Wie ausgebrannt

Es ist irgendwie wie verhext momentan. Würde man das Gefühl beschreiben müssen, so würde man es wohl als ausgebrannt bezeichnen. Neudeutsch wäre es wohl Burn Out oder so. Man schläft, geht arbeiten, isst, hat einen Ausgleich beim Sport auf dem Bike, wo man Energie tanken kann aber man ist trotzdem total antriebslos. Ich ertappe mich auch die letzte Zeit vermehrt dabei, daß ich mich im Job frage, macht dies alles wirklich noch Sinn in der Art und Weise, wie es abläuft. Es ist wie es letztes Jahr auch schon war im Beruf. Es ist Urlaubszeit, meine Kinder haben frei und Leute in der Firma sind entweder im Urlaub oder krank und so wird man ständig nach Samstags arbeiten gefragt und es sind immer die selben Leute, die dann am Wochenende in der Firma auf der Matte stehen und andere wiederum sagen aus Prinzip nein, fragen aber auf der anderen Seite nach mehr Gehalt. Mehr Gehalt bedeutet aber auch, daß man mehr leisten muß und nicht aus Prinzip nein sagt.

Somit ist nun schon das 2. Wochenende in Folge im Eimer denn wenn ich 6 Tage gearbeitet hab, ist mein Wochenende gelaufen denn dann will ich eigentlich einfach nur noch meine Ruhe haben und nichts sehen und nichts hören, einfach abschalten aber da wir 2 sehr aktive Kinder haben, ist dies einfach nicht drin. Zumal die Familie allgemein ja auch etwas von mir haben will und etwas erwartet. Auch Nadine ist alles andere als begeistert von der Situation momentan, auch was meine Stimmungsschwankungen anbelangt aber ich kann einfach nicht aus meinem Körper.

Denke ich Jahre zurück, hab ich mich praktisch nie über etwas aufgeregt oder war aggressiv aber heute bringen mich selbst kleinste Winzigkeiten sofort auf die Palme und ich muß mich oft zusammenreissen, daß ich Leuten, die ich heute als Idioten ansehe, nicht gleich aufs Maul haue. Ich weiß, ich trage Verantwortung meiner Familie gegenüber, da macht man sowas einfach nicht.

Auch was die Bloggerei anbelangt, so habe ich mittlerweile eigentlich mehr Frust als Lust damit. Schreibe ich einen Artikel, der nicht persönlich ist sondern der meine Meinung zu einem Thema reflektiert, dann wirft man mir ständig Polemik und so nen Kram an den Kopf und vergisst dabei völlig, daß es MEINE Meinung ist und bleibt und diese ganzen Vollpfosten, die mich versuchen zu überzeugen, können mich mal am A…. l…..

Es nervt einfach nur noch und es gibt Tage, da würde ich am liebsten den Knopf drücken bei meinem Provider und meinen Blog in die ewigen Jagdgründe schicken und dann hält mich eigentlich nur noch davon ab, daß ich schon zu viel Zeit hinein investiert habe, um alles zu löschen. Klar gibt es Kommentatoren, deren Meinung und Ansichten ich sehr schätze aber die breite Masse, die wiedert mich einfach nur noch an und mittlerweile sehe ich sehr viele Kommentatoren als reine Zeitverschwendung an, sich mit diesen auseinander zu setzen. Deshalb habe ich diverse Kommentare die letzte Zeit einfach gelöscht anstatt diese freizugeben denn ich habe einfach keinen Bock mehr, auf jeden abgefuckten Dreck zu antworten.

Wie es weitergehen wird, davon habe ich noch keinen Plan aber ich denke, ich werde mich zu manchen Themen nicht mehr äussern denn ich bin gewisse Diskussionen einfach leid und wenn es mich Leser kosten sollte, falls ich nicht mehr über Politik und diverse andere Themen schreiben sollte, dann sollen diese Personen eben andere Blogs lesen, es gibt ja mehr als genug davon. Ich zwinge keinen dazu, hier überhaupt irgendwas zu lesen, was ich geschrieben habe.

Jetzt werden wahrscheinlich Einige triumphieren, weil sie meinen, daß sie es geschafft haben und ich wohl aufgeben werde, falsch gedacht, denn meinen Stolz und meine Selbstachtung werde ich mir weiterhin bewahren.

Habt eine gute Zeit, wir hören voneinander. Falls es Neues von mir zu lesen gibt, werdet ihr es ja sehen, entweder im Feedreader oder wie auch immer. Ihr werdet es selber wissen und entscheiden :-)

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7 Kommentare

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  1. Ich lasse mir von Kommentatoren nicht den Spaß verderben. Wer gar zu doof ist wird gelöscht, ansonsten übergangen oder, sollte ich Spaß daran haben, bekommt er einen passenden Spruch. So habe ich schon acht Jahre durchgehalten.

  2. Du hast halt im Moment wieder viel um die Ohren, Arbeit, die Jungs und dann noch ne nervende Frau ;-)

    Blogge einfach über das was Du willst und wann Du willst und lass Dich von solchen Leuten doch nicht runterziehen! Oder gar den Spaß am Blog verderben! Das ist es doch nur was sie wollen, schalte den Mist nicht frei, sondern gleich auf den Lösch-Button klicken, dafür ist der da!

    Ende August hast Du ne Woche frei, hoffe doch daß es dabei bleibt und dann rede ich mit Schwiegermama wegen den Jungs und wir machen uns mal einen ruhigen…

    Nach Regen folgt Sonnenschein Schatz! Auch wieder für Dich und ich steh immer Hinter Dir und geh mit Dir durch Dick und Dünn…jetzt bald seit 12 Jahren

  3. Markus

    Man hat es nicht immer leicht mit den Kommentaren, aber so ist es eben man hat verschiedene Meinungen . Ansichten etc. Solange das alles auf einem normalen Niveau abläuft würde ich mir auch keine Gedanken machen, alles andere eben ignorieren, das hilft meist.

  4. Getroffene Hunde bellen: Wenn jemand motzt, zeigt es nur, daß Dein Artikel getroffen hat.

  5. Wenn du aufgibst, haben die “Vollpfosten” gewonnen. Willst du das?

    Auf der anderen Seite ist es völlig normal und positiv, gelegentlich die Sinnfrage zu stellen und das eigene Tun und Handeln zu hinterfragen. Grundsätzlich sollte dabei selbst bestimmtes Handeln Weg und Ziel sein.

  6. lieber alex, vielleicht ohne zu wissen ist dies dein bester artikel, aus diesem ist herauszulesen, dass du dabei bist, dich selbst zu entdecken, diese zeit kommt im leben eines jeden, es ist wirklich alles sch….egal, nur der liebevolle umgang mit dir selbst zählt, deine freiheit, nichts ansehen als –ICH MUSS– sondern
    klare linie —- ICH DARF— vergiss die worte- ICH, MIR, MEIN , MICH, DU DIR, DEIN, DICH— die bringen viel unglück, wenn du mit dir selbst liebevoll im einklang bist, wird sich das auf dein umfeld positiv auswirken, tue nichts, wenn du erwartest eine gegenleistung zu bekommen, gebe einfach liebe, erwarte noch nichtmal, zurückgeliebt zu werden, das sind kleine anfänge, um zu einer equanimität zu gelangen, die so wichtig ist in unserem leben, ob du rennst oder nicht, alles wird sowieso geschehen, wie es für dich vorgesehen ist- bedenke: du bist das resultat einer unvorstellbar perfekten ingenieurskunst und planungsstrategie, lerne, mehr danke zu sagen, für dein dach über dem kopf, das essen, die familie, dein leben , erkenne den enormen wert deiner selbst und sei dessen würdig und dankbar, om shantih, gunther, yogi majhavi

  7. Ich hatte diese Phase auch, wie Du weisst. Und seltsamerweise scheint es auch den anfang in der Arbeit gehabt zu haben. Bei mir waren es im Endeffekt 8 Wochen wo ich nur noch den Sonntag frei hatte, zwischendurch Schichten um die 15 Stunden um jemanden Gefallen zu tun. Jetzt ist es gewissermaßen wieder normal, aber die Frage nach dem Sinn stellt man sich ja trotzdem. Und da wir nicht auf den Kopf gefallen sind, ist das denke ich auch normal.
    Am Anfang ist alles noch bezaubernd und voll Träume, aber irgendwann merkt man, dass man wirklich in den Trott gekommen ist. Abwechslung? Aufregung schaffen und dann mit neuer Motivation an das alte?
    Die Kommentare? Was solls, wen interessiert es. Wer bellt wird auch gebissen und sollte keine Angst haben zurückzubeißen.
    Grüsse

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