Wie der Titel schon sagt, erzeugen gewisse Dinge Reaktionen die manchmal unterschiedlicher nicht sein könnten. Dieser Aspekt trifft natürlich auch auf Artikel in Blogs zu. Erwähnen muß man aber, daß bei Blogartikeln gewisse Reaktionen vorhersehbar sind.
Als ich damals meinen Artikel über meine Erfahrungen mit der Vasektomie geschrieben habe war mir noch nicht bewusst, zumindest nicht, als ich ihn damals geschrieben habe, daß ich mir damit den Unmut und Hass aus der Garde der Maskulisten zuziehen werde. Mit Maskulisten könnt ihr nichts anfangen ? Nein ? Das ist diese ganz spezielle Spezies, das männliche Pendant zu Feministinnen, die mitunter wie auch die Feministinnen komisches und nicht selten krankes Gedankengut verbreiten. Zumindest in den Augen des normal denken Menschen der weder mit der einen, noch mit der anderen Gruppierung etwas anfangen kann. Bitte Zahlen, Daten, Fakten und Beispiele zu Maskulisten und Feministinnen mit ihrem Gedankengut, werde ich mir jetzt wohl wieder anhören können. Freunde, wenn ihr so denkt und das haben wollt dann bemüht selber Google dafür und macht euch selber ein Bild, wie ihr das seht.
Es ist schon erstaunlich, zu was für Reaktionen es kommt wenn man zu einem Thema schreibt, welches entweder eine große Anzahl an Befürwortern hat oder eben eine große Anzahl an Gegnern. Die Reaktionen entladen sich dann regelmässig bei gewissen Artikeln in Form von Kommentaren die mitunter schon sehr grenzwertig sind und es mag Blogger geben, die mit derartiger “Kritik” nicht umgehen können und fortan nur noch auf heile Welt machen.
Meine Sache war das nie. Als Blogger entwickelt man sehr schnell ein sehr feines Gespür dafür, was ein Artikel an Reaktionen nach sich ziehen wird. Es ist einfach so, jeder hat seine Sicht der Dinge zu vielen Themen und die einen ziehen es vor, mit ihrer Meinung hinter dem Berg zu halten aus Angst vor Ablehnung und andere Blogger tun ihre Meinung offen kund.
Als Beispiele von mir seien hier erwähnt meine Artikel zur Vasektomie, der Piratenpartei, Jörg Tauss, zum Grundeinkommen und zur Kirche, um nur mal einige Beispiele an Themen zu nennen. Die Vasektomiegeschichte ist dabei die älteste darunter aber spätestens beim schreiben über die anderen von mir genannten Themen war mir schon im Vorfeld bewusst, daß ich für meine Meinung und mitunter sehr harte Haltung sehr viel Kritik einstecken muß, welche nicht immer konstruktiver Art war und ist.
Nun könnte man natürlich behaupten, daß ich diese Artikel nur geschrieben habe, um möglichst viele Klicks zu erhalten. Dies wurde mir auch schon des öfteren vorgeworfen. Diese Kritik an meiner Person in diesem Fall ist unberechtigt denn wer mich kennt, also wirklich gut kennt, der weiss, daß ich alles andere als aufmerksamsgeil bin sondern es geht mir immer darum, zu einem aktuellen Thema meine Meinung zu äussern.
Daß dabei mein Meinung oft eine ganz andere als die der breiten Masse ist, daran kann ich nichts ändern denn nur um der Masse zu gefallen, werde ich mich niemals verbiegen. Es spielt keine Rolle für mich, ob ich von der breiten Masse gemocht, gehasst oder verachtet werde denn ich bin alt genug und habe mehr als genug Selbstbewusstsein und mich selbst zu respektieren, zu achten und zu mögen und stehe über solchen Dingen.
Ich behaupte allerdings auch nicht und hab es nie getan, daß meine Meinung das Wort Gottes ist oder die einzig richtige Ansicht. Auch dies wird mir von meinen Kritikern immer und immer wieder vorgeworfen, daß dem so wäre oder ich so denken würde. Darüber kann ich eigentlich nur lachen denn diese Leute kapieren es einfach nicht in ihrem Hass und ihrer Unmut gegen mich und glauben lediglich, mich zu kennen oder gar einschätzen zu können.
Ein Phänomen konnte ich dabei immer wieder beobachten und das finde ich wirklich armselig bzw. das armseligste überhaupt. Nicht nur in den Kommentaren zu meinen Artikeln sondern auch zu Kommentaren, die ich auf anderen Blogs abgebe kommt es immer wieder vor, daß sich das Blatt plötzlich wendet und man meine Frau oder meine Kinder angreift obwohl diese mit meinen geäusserten Meinungen und Ansichten so rein gar nichts zu tun haben. Für viele stellen wohl meine Frau und ich einund dieselbe Person dar und das kann ich nicht akzeptieren. Ich bin ich. Nur weil es einige nicht akzeptieren, daß ich nicht mundtot zu bekommen bin reagieren sie sich dann an meiner Frau und meinen Kindern ab, mitunter in einer ekelhaften und perversen Art und hinterher wundert man sich dann, wenn es von mir erst recht verbal in die Fresse gibt. Im realen Leben würden es sich viele dieser armseligen Personen, die in der ach so scheinheiligen Anonymität des Internets beleidigen und dergleichen es sich nicht getrauen denn es könnte ja durchaus sein, daß es dann man wirklich ganz dick kommt. Das sind einfach ganz arme Würstchen, die sich verstecken müssen und im realen Leben das Maul einfach nicht aufbekommen. Das konnte ich auch früher ganz gut beobachten als ich noch viel in Chats unterwegs war und das ein oder andere Treffen besucht habe. Was haben Leute in den Chats das Maul weit aufgerissen und auf den Treffen waren diese die größten Hosenscheisser, die nicht in der Lage waren, den Mund aufzumachen. Armselig und dumm nenne ich das.
Nunja, Freunde sucht man sich noch immer selber aus und das bringt mich gerade an einen Punkt, aus dem ich eigentlich einen eigenen Artikel machen wollte aber er passt eigentlich ganz gut hier rein.
Das mit der Freundschaft ist so eine Sache. Ich will hier mal differenzieren zwischen Familie, Freunden und Bekannten. Seine eigene Familie kann man sich nicht aussuchen, in die wird man hinein geboren. Lediglich seine Frau sucht man sich aus und bei meiner Frau hätte meine Wahl nicht besser sein können denn sie verkörpert alles, was man sich unter einer Ehefrau vorstellt, also ich zumindest. Dann aber gibt es den Rest der Familie. Da gibt es solche und solche, und die einen schmecken einem mehr, die anderen weniger.
Kommen wir zur Sparte Bekanntschaften. Davon hat nun wirklich jeder Mensch irgendwo Tonnen und seien es nur virtuelle durch das Internet. Man kennt sich mehr oder weniger, hat Kontakt, hält diesen oder eben auch nicht. Nicht mehr und nicht weniger.
Als dritte große Gruppe kommen die Freunde. Nun Freunde und Freundschaft sind 2 schöne Wörter, die für mich eigentlich nur noch auf dem Papier existieren. Wahre Freunde sollten füreinander da sein, ach wenn die Zeiten gerade mal schlecht sind und genau da ist der Knackpunkt. Wir alle wissen, daß sich in Krisen die Spreu vom Weizen trennt. Selbst der einzige Mensch, den ich jemals als wahren Freund bezeichnet habe hat mich im Endeffekt um eine Menge Geld beschissen, das er mir bis heute schuldet und somit hat sich das Thema Freundschaft für mich erledigt den Beschiß gibt es für mich in einer wahren Freundschaft keinen. Ehrlichkeit und Loyalität sehr wohl. Aber weit gefehlt bei dem Herrn, der stets auf seinen Vorteil bedacht war im Leben.
Wofür sollen Freunde gut sein, wenn sie einen hintergehen. Der Gedanke daran macht mich sehr wütend und ich brauche keine Freunde denn ich habe meine kleine Familie, mein eigenes kleines Reich, welches ich mir seit vielen Jahren bewahre. Mehr benötige ich für meinen Teil nicht um glücklich zu sein.
Jetzt werden sicher manche denken, er muß ein einsamer Mensch sein. Fehlanzeige, denn wie schon erwähnt, füllt mich meine kleine Familie voll und ganz aus und dann gibt es da ja noch mich selber, auf den ich mich stets verlassen kann. Nicht daß ich all meine Entscheidungen bisher für gut heisse aber sie enthielten alle irgendwelche Bausteine im Selbstfindungsprozess und so bin ich zufrieden, so will ich es haben.
Das soll aber nicht heissen, daß ich kein umgänglicher Mensch bin allerdings genau bis zu dem Punkt, wo man aufhört, mich zu respektieren als Mensch oder mir meine Meinung nicht zugesteht. Denn dann verhalte ich mich wie ein Pitbull der sich festgebissen hat.
Womit wir auch schon beim nächsten und letzten Punkt wären. Manche Leute sagen mir nach, daß ich eine griesgrämige Spaßbremse bin und nur schwarz und weiß kennen würde. Dem ist nicht so im Gegenteil. Nur weil ich das Geschunkel zu schlechter Musik bei Familienfesten und anderen Anlässen hasse und mich nicht daran beteilige oder ich mich gerne dem Trubel des Vereinslebens oder der verlogenen Fröhlichkeit an Karneval entziehe heisst dies nicht, daß ich keinen Spaß verstehe oder keinen Spaß habe und haben will. Nur sind meine Interessen eben anders geartet als die von mir genannten, mit denen ich einfach so gar nichts anfangen kann oder nicht mehr. Ich habe durchaus Humor auch wenn diesen nicht jeder versteht aber darauf lege ich auch keinerlei Wert. Griesgrämig mag ja mitunter sein, besonders die letzte Zeit was auch daran liegt, daß mir viele und vieles auf den Sack geht und zwar gewaltig. Wenn ich dann grimmig bin und grimmig schau dann bewahrt mich dies zumindest davor, zumindest meistens, daß ich von irgendwem angesprochen werde, mit dem ich mich gar nicht unterhalten will. So habe ich es immer gehalten und so werde ich es immer halten.
Dann bin ich eben in den Augen mancher Menschen, auch in der Familie, eine griesgrämige Spaßbremse. Damit kann ich ganz gut leben.

Ich finde Deine griesgrämige Spaßbremsigkeit eigentlich gut zu lesen…
Vielen lieben Dank lieber Ulf
Hallo Alex
Ich habe deinen Artikel gelesen und sogar deine Abhandlung über Vasektomie mitsamt den Kommentaren dazu.
Da du wieder Maskulisten ansprichst, werde ich mich dazu äussern.
“[...] als ich ihn damals geschrieben habe, daß ich mir damit den Unmut und Hass aus der Garde der Maskulisten zuziehen werde.”
Das zentrale Problem bestand darin, dass Männern nicht die gleichen Rechte zugesprochen und Frauen nicht die gleichen Pflichten auferlegten werden, sondern ein einseitig für Frauen vorteilhaftes Rechtsgebilde propagiert wird.
Das nennt man Misandrie.
Auch das abartige Bild im Vasektomieartikel hat wohl auch nicht gerade Sympathien ausgelöst. Ich weiss – Frauen und Männer ohne Würde können über solchen menschenfeindlichen Humor lachen – aber andere nicht.
So viel zum Thema “krankes Gedankengut”.
Es hilft nicht, die Überbringer der unangenehmen Botschaft – Fakten zur Rechtsungleichheit zu Ungunsten von Männern bei der Elternschaft – zu beleidigen und mit den Feministinnen zu vergleichen, nur weil sie einen mit der Realität konfrontieren.
Männer haben im gleichen Ausmass einen Anspruch auf Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung. Es wird Zeit sich daran zu gewöhnen.
Grüsse von einem Maskulisten,
Manifold
Die Söhne von Perseus