden Lager denn?
@Isi: Mit beiden Lagern meine ich die Hardcore Femis und Hardcore Maskus. Falls ich bezüglich der Frauenquote etwas in dich hineininterpretiert habe, dann entschuldige dies. Was ich allerdings zur Frauenquote selber geschrieben habe, lasse ich so stehen. Zu welchem Lager d dich rechnest weisst nur du selber.
Und woraus schließt du, ich wäre ein Fan von Frauenquoten? Ich bin kein Fan von Frauenquote, war ich nie und werde ich nie sein. Woher kommt sowas und warum machst du da mit? Und welches Lager bin ich?
Ich verstehe das alles nicht, ich vestehe auch dich nicht.
Zwei Anmerkungen:
1. Isi ist definitiv keine Befürworterin der Frauenquote! Das habe ich noch nie von ihr gelesen/gehört, und ich kenne sie schon eine Weile. Das wäre mir sicherlich aufgefallen, wenn sie sich irgendwo für eine Frauenquote eingesetzt hätte. Insofern geht sie mit mir da konform, denn ich lehne “die Frauenquote” ebenfalls ab. Allenfalls könnte ich Quoten zum Ausgleich von Ungleichheit vertreten. Diese wären aber für vielerlei Gruppen anwendbar: Frauen, Männer, Eltern, Senior_innen, Jugendliche, Migrant_innen etc.pp.
2. Die meisten Frauen, die durch gefakte Beiträge im Internet verunglimpft werden, kennen ihre Pappenheimer ganz genau. Wenn man sich öfter in beiden Kreisen “Feminismus/Maskulinismus” umschaut, so findet man die immer gleichen Schreiber_innen wieder, sie sind relativ leicht erkennbar. Aber ich halte mich eigentlich für eine Frau, die die Zusammenarbeit mit den Männern möchte. Denn wir können die Welt letztendlich nur gemeinsam verbessern. Der sog. “Krieg der Geschlechter” wird uns nur zurückwerfen und eine positive Veränderung der Gesellschaft verhindern. Aber trotz meiner gemäßigten Position, werde ich massiv verfolgt, gefakt und gestalkt. Wie ist das zu erklären? Alex, du schreibst, das liegt daran, das beide “Lager” aufeinander mit gleichen Mitteln eindreschen. Das kann ich nicht so sehen. Die feministischen Frauen, mit denen ich Kontakt habe – und das sind einige – würden nichts lieber sehen, als eine Bereitschaft, gemeinsame Verbesserungen zu erreichen.
Ich kenne die Gründe letztlich nicht, die dich zum Schreiben dieses Artikels veranlasst haben. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass du schon mit “Hausbesuchen” und “Vergewaltigung” bedroht wurdest – oder deine Kinder. Oder? Das ist etwas anderes als “der Sturm, der einem ins Gesicht weht”. Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen einer lautstarken Auseinandersetzung über differierende Positionen und der Gewaltandrohung bei Äußerung anderer Meinungen.
@Piratenweib: zu 1. habe ich Isi schon geschrieben.
zu 2.: Du kannst mir nicht erzählen, daß die Hardliner beider Seiten nicht immer wieder darauf warten, bis sie einen der Gegenseite platt machen können. Das trifft vielleicht nicht auf gemässigte Leute zu sehr wohl aber auf die Hardliner.
Die Gründe für meinen Artikel sind schnell erklärt. Ich habe die letzte Zeit, auch bedingt durch die Gender-Sache bei den Piraten, viel in diesem Thema gelesen und ich finde vor allem die Art und Weise wie die Hardliner beider Seiten “argumentieren und agieren mehr als befremdlich und bin angewiedert von der Art und Weise, wie dort miteinander umgegangen wird. Mit Vergewaltigung bin ich noch nicht bedroht worden, das bezog sich auch auf etwas, wovon Isi mir berichtet hat und wie ich die Sache sehe und was Hausbesuche anbelangt, die kennen ich nur zu gut. Ist schon viele Jahre her und ich habe auch meine Erfahrungen auf der Straße gemacht. Die Sache ist einfach die bei Hausbesuchen etc. gewisse Leute haben schon gemeint, der hat nur eine große Fresse und hinterher haben die immer rumgeheult, wenn sie die Kauleiste weh hatten. Aber das betrifft eben mich und nicht irgendwelche anderen Personen. Meine Kinder und meine Frau Nadine wurden noch nicht bedroht und ich rate es auch keinem, das könnte sehr ungesund für denjenigen werden. Abgesehen davon, wenn mich jeder kalt gemacht hätte, der es mir angedroht hat, dann wäre ich schon viele Tode gestorben. Es war früher in jüngeren Jahren ein sehr heisses Pflaster hier und ich konnte einfach nie den Mund halten.
Ich kann verstehen, wenn manche Leute nicht mit Gewaltandrohungen umgehen können. Vergewaltigungsandrohungen sind eine ganz andere Liga und auch wenn es gegen die Familie geht, so etwas wird zur Anzeige gebracht. Wenn es gegen mich selber geht, damit kann ich ganz gut umgehen. Sowas lernt man auf der Straße.
Ich kenne nicht allzuviele “Hardliner”, da ich mich lieber sachlich auseinandersetze. Allerdings meinen etliche derselben auf meinem Blog regelmäßig Hassreden und Beleidigungen der übelsten Sorte absetzen zu müssen – was ich nicht freischalte, sieht mensch allerdings nicht.
Ich kann da nicht erkennen, dass dies geschähe, weil ich selbst “Hardliner” wäre. Zumindest halte ich mich nicht dafür, aber das ist ja sehr subjektiv.
Dennoch hat es nicht nur etwas mit Wind und Gegenwind zu tun. Sturm ernten auch die, die nicht mal eine kleine Bö abgesetzt haben. Natürlich gibt es immer Personen, die einfach nicht disktutieren und auch keine gemeinsamen Lösungen suchen wollen.
Im Zweifelsfalle ist es einfacher, einen Sündenbock oder eine Sündenziege zum Draufhauen zu haben, als einmal an die Grundlagen der Dinge heranzugehen und Änderungen anzustreben. Beim Draufhauen muss niemand seine Position verlassen, beim Ändern schon. Und das macht Angst. Manchen jedenfalls. Mir nicht.
Hallo Alex
Ich bin gerade via Google auf deinen Artikel gestossen und werde als Maskulist kurz meinen Senf dazu abgeben.
Deine Einstellung finde ich lobenswert – wenn du sie konsequent durchziehst. Damit meine ich, dass du Sexismus und Degradierung aufgrund des Geschlechts bei Männern und Frauen gleichermassen ablehnst.
Eine gleich starke Absage an alle Formen von gesetzlicher (!) Diskriminierung von Männern und Frauen ist das Ziel – nicht die Installation und Durchsetzung der Gesellschaft mit einem männlichen Pendant des Feminismus.
Deshalb ist mein Ansinnen hier auf diesem Blog bereits erreicht, wenn du deine Haltung konsequent lebst.
Grüsse von einem Maskulisten,
Manifold
Die Söhne von Perseus
Schöner Artikel. Ich denke auch, dass beide Lager lernen sollten wieder vernünftig miteinander zu reden. Habe dazu auch gerade einen Artikel in meinem Blog gestellt:
Warum sachlich über das Verhältnis von Mann und Frau diskutieren?