Ethisches Bankkonto: Geld kann auch fair sein

Die Finanzkrise von 2008 steckt dem einen oder anderen immer noch in den Knochen. Das liegt vor allem an dem Misstrauen gegenüber den Machenschaften von Bankern und Managern großer Bankinstitute, da sie für viele immer noch sehr undurchsichtig arbeiten. Aber Geld kann auch fair sein. Ich habe mich einmal mit den sogenannten grünen Banken auseinandergesetzt.

Die Finanzwelt hat sich in unserem Bewusstsein stark gewandelt und ist für viele undurchsichtiger denn je geworden. Viele Sparer scheuen sich immer noch davor, ihre Ersparnisse bei der Bank anzulegen oder gar in Aktien oder andere Anlagemöglichkeiten zu investieren. Inzwischen gibt es aber sogenannte grüne Banken, die ihre Geschäfte ethisch, ökologisch und fair abschließen. Lohnt es sich, ein ethisches Bankkonto zu eröffnen? Ein zentraler Unterschied liegt sicherlich darin, dass man hier zwar Geld anlegen und natürlich auch Gewinne erzielen kann – dies aber nicht um jeden Preis. Grüne Banken bzw. sogenannte Ethikbanken unterstützen weder Kinderarbeit, Atomkraft, Rüstungsindustrie oder Umweltverschmutzung. Dementsprechend werden keine Kredite in derartige Sparten angelegt und auch nicht in Finanzprodukte investiert, die ähnliche Ziele verfolgen.

Auch hier lohnt sich der Vergleich

Die Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass das altbewährte Bankensystem nicht perfekt ist und nicht unbedingt auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Wer aber glaubt, hier etwas geschenkt zu bekommen, der irrt sich. Natürlich unterliegen die Girokonten bei den sogenannten grünen Banken auch einigen Konditionen. Und auch hier lohnt es sich, zu vergleichen. Die unterschiedlichen Kredithäuser nehmen auch unterschiedlich hohe Gebühren für EC-Karten, Kreditkarten und Kontoüberziehungen.

Unterschiedliche Vorstellungen

Meist zählen zu diesen Banken jene, die einen kirchlichen Hintergrund haben. Allerdings gibt es auch Häuser, die sich einen ganz besonders ethisch-ökologischen Aspekt auf die Fahne schreiben. Bei den Zinsen liegen diese bei Testergebnissen meist nur im Mittelfeld.. Allerdings bleibt einem die Gewissheit, dass mit der Geldanlage keine heiklen Finanzprodukteunterstützt. Vor allem für sehr umweltbewusste Menschen lohnt sich ein Wechsel zu einer Bank, die sich den ethisch-ökologischen Grundsätzen verschrieben hat. Mit diesen wird beispielsweise die Energiewende unterstützt.

Tipps beim Wechsel

In der Regel braucht man sich keine Sorgen um einen großen Verwaltungsaufwand machen. Die meisten Banken helfen beim Wechsel und allen nötigen Formalitäten. Aber in Sachen Transparenz, Kontrolle und Strenge der Anlagenkriterien sollte sich natürlich jeder selbst informieren, wie und auf welche Weise das eigene Geld geschützt ist.

Bild: ©istock.com/tuk69tuk

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