Das Märchen der Männer von der Vasektomie

Manche Männer, die keine Kinder wollen oder schon Kinder haben, stellen sich irgendwann die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, selber etwas Dauerhaftes für die Verhütung zu tun. Mir ist durchaus bewusst, daß es für viele Männer ein Tabuthema ist aber für mich als quasi Insider bei diesem Thema ist es ein leichtes, etwas aus dem Nähkästchen darüber zu plaudern.

Grundsätzlich ist es ja mal so, daß wir heute aufgrund von Umwelteinflüssen öfter krank werden als früher und so schon oft genug Medikamente nehmen müssen. Dies betrifft Männer gleichermaßen wie Frauen. In diesen Zeiten von den Frauen zu verlangen, allein für die Verhütung zu sorgen, ist in meinen Augen sehr egoistisch.

Was die Vasektomie anbelangt kursieren die wildesten Gerüchte unter den Männern. Da ist die Rede von aufgeschnittenen „Säcken“, Höllenschmerzen, nicht mehr Mann sein und noch Zahlreiches mehr. Um es auf den Punkt zu bringen, es sind ein paar kleine Piekser zum Betäuben, nichts wildes, und zwei kleine Schnitte, die man unter der örtlichen Betäubung nicht spürt. Danach werden die Samenleiter durchtrennt, auch nichts Spektakuläres und dann ist eigentlich schon Ruhe. Abschließend noch zwei mal ein Spermiogramm im Abstand von ein paar Wochen um zu sehen, ob noch marschierende Soldaten vorhanden sind und losgehen kann das pillenfreie Leben für die Frau.

Warum schreibe ich darüber ? Nun, als unser kleiner Kevin unterwegs war, habe ich mich selber dazu entschlossen, diesen Schritt zu gehen da Nadine schon genug durch Asthma usw. auf Medikamente angewiesen ist und ich ihr diese Last mit der Pille einfach abnehmen wollte. Abgesehen davon sollte nach dem zweiten Kind einfach Schluß sein mit Nachwuchs bekommen.

Speziell möchte ich die Männer ansprechen, die immer noch der Meinung sind, Verhütung wäre Frauensache. Genau diese Männer sind es dann letzten Endes, die sich aufregen oder wundern, wenn Frauen plötzlich mit Unterhaltsforderungen anklopfen. Was habe ich schon herzlich gelacht über sich aufregende Männer, die auf gut Deutsch alles flachlegen, was bei 3 nicht auf dem Baum ist und die sich dann hinterher wundern und mächtig aufregen. Mal ganz abgesehen, von den bekannten Krankheiten, die man sich holen kann, wenn man sein Würstchen überall reinhängen lässt.

Abschließend kann ich also nur appellieren : Männer, so ihr schon genug Kinder habt oder erst gar keine wollt, Frauen sind keine Gebärmaschinen oder Studienobjekte der Pillenhersteller. Nehmt die Sache selber in die Hand 🙂

Photo credit: Skley / VisualHunt / CC BY-ND

51 Gedanken zu „Das Märchen der Männer von der Vasektomie

  • 31. Januar 2010 um 22:14
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    Super, Alex.! Das sollten viele, viele, viele Männer lesen!
    Gruß
    Vera

    • 31. Januar 2010 um 22:37
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      Nun ich hoffe, daß viele Männer das Lesen. Selbst wenn sich dadurch die Einstellung bei nur einem Mann ändert, würde ich das bereits als Erfolg betrachten.

  • 31. Januar 2010 um 22:50
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    Da schliesse ich mich Vera an und hoffe echt, daß das mal viele Männer lesen. Für die meisten ist es normal daß Verhütung ein Leben lang Frauensache ist und vor allem wenn Krankheit der Frau mit im Spiel ist sollten Männer dann auch mal handeln und nicht nur an sich denken…
    Gruß
    Nadine

  • 31. Januar 2010 um 23:05
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    Ähm – bei aller liebe. Ich freue mich für Dich das es gut verlaufen ist. Allerdings haben wir hier am Ort eine Selbsthilfegruppe für Vasektomiegeschädigte:

    Siehe:
    http://www.patienten-selbsthilfegruppen.de/gruppen/vasektomie.html
    oder auch
    http://en.wikipedia.org/wiki/Post-Vasectomy_Pain_Syndrome

    Sei einfach froh das Dir nichts weiter passiert ist. Im Grund hat fast jeder dritte Mann danach Problem. Und das hat rein gar nichts mit „Verhütung ist Frauensache“ zu tun! Ich würde Dich daher bitten Deinen Propaganda-Artikel eventuell nochmal zu überdenken und gegebenenfall zu löschen.

    Ein Vasektomiegeschädigter dem solche Artikel wehtun!

    • 31. Januar 2010 um 23:28
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      Grundsätzlich werde ich keinen meiner Artikel dahingehend ändern, daß er meine persönliche Meinung oder Erfahrung nicht mehr wiedergibt. Es ist meine persönliche Meinung und Erfahrung zu dem Thema. Die Studien auf die Du Dich beziehst sind mehr als schwammig denn Angaben zwischen 5 und 33% sind ein dehnbarer Begriff. Klar kann es Komplikationen geben aber 1. wirst Du darüber vor dem Eingriff aufgeklärt und 2. kann es die bei jedem Eingriff geben. Klar bin ich froh, daß bei mir alles normal verlaufen ist. Dies nun aber bezogen auf meinen Artikel als Propaganda zu bezeichnen finde ich absolut an den Haaren herbeigezogen. Sorry, daß Du vasektomiegeschädigt bist aber es gibt einfach zu viele Männer die glücklich damit sind und darum bleibt der Artikel in seiner Form bestehen.

  • 1. Februar 2010 um 22:04
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    Es steht doch nun mal außer Frage, rein medizinisch geschehen, dass die Sterilisation beim Mann einfacher ist als bei der Frau.
    Fragt jemand, welche Komplikationen bei der Frau auftauchen können? Sicherlich nur die Männer, die sich mit dem Thema Verhütung auseinandersetzen.
    Letzendlich ist jede OP ein Risiko.

    • 1. Februar 2010 um 23:43
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      Es ist absolut richtig, daß der Eingriff beim Mann weitaus einfacher als die OP bei der Fau ist. Nicht nur das, beim Mann ist das Risiko auch weitaus geringer. Aber diese Tatsachen mal außer Acht gelassen wird man selbst beim kleinsten Eingriff über die Risiken augeklärt und kann sich im Vorfeld in das Thema durch Internet etc. einlesen. Durch seine Unterschrift willigt man schließlich in einen Eingriff ein und tut dies bei der Vasektomie aus freien Stücken ohne daß es krankheitsbedingt ist. Also ohne Zwang. Wenn es dann schiefgehen sollte dann ist das unschön aber man muß dann eben die Konsequenzen für seine Entscheidung tragen. Nicht der Arzt hat die Entscheidung getroffen. So bitter das in manchen Fällen auch sein mag. Allein schon die Tatsache, daß es überdurchschnittlich mehr Männer ohne Probleme nach einer Vasektomie gibt rechtfertigt die Befürwortung. Hierbei von Propaganda zu sprechen wäre so als wenn von 10 Ford Fiesta einer kaputt geht und einer dann schreit, Ford ist Schrott, kauft Opel.

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  • 9. Februar 2010 um 22:44
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    Ach Gottchen, ein lila Pudel schreibt über männliche Verhütung.
    Dabei ist die Lösung doch ganz einfach: Werdende Väter sollten, ebenso wie werdenden Mütter, die Möglichkeit haben, sich nach der Zeugung für oder gegen die Elternschaft zu entscheiden.
    Na, ob die Frauen davon begeistert sind?

    • 9. Februar 2010 um 22:51
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      Da strotzt aber jemand vor Sarkasmus. Nenn das Kind ruhig beim Namen Abtreibung. Wenn das für Dich DIE Lösung ist dann bitte. Für mich ist das keine Lösung. Das mag dann wohl Deine Art der Verhütung sein.

  • 10. Februar 2010 um 07:33
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    Wer bitte sprach von Abtreibung? Wenn eine Frau einseitig beschließt ein Kind auszutragen, kann sie das ja machen, nur sollte sie dann eben auch alle Pflichten auf ihrer Seite haben. Für den Mann würde dies bedeuten: Keine Unterhalts- und Sorgepflicht. Nichts anderes gilt für die vielen Frauen auch die abtreiben oder das Kind in die Babyklappe legen, sie entledigen sich pflichtenlos ihrer Elternschaft. Warum sollten Männer dieses Recht auf Entledigung ihrer Pflichten nicht in Anspruch nehmen dürfen?

    • 10. Februar 2010 um 16:33
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      Mein lieber Kritz,

      Fakt ist, wer ihn irgendwo reinstecken kann muß auch die Konsequenzen tragen, wenn etwas passiert. Die Unterhaltspflicht hat absolut seine Daseinsberechtigung.

  • 10. Februar 2010 um 08:52
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    Damit man schwanger wird, dazu gehören immer Zwei. Wenn „Mann“ nicht verhütet und Frau schwanger wird, muss „Mann“ halt zahlen, selber schuld oder? Er hätte es ja vermeiden können. Verhütung ist schon lange nicht mehr nur Frauensache. Wenn „Mann“ keine Verpflichtungen eingehen will hat er es ja einfach, es gibt Kondome oder er lässt die Vasektomie machen… ganz so wie „Mann“ will, will er Beides nicht und Frau wird schwanger, muss er zahlen 😉

  • 10. Februar 2010 um 10:04
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    Ich als Hartzi hab schon 2 Frauen dick gemacht ;), aber (offiziell) kein Geld um Unterhalt zu bezahlen, tja wenn man nix zu verlieren at , kann man ihn überall reinstecken ohen sich Gedanken zu machen…das war meine Rache an den Frauen…jetzt müssen die zusehen wie sie klarkommen, bei mir gibbets nix zu holen *GG*

    • 10. Februar 2010 um 16:42
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      Kommentieren ? Ja tue ich so etwas. Es bleibt ihm nur zu wünschen, daß er sich dabei mal was einfängt. Arbeit hat er keine, will er wohl auch nicht bei so einer Assieinstellung also macht er den Bezirksbefruchter und schädigt den Steuerzahler damit doppelt denn einerseits füttert der Steuerzahler ihn durch und auf der anderen Seite kann der Steuerzahler auch noch für das unschuldige Kind bzw. die Kinder aufkommen. Andi, Du solltest Dich mal bei einer Talkshow bewerben, die nehmen solche Assis mit Handkuss und zahlen auch noch Gage dafür.

  • 10. Februar 2010 um 11:09
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    Hey Andi, klingt ja fast so als wärst Du auch noch stolz darauf, glaubst Du das ist eine Leistung. Rache an den Frauen, das ist schwachsinn, die Einzigen die Du damit triffst sind Deine unschuldigen Kinder die Du ja mit Spaß gemacht hast und dann solltest Du auch schauen daß Du denen was bieten kannst…

  • 10. Februar 2010 um 15:32
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    Da haben wir es mal wieder. Da wird direkt ad personam mit der Pudelkeule um sich gehauen, wenn die Meinung nicht genehm ist. Erbärmlich, aber leider typisch.

  • 10. Februar 2010 um 19:15
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    Fakt ist, wer ihn irgendwo reinstecken kann muß auch die Konsequenzen tragen, wenn etwas passiert. .

    Ach ja, und warum gelten diese Konsequenzen nur für Männer?
    Warum bitte darf eine werdende Mutter es sich noch einmal überlegen, während einem werdenden Vater diese Möglichkeit nicht eingeräumt wird? Merkwürdigerweise wird immer dann von „Verantwortung“ und „Pflicht zur Verhütung“ geschwafelt, wenn es um Männer geht, während Frauen genau davon explizit freigesprochen werden.
    „Konsequenzen tragen“ bedeutet dann eben auch: Schwanger? OK, bitte austragen. Fertig. Keine Abtreibung, keine Pille danach, keine Babyklappe, keine anonyme Geburt. Bitte „Verantwortung übernehmen“.

    • 10. Februar 2010 um 20:40
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      Hmm, Du differenzierst nicht sondern pauschalierst. Abtreibung, wenn es aus einer Gewalttat heraus entsteht, dann sage ich ganz klar ja, dafür bin ich, wenn die Frau sich dann dazu entscheidet. Ansonsten bin ich ein Abtreibungsgegner, da es andere Möglichkeiten der Verhütung gibt. Ansonsten kann es in dieser Thematik keine Gleichberechtigung geben da Du nicht in der Lage bist, einer Frau die Entscheidung vorzuschreiben. Frauen werden im übrigen nicht von der Pflicht zur Verhütung freigesprochen nur kommt es mir langsam so vor, daß Du die Pflicht bei der Frau siehst und sauer bist, daß Dir das Recht auf freie Entscheidung nicht gegeben ist. Beschwer Dich beim Gesetzgeber und nicht bei den Frauen.

  • 10. Februar 2010 um 22:20
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    Hmm, Du differenzierst nicht sondern pauschalierst

    Der Gesetzgeber pauschalisiert, nämlich indem er werdenden Müttern pauschal die Möglichkeit zur Entscheidung ja/nein nach einer Zeugung erlaubt, werdenden Väter jedoch diese Möglichkeit pauschal verweigert.

    Ansonsten kann es in dieser Thematik keine Gleichberechtigung geben da Du nicht in der Lage bist, einer Frau die Entscheidung vorzuschreiben

    Niemand schreibt einer werdenden Mutter etwas vor. Wenn sie das Kind austragen möchte – bitte sehr. Dann soll sie einen Vater der gar nicht Elternteil werden wollte, damit nicht belästigen, und das Kind komplett alleine finanzieren und großziehen.
    Abgesehen davon: Wenn einer Frau nicht vorgeschrieben werden kann, ob sie Elternteil werden will, oder nicht, warum wird dann dem Mann genau dies vorgeschrieben?

    Beschwer Dich beim Gesetzgeber und nicht bei den Frauen.

    Beim Gesetzgeber ist alle Mühe vergebens.
    Ich beschwer mich lieber bei Dir, weil Du über Männer herziehst, die gegen ihren Willen Elternteil geworden sind.
    Dein Zitat mal auf die Mutter übertragen:

    „Speziell möchte ich die Frauen ansprechen, die immer noch der Meinung sind, Verhütung wäre Männersache. Genau diese Frauen sind es dann letzten Endes, die sich aufregen oder wundern, wenn Männer plötzlich ins Ausland abhauen. Was habe ich schon herzlich gelacht über sich aufregende Frauen, die sich auf gut Deutsch von jedem besteigen lassen, der gerade in der Nähe ist und die sich dann hinterher wundern und mächtig aufregen. Mal ganz abgesehen, von den bekannten Krankheiten, die man sich holen kann, wenn man jeden rüberläßt.“

    • 10. Februar 2010 um 22:35
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      Du hast meinen Artikel scheinbar nur halbherzig gelesen. Ich ziehe über die Männer her, die alles weibliche bespringen, was bei 3 nicht auf dem Baum ist und sich dann wundern, wenn jemand anklopfen kommt und Geld sehen will. Klar hätte die Frau vorsorgen können aber hat man diese Männer gezwungen zum Sex ?Nein, also sind diese Männer selbst schuld.

      Jetzt mal eine Frage an Dich, weil mir langsa etwas schwant, da Du Dich so über die Thematik aufregst. Hast du eigene gewollte Kinder oder gar ungewollte, für die Du bezahlen musst ? Wenn letzteres zutrifft, dann wäre Deine Aufregung zumindest ein Stück weit verständlicher, falls nicht, nimm es einfach so hin wie es ist. Dann würde mich auch noch interessieren, wie Du zum Thema Vasektomie stehst. Es liegt an Dir, zu antworten oder auch nicht. Übrigens darf man auch seinen realen Namen hier verwenden 🙂

  • 11. Februar 2010 um 07:21
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    Klar hätte die Frau vorsorgen können aber hat man diese Männer gezwungen zum Sex ?Nein, also sind diese Männer selbst schuld.

    Warum? Lass sie doch einfach nach einer Zeugung entscheiden ob sie Elternteil werden möchten.
    Bei ungewollten Schwangerschaften steht werdenden Müttern ein riesiges Netzwerk an Hilfen zur Verfügung, während für werdende Väter offenbar nur ein „selbst schuld“, wie von Dir geäussert zu vernehmen ist. „Selbst schuld, hättest ja verhüten können“ würde bedeuten: Abtreibungsverbot, Pille danach verbieten, Abschaffung von Babyklappe und anonymer Geburt. Schwanger=Kind austragen.

    Hast du eigene gewollte Kinder oder gar ungewollte, für die Du bezahlen musst ?

    Ich habe ein Wunschkind, keine sonstigen.

  • 11. Februar 2010 um 16:12
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    Zum Kinderzeugen gehören immer noch Zwei, das stimmt. Nur ist halt das Recht so, daß wenn Mann Kind zeugt, egal ob er es will oder nicht, auch dafür zahlen muss. Ob das einem nun so gefällt oder nicht, Gesetz ist nun mal Gesetz.
    Zudem wenn ich kein Kind will, kriege ich auch keins. Dann verhüte ich und wenn „Mann“ mit einer Frau schläft die er eigentlich nicht kennt, sollte man annehmen, er verhütet nicht nur um keine Kids zu zeugen, sondern vor allem wegen HIV und so weiter…

  • 11. Februar 2010 um 18:45
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    Zum Kinderzeugen gehören immer noch Zwei, das stimmt. Nur ist halt das Recht so, daß wenn Mann Kind zeugt, egal ob er es will oder nicht, auch dafür zahlen muss. Ob das einem nun so gefällt oder nicht, Gesetz ist nun mal Gesetz.

    Ja, warum eigentlich? Warum muß der Vater zahlen? Genausogut könnte doch auch die Mutter zur Zahlung verpflichtet werden. Da wäre es mal Zeit für eine Gleichstellung per Gesetz.

    Zudem wenn ich kein Kind will, kriege ich auch keins. Dann verhüte ich…

    Du ja, aber mehr als 100.000 Frauen in Deutschland machen das nicht und treiben ab. Millionen nehmen die „Pille danach“.

    • 11. Februar 2010 um 18:55
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      Also wenn Du es schaffst, ein Kind zur Welt zu bringen, was eine Sensation wäre, dann wäre ich auch für die Einführung dieses Gesetzes. Das wär die Schlagzeile : Frau schwängert Mann.

  • 11. Februar 2010 um 22:15
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    Ja, Alex, das ist die, sehr typische, einseitige Betrachtung die Du da bringst. Sag mir doch mal nur einen einzigen sachlichen Grund, warum ein Vater nicht das Baby aufziehen, und Unterhaltsansprüche anmelden kann?

    • 11. Februar 2010 um 22:23
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      Kann er doch, so er ein alleinerziehender Vater ist. Dann ist er auch berechtigt, Unterhaltansprüche gegen die Frau geltend zu machen. Es gibt durchaus auch Frauen, denen die Karriere vorgeht und die sich dann Unterhaltforderungen vom erziehenden Mann ausgesetzt sehen. Ich habe nie behauptet, daß alleinerziehende Väter es nicht auf die Reihe bekommen, da gibt es durchaus sehr viele, die das sehr gut machen und hinbekommen. Die Sache ist aber nun mal die, daß zunächt die Frau das Kind im Bauch trägt und somit die Entscheidung bei der Frau liegt, was mit dem Kind geschieht. Da können wir uns drehen und wenden und darüber diskutieren, bis wir schwarz werden, die Sache wird sich nicht ändern selbst wenn Du das nicht einsehen magst. Ich kann schon nachvollziehen, daß es Dir lediglich um vollkommene Gleichberechtigung geht aber die kann es eben schon aus biologischer Sicht mit dem Kinderkriegen nicht geben.

  • 12. Februar 2010 um 07:33
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    Die Sache ist aber nun mal die, daß zunächt die Frau das Kind im Bauch trägt und somit die Entscheidung bei der Frau liegt, was mit dem Kind geschieht. Da können wir uns drehen und wenden und darüber diskutieren, bis wir schwarz werden, die Sache wird sich nicht ändern selbst wenn Du das nicht einsehen magst. Ich kann schon nachvollziehen, daß es Dir lediglich um vollkommene Gleichberechtigung geht aber die kann es eben schon aus biologischer Sicht mit dem Kinderkriegen nicht geben.

    Ja, die Frau hat das Kind im Bauch. Allein diese Tatsache sollte ihr aber nicht völlig autonome Handlungsfreiheit über die Interessen des Mannes geben. Das ein werdender Vater, der gar nicht Vater werden möchte, über Jahrzehnte hinaus Geld ranzuschleppen hat, und diese Pflicht bei Weigerung sogar Pfändung, und Gefängisstrafen (§170 StGB) durchgesetzt wird, wird dabei völlig unterschlagen. Er hat mal eben einige hunderttausend Euro für Mutter und Kind ranzuschleppen und dafür jeden noch so miesen, dreckigen, körperlich anstrengenden, ggf. sogar lebenszeitverkürzenden Job anzunehmen. Die alleinige Entscheidung der Mutter greift in massiver Weise in das Leben eines ungewollt werdenden Vaters ein. Wer alleinige Entscheidungsgewalt beansprucht, sollte auch allein verantwortlich sein für seine Entscheidung.
    Und während für ungewollt werdende Mütter Hilfsangebote in Hülle und Fülle zur Verfügung stehen, dürfen sich ungewollt werdende Väter von Dir in Deinem Blogbeitrag mit Häme übergiessen lassen.
    Dabei ist die Lösung ganz einfach: Jede werdende Mutter hat den werdenden Vater binnen 8 Wochen über eine mögliche Schwangerschaft zu informieren. Der Vater hat nun 4 Wochen Zeit die Vaterschaft anzuernkennen oder nicht. Erkennt er die Vaterschaft nicht an, sollte er keinerlei rechtiche oder finanzielle Pflichten haben.
    http://knol.google.com/k/zwangsvaterschaft#

    • 12. Februar 2010 um 08:08
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      So langsam fängt es an zu nerven. Dein Feindbild Frau ist allgegenwärtig und mich zu beschuldigen, ich würde Häme versprühen über ALLE Männer ist einfach nur Deine hinrissige Unterstellung und völlig absurd denn Du hast den Hintergrund meines Artikels weder richtig gelesen noch verstanden. Also hör auf, auf die Frauen zu klopfen. Wenn Du nicht einsehen kannst und willst, daß es ist, wie es ist und sich nie ändern wird dann tust Du mir leid.

      Ein paar Anmerkungen zu Deinem geposteten Link :

      Der Artikel den Du hier anführst ist Inhaltlich so flach und schnöde Propaganda, daß ich echt darüber lachen muß :
      „Über die Anzahl untergeschobener Kinder gibt es keine veröffentlichten Zahlen. Ein Indikator für die Größen-ordnung ist die Anzahl alleinerziehender Mütter“. Ja ne ist klar, Mütter werden ja auch NIE sitzengelassen. Frauen sind ja auch von Geburt an böse und nur daran interessiert, Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen

      „Sie sagen, „Es gibt einfache Verhütungsmöglichkeiten, die ein Mann anwenden kann.“ Tatsächlich gibt es als Verhütungsmittel für den Mann nur das Kondom. Kondome bieten aber keinen sicheren Schutz bei Frauen, die sich mit krimineller Energie….“ Ein weiterer Abriß aus dem Artikel vom Link. Dem Verfasser wird bescheinigt, daß er gut recherchiert hat. Das Kondom ist also wirklich die einzige Verhütungsmethode für den Mann. Ist ja interessant und wirklich gut recherchiert, das zeugt von Sachkenntnis. Vasektomie ist dann vermutlich die Vergewaltigung der männlichen Geschlechtsteile oder so.

      Ich habe selten einen Artikel gelesen der propagandistischer ist als der von Dir erwähnte denn einseitiger kann man ein Thema nicht betrachten.

      Weitere Rechtfertigungen wirst Du von mir keine mehr zu dem Thema bekommen.

      ES REICHT, bye bye Kritz.

  • 12. Februar 2010 um 09:40
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    @ Kritz: bei Deinem Kommentar fehlen mir auch so langsam die Worte und das Verständnis.
    Du hast Alex Artikel, respektive seine Geschichte und eigenen Erfahrungen überhaupt nicht verstanden.

    Zu Deinem geschriebenen:
    „Mann“ sollte in der heutigen Zeit soviel Geist haben, wenn er mit unbekannten Frauen schläft, ein Kondom zu benutzen, genauso sollte „Frau“ in der heutigen Zeit darauf bestehen, es gibt HIV… und somit wird „Mann“ nicht ungewollt Vater und braucht sich keine Gedanken zu machen, krank zu werden, mit der Krankheit gilt ebenso für „Frau“. Zudem gibt es noch andere Krankheiten die sich Mann und/oder Frau einfangen könnten. Und wenn „Mann“ in einer festen Partnerschaft ist und alles stimmt, entscheidet man sich Beide eh fürs Kind…

    Wenn „Mann“ einige hundertausend Euros für Frau und Kind anschleppen muss, so wie Du schreibst, dann verdient „Mann“ auch viele hunderttausend Euros…
    Wenn man ein Kind in die Welt setzt, gewollt oder ungewollt, kostet ein Kind Geld, das weis man vorher. Wenn Mann seinen Spaß haben will, aber nicht verhütet für sich selber, dann ist er selber schuld, jeder Mann hat es selbst in der Hand 😉

    Wenn Du so ein Gesetz brauchst, dann musst Du Dich an die Gesetzgeber wenden…und nicht Leute und schon gar nicht Alex, der eine sehr vernünftige Lösung gefunden hat für sich und seine Frau, runtermachen wollen. Wo ist Dein Problem mit dem Artikel, der Vasektomie, um die es hier eigentlich geht? Hier geht es nicht um die bösen Frauen die jedem Kerl ein Kind andrehen und abkassieren, so wie Du es hinstellst.

  • 12. Februar 2010 um 19:32
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    Dein Feindbild Frau ist allgegenwärtig und mich zu beschuldigen, ich würde Häme versprühen über ALLE Männer ist einfach nur Deine hinrissige Unterstellung

    Stimmt, so eine Beschuldigung wäre wirklich hirnrissig. Und das habe ich auch gar nicht getan, lies doch mal richtig: „dürfen sich ungewollt werdende Väter von Dir in Deinem Blogbeitrag mit Häme übergiessen lassen“ Von allen Männern steht da überhaupt nix, nur von ungewollt werdenden Vätern . Warum also unterstellst Du mir etwas, was ich nirgends geschrieben habe?

    Gegen Frauen habe ich überhaupt nichts, ich sehe nur nicht ein, daß Frauen zur alleinigen Hüterin über die Elternschaft des Mannes auserkoren werden, und Männer die Entscheidung der Frau rechtlos zu akzeptieren haben. Wie bereits geschrieben, sollten Männer auch wie Frauen nach einer Zeugung die Wahl haben ihre Elternschaft anzuerkennen oder abzulehnen, so einfach ist das. Warum Du damit ein Problem hast, hast Du bisher nicht konkret dargestellt. Warum ist es so schwierig ein Recht für sich in Anspruch zu nehmen, welches Frauen seit Jahrzehnten wie selbstverständlich nutzen, nämlich die Entscheidung Elternschaft ja/nein nach einer Zeugung?

    @ nadine:

    “Mann” sollte in der heutigen Zeit soviel Geist haben, wenn er mit unbekannten Frauen schläft, ein Kondom zu benutzen, genauso sollte “Frau” in der heutigen Zeit darauf bestehen

    Dagegen wäre nichts einzuwenden, nur warum gibt es dann Abtreibungen, Pille danach oder Babyklappen? Könnte man dann ja ersatzlos abschaffen. Wenn für Männer die Zeugung gleichzusetzen ist mit Elternschaft, sollte das natürlich auch für Frauen gelten. Das hiesse dann: Schwanger=Elternschaft ohne wenn und aber. Kein „Ich überleg´s mir noch mal ob ich das Kind will“, sondern „austragen“. (abgesehen von den wenigen medizinisch oder kriminologisch indizierten Fällen)

    Wenn Mann seinen Spaß haben will, aber nicht verhütet für sich selber, dann ist er selber schuld, jeder Mann hat es selbst in der Hand

    OK, das Gleiche würde dann auch für Frauen gelten:
    „Wenn Frau ihren Spa0 haben will, aber nicht verhütet für sich selber, dann ist sie selbst schuld, jede Frau hat es selbst in der Hand“. Dein Argumentation läuft ebenfalls darauf hinaus Frauen sämtliche Optionen wie Abtreibungen, Pille danach, Babyklappe, anonyme Geburt etc. zu verweigern, sehe ich das richtig?

    Wenn Du so ein Gesetz brauchst, dann musst Du Dich an die Gesetzgeber wenden

    Das funktioniert nicht, der ist völlig ignorant gegenüber Rechten für werdende Väter.

    …und nicht Leute und schon gar nicht Alex,

    Ich wende mich an ihn, weil er hier Häme über Väter ausgießt, die keine Väter werden wollten. Was soll das? Wer gibt ihm das Recht dazu rechtlose Opfer auch noch zu verhöhnen? Anstatt dies zu tun, sollte er sich lieber dafür einsetzen, daß werdende Väter mehr Rechte bekommen, oder zumindest psychologische Hilfe erhalten, so wie ungewollt Schwangere sie auch erhalten.

    Wo ist Dein Problem mit dem Artikel, der Vasektomie, um die es hier eigentlich geht?

    MIt einer Vasektomie habe ich überhaupt kein Problem. Kann jedermann gerne machen. Erspart der Frau die Pille und dem Mann das Kondom. Ist schon praktisch, und heute minimal-invasiv durchführbar.

    Hier geht es nicht um die bösen Frauen die jedem Kerl ein Kind andrehen und abkassieren, so wie Du es hinstellst.

    Hab ich nirgends geschrieben.

    Allerdings hätte ich ein Kind nicht Kevin genannt:
    http://de.uncyclopedia.org/wiki/Kevinismus
    😉

  • 12. Februar 2010 um 19:57
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    Hallooo Kritz 😉
    Du schreibst: „Dagegen wäre nichts einzuwenden, nur warum gibt es dann Abtreibungen, Pille danach oder Babyklappen? Könnte man dann ja ersatzlos abschaffen.“
    NEIN, falsch, es gibt auch Frauen die durch Vergewaltigung z.B. schwanger werden und wenn eine Frau sich in dem Fall gegen das Kind entscheidet das Sie nicht lieben könnte, das kann ich ein Stück nachvollziehen. Oder bei ganz jungen Mädchen, was macht eine 10-14 Jährige mit einem Kind? Sie ist selber noch eins und für solche Fälle finde ich es zum Beispiel gut daß es diese Möglichkeiten gibt. Oder bei Krankheiten, bei schwersten Behinderungen, da gibt es Eltern die damit nicht klarkommen würden…

    Zu: OK, das Gleiche würde dann auch für Frauen gelten:
    “Wenn Frau ihren Spa0 haben will, aber nicht verhütet für sich selber, dann ist sie selbst schuld, jede Frau hat es selbst in der Hand”. Dein Argumentation läuft ebenfalls darauf hinaus Frauen sämtliche Optionen wie Abtreibungen, Pille danach, Babyklappe, anonyme Geburt etc. zu verweigern, sehe ich das richtig?“

    NEIN, es gibt nicht nur Engel unter den Frauen und es gibt Frauen die sich bewusst einen Mann nur nehmen damit er denen ein Kind zeugt und sie auf dem Sofa liegen bleiben können, sowas heisse ich absolut nicht gut, im Gegenteil. NUR hier fehlt dann die Seite vom Gesetz.

    Zu: „Ich wende mich an ihn, weil er hier Häme über Väter ausgießt, die keine Väter werden wollten. Was soll das? Wer gibt ihm das Recht dazu rechtlose Opfer auch noch zu verhöhnen? Anstatt dies zu tun, sollte er sich lieber dafür einsetzen, daß werdende Väter mehr Rechte bekommen, oder zumindest psychologische Hilfe erhalten, so wie ungewollt Schwangere sie auch erhalten.“

    So wie Du das interpretierst, so haben es viele Männer nicht getan also Leser, das weis ich von den Mails die Alex zu dem Thema bekam…. Er will keinen verhöhnen, sondern lediglich darauf hinstossen daß es ja auch einen einfachen Weg gibt, damit man keine ungewollten Kinder rumlaufen hat und dafür zahlen muss. Zudem gehts ihm auch zum „Wohl der Frau“ dabei. Ich denke nicht daß Alex sich dafür einsetzen wird, mehr Rechte für Väter zu bekommen, er ist glücklich verheiratet, hat 2 Jungs… Und psychologische Hilfe, die kann man sich selber organisieren, das weis ich, da ich nach einem schweren Unfall 2007 auch Hilfe brauchte…

    Ich finde den Namen „Kevin“ schön, mich interessiert nicht was ein Name Bedeutet oder welchen Ruf er hat. Wie ein Kind später wird, das hat viel mit der Erziehung zu tun, so wei ein Kind aufwächst. Und späterer Erfolg hat mit dem Lernen in der Schule zu tun und so weiter… Ich denke wohl als Luxemburgerin eh noch ein bißchen anders, ich bin zwar schon fast 12 Jahre in Deutschland, aber seine Wurzeln, respektive die Mentalität mit der man aufgewachsen ist und was man vermittelt bekam, legt man nie ganz ab 😉

    • 12. Februar 2010 um 20:20
      Permalink

      Eigentlich wollte ich mich gar nicht mehr dazu äussern was Du lieber Kritz sagst, rechtfertigen tue ich mich ohnehin nicht, aber es juckt mich nun doch in den Fingern. Nur noch eine Anmerkung zu etwas von Dir :

      „Ich wende mich an ihn, weil er hier Häme über Väter ausgießt, die keine Väter werden wollten. Was soll das? Wer gibt ihm das Recht dazu rechtlose Opfer auch noch zu verhöhnen? Anstatt dies zu tun, sollte er sich lieber dafür einsetzen, daß werdende Väter mehr Rechte bekommen, oder zumindest psychologische Hilfe erhalten, so wie ungewollt Schwangere sie auch erhalten.”

      Väter, die Kinder untergeschoben bekommen weil es die Frau darauf angelegt hat, das ist eine Sache. Aber hier noch mal den Abriß, was ich in meinem Artikel geschrieben habe um es Dir ins Gedächtnis zu rufen :

      „Speziell möchte ich die Männer ansprechen, die immer noch der Meinung sind, Verhütung wäre Frauensache. Genau diese Männer sind es dann letzten Endes, die sich aufregen oder wundern, wenn Frauen plötzlich mit Unterhaltsforderungen anklopfen. Was habe ich schon herzlich gelacht über sich aufregende Männer, die auf gut Deutsch alles flachlegen, was bei 3 nicht auf dem Baum ist und die sich dann hinterher wundern und mächtig aufregen. Mal ganz abgesehen, von den bekannten Krankheiten, die man sich holen kann, wenn man sein Würstchen überall reinhängen lässt.“

      Häme ? Ansichtssache. Beziehen tut sich das vor allem auf die Männer die Du immer in Talkshows bewundern kannst. So nach dem Motto, entschuldgt den Originalton „Man Alter, ich hab die Alte flachgelegt, habs der so richtig besorgt. Schleierhaft, wie die dabei dick werden konnte. Hatte doch auch ihren Spaß und jetzt will die Alte auch noch Kohle von mir sehen. Was habe ich bloß falsch gemacht Alter ?“ Eben genau die Art Männer von der Sorte Bezirksbefruchter die ihr Würstchen überall reinhängen lassen wie in einen Senftopf. Daß Du dabei den eigentlichen Inhalt meines Artikels, die Vasektomie, die Märchen die sich darum ranken und die Vorurteile mancher Männer, völlig vergisst oder außen vor lässt ist mir schleierhaft. Du kämpfst für Dein Ziel, das ist Dein Recht, aber wenn Du mich schon kritisierst solltest Du meinen Artikel auch verstanden haben und nicht mir Häme gegen ALLE ungewollten Väter unterstellen denn meine „Häme“ wie Du es bezeichnest bezieht sich in der Tat nur auf die Männer, wie ich diese oben im Originalton beschrieben habe. Diese Art Männer hat es nicht anders verdient. Dafür kannst Du mich kritisieren, beschimpfen, hassen, wie auch immer, aber glaube mir, diese von mir erwähnten Bezirksbefruchter ernten von mir nicht einen Funken Mittleid oder gar Respekt.

  • 12. Februar 2010 um 21:14
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    @ nadine:

    NEIN, falsch, es gibt auch Frauen die durch Vergewaltigung z.B. schwanger werden und wenn eine Frau sich in dem Fall gegen das Kind entscheidet das Sie nicht lieben könnte, das kann ich ein Stück nachvollziehen. Oder bei ganz jungen Mädchen, was macht eine 10-14 Jährige mit einem Kind? Sie ist selber noch eins und für solche Fälle finde ich es zum Beispiel gut daß es diese Möglichkeiten gibt. Oder bei Krankheiten, bei schwersten Behinderungen, da gibt es Eltern die damit nicht klarkommen würden

    All diese Fälle treffen auch auf werdende Väter zu. Was ist z.B. mit einem 13-jährigen der Vater wird?

    Übrigens:Selbst ein minderjähriger Junge, der von einer erwachsenen Frau vergewaltigt wurde, und damit auch Vater wurde, hat ohne Ausnahme Unterhalt ranzuschleppen, sobald er seien 18. Geburtstag hat. Da gbt es keinerlei Interessensausgleich oder ähnliches, er ist ganz normal unterhaltspflichtig für das Kind, und sogar für die Frau die ihn vergewaltigt hat. Höchstrichterlich bestätigt.

    … sondern lediglich darauf hinstossen daß es ja auch einen einfachen Weg gibt, damit man keine ungewollten Kinder rumlaufen hat und dafür zahlen muss

    Auch für Frauen gibt es vorab einen einfachen Weg keine ungewollten Kinder zu bekommen, und zwar ein beliebiges Verhütungsmittel, z.B. die Pille.
    Es gibt 2 Möglichkeiten hier Gerechtigkeit für beide Elternteile herzustellen:
    Entweder müssen beide mit den Folgen von unerwünschter Schwangerschaft/Zeugung leben, das würde die Abschaffung von PIlle danach, Babyklappe, anonymer Geburt und Abtreibung bedeuten.
    Oder aber man erlaubt die o.g. Möglichkeiten weiterhin für werdende Mütter, und gewährt auch dem werdenden Vater die Möglichkeit seine Elternschaft abzulehnen.
    So wie es jedoch heute läuft, ist es nichts anderes wie eine richtig miese Diskriminierung von werdenden Vätern, die sehr, sehr tief in das Leben eingreift, während ungewollt schwangeren Frauen eine Vielzahl von Hilfsangeboten offen steht, mit der sie sich ihrer Elternschaft mehr oder weniger folgenlos entledigen können. Solange Frauen diese Möglichkeiten offen stehen, sehe ich keinen Grund Männern nicht auch Möglichkeiten zu schaffen sich einer ungewollten Elternschaft zu entziehen.

    Und psychologische Hilfe, die kann man sich selber organisieren,

    Gilt das auch für Frauen? Demnach müßte man ja dann auch psychologische Hilfe für ungewollt schwangere Frauen abschaffen können?

    • 12. Februar 2010 um 21:33
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      Ganz egal wie Du es drehst und wendest oder von welcher Seite Du es betrachtest, es wird letztenendes fast immer auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und das sind letztenendes die eigentlichen Leidtragenden. Nicht Mann oder Frau sondern vor allem das Kind oder die Kinder.

  • 12. Februar 2010 um 21:32
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    aber wenn Du mich schon kritisierst solltest Du meinen Artikel auch verstanden haben und nicht mir Häme gegen ALLE ungewollten Väter unterstellen

    Auch das habe ich nicht gemacht, warum zitierst Du mich wieder falsch? Ich schrieb von „ungewollten Vätern“ nicht von „ALLEN ungewollten Vätern“.
    Dir geht es um einen Teil diese ungwollten Väter, die „Bezirksbesamer“ , die ungeschützt in der Gegend rumf!cken was das Zeug hält. OK, kann ich soweit verstehen, das muss wirklich nicht sein.
    Trotzdem muss ich dann aber auch die andere Seite sehen, nämlich die billigen Sch!ampen, die sich von jedem hergelaufenen Bezirksbesamer besteigen lassen, ohne Verhütung. Diese o.g. Damen haben, im Gegensatz zu den o.g. Herren die volle Wahlfreiheit ob sie nach der Zeugung Elternteil werden wollen oder nicht. Warum? Mit gutem Recht könnte man jetzt auch sagen:
    „Du hast es mit jedem x-beliebigen Typen getrieben und bist jetzt ungewollt schwanger geworden. Bitte Verantwortung übernehmen und das KInd austragen, es gibt für Dich keine andere Möglichkeit“

  • 12. Februar 2010 um 21:44
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    @ Kritz: sicher, mit dem 13 jährigen Jungen, in dem Fall gebe ich Dir Recht, das ist schon mehr als unmenchlich so einen Jungen dann zu verdonnern daß er zahlt.

    In dem anderen kommen „wir“ nicht auf einen gemeinsamen Nenner 😉 Jedem das Seine und jedem seine Meinung. Du hast Deine, ich meine! Ist auch gut so, das Leben wäre öde wenn alle gleich ticken würden.

    Wenn „ich“ kein Kind will, bekomme ich auch keins. Ich wollte 2 Kinder zusammen mit meinem Mann der die beiden ebenfalls wollte, gemeinsame Entscheidung und wir haben 2 Kinder und ein 3tes wird es definitv nicht geben bei uns, da er die Vasektomie durchgeführt hat, wofür ich ihm sehr dankbar bin…

    Zu Alex: doch für ihn gibt es eine andere Lösung, die heisst Verhütung….also in jungen Jahren 😉 Heute hat er das ja nicht mehr nötig und hat Ruhe 😉

    ZU: Gilt das auch für Frauen? Demnach müßte man ja dann auch psychologische Hilfe für ungewollt schwangere Frauen abschaffen können?
    JA, jeder Mensch kann psychologische Hilfe bei egal welchem Problem in Anspruch nehmen, frag Deine Krankenkasse 😉

  • 12. Februar 2010 um 22:48
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    @ nadine
    @ alex

    Ihr habt dargelegt, dass eurer Meinung nach nur die Mutter nach einer Zeugung ihre Elternschaft ablehnen können soll. Einen Grund, nur einen einzigen, warum das für Väter nicht auch gelten sollte, habt ihr jedoch nicht genannt…

    Und @alex, Du schriebst, dass es Dir um die Kinder geht. Andererseits bist Du der Meinung nur Mütter sollten das Recht haben ihre Elternschaft abzulehnen. Merkst Du nicht, dass genau diese Einstellung haufenweise ungewollte Kinder produziert? Kinder die alleinerziehend aufwachsen, weil Mama nur einen Besamer suchte? Kinder die vaterlos aufwachsen, weil der „Erzeuger“ nur ungeschützten Sex wollte? Kinder die allein wegen des Unterhalts gezeugt wurden? Kinder bei dem sich der Vater aus dem Staub macht, und keinen Unerhalt zahlt, weil er diese Kinder gar nicht wollte? Kinder, die nur geboren wurden weil eine Frau den Partner an sich binden wollte?
    All diese Folgen (und noch viele mehr) sind kausale Ursache dieser von Dir verteidigten Regelung nachder nur eine werdende Mutter ihre Elternschaft nach einer Zeugung annehmen oder ablehnen kann.
    Müsste eine Mutter jedoch damit rechnen, dass der Partner nach einer Zeugung die Elternschaft ablehnt, würden viel mehr Wunschkinder geboren, mit Eltern die ihren Kindern stehen.

    • 12. Februar 2010 um 23:10
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      Sorry aber Deine maskulistische Einstellung kotzt mich langsam ganz gewaltig an. Dir ging es bisher nie wirklich um das eigentliche Thema meines Artikels sondern vielmehr darum maskulistisches Gedankengut, was in meinen Augen propagandistischer und dümmer nicht sein könnte, zu verbreiten. Falls Du in Deinem Umfeld auch von normal denkenden Menschen umgeben sein solltest, sind diese echt zu bedauern, wenn sie sich immer und immer wieder solch eine Propaganda reinziehen müssen. Damit schafft man sich nicht gerade Freunde und auch hier gilt der Grundsatz „Wer den Wind säht, wird den Sturm ernten“. Du solltest echt in die Politik gehen denn dort sind Leute immer angesagt, die zweifelhaftes Gedankengut verbreiten.

  • 12. Februar 2010 um 23:10
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    Ja klar muss die Frau entscheiden, die Frau trägt das Kind 9 Monate in ihrem Körper, was das heisst, bei schweren Schwangerschaften, Risikoschwangerschaften, da kannst Du nicht mitreden und so wie Du das wünschst, dann dürfte die Frau nicht NEIN sagen zum Kind obwohl sie oder ihr Körper die Schwangerschaft nicht schafft…

    Wenn man kein Kind will, setzt man kein Kind in die Welt und man zeugt dann vor allem als Mann kein Kind. Ein Päckchen Kondome sind billiger als Alimente.

    Es gibt auch Paare die gewollt ein Kind haben und sich nach Jahren trennen weil es nicht mehr funktioniert, was soll man mit denen Kindern dann machen? Das kannst Du auch täglich in den Talkshows sehen, wo sie dann nach 10 Jahren zweifeln daß sie der Vater sind nur weil sie danach eine neue Partnerschaft angefangen haben und das Geld knapp wird. Was soll dann mit den Kindern erst passieren? Wenn Du so anfängst… Väter können sich nach Jahren noch aus dem Staub machen… das Argument zählt nicht. Man hat nie eine Garantie und zu 99 Prozent liegt es immer an den Frauen die Kinder zu erziehen und sich immer und ewig zu kümmern. Es gibt nicht viele alleinerziehende Väter und die es gibt, vor denen ziehe ich meinen Hut!

    Mit einem Kind kann man keinen Partner an sich binden, wer klar denken kann, dem leuchtet das wohl auch vorher ein…

    Die bösen Frauen 😉 Ohne Sperma wird kein Kind gezeugt und der Spender muss wollen… wenn der nicht will verhütet er und fertig. Tut er es nicht, weil der Verstand da auch steht, tja dumm gelaufen wenn er dann bei einer Fremden den goldenen Schuss landet…

    Du hast Deine Einstellung und Deine Wünsche, dann lass den Anderen Ihre auch.

    Bekomm Du ein Kind, trage es aus, fühle es und leide dabei, dann reden/schreiben wir weiter…

  • 12. Februar 2010 um 23:29
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    Eines muß ich noch nachschieben mein lieber Kritz, Du hast ja geschrieben, daß Du ein Kind hast, ein Wunschkind. In der Erziehung geht es unter anderem darum, Werte zu vermitteln, wobei die Werte aber niemals auf Vorurteilen beruhen dürfen. Da Du aber so außerordentlich maskulistisch geprägt bist, kann ich mir schon bildlich vorstellen, welche Werte Du Deinem Kind vermittelst. Das Kind wächst mit Vorurteilen auf und ist gezeichnet fürs Leben. Du beschreibst die ganzen armen Männer die ungewollt Vater werden und verurteilst Frauen dafür für die von Dir angeführten Gründe. Dann musst Du Dir auch gefallen lassen wenn ich sage ich verurteile Dich dafür, was Du Deinem Kind mit Deiner Einstellung antust. Ein Therapeut wird beim Kind mal ganze Arbeit leisten müssen zur Schadensbegrenzung. Die gleiche Ansicht habe ich im Übrigen bei Kindern, die in Familien aus den linken und rechten Szene aufwachsen. Auch hier ist die Erziehung oft genug von Vorurteilen geprägt.

    Also pack Dich, hier wirst Du keine weitere Plattform für Deine Maskulisten-Parolen mehr bekommen.

  • 8. Mai 2010 um 00:07
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    wo bleiben die argumente?? nur stumpes bei seiner meinung bleiben…
    ich find es einleuchtend und überzeugend… väter werden vielleicht noch gefragt ob sie die vaterschaft anerkennen wollen oder nicht… ums zahlen kommen se nicht drum rum… das des mit der verhütung nur theorie ist blickt ihr auch net wirklich… mal davon abgesehen das es auch pillenkinder gibt oder eben wo es schief ging mit der verhütung… da war ja nicht nur der wille zur verhütung da… als vater hat man keine möglichkeit nein zum kind zu sagen… genauso hat man als mann aber auch nicht die möglichkeit zu sagen ich will das kind, wenn die frau abtreiben will… „als mann kann man ja auch nicht nachvollziehen wie schwer es ist oder sein kann schwanger zu sein“ find ich da kein argument! das ist eher eine traurige tatsache…
    was den unterhalt angeht… es ist egal was du verdienst… klar ist es mehr was mann zahlen muss wenn man mehr verdient aber selbst wenn mann wenig verdient aber halt über der selbstbehaltgrenze liegt und dann arbeitslos wird und unter besagte grenze kommt hilft es da nicht… es ist zu zahlen und mann kommt nicht drum rum…
    weiterhin interessiert es auch nicht wenn man weitere kinder in einer neuen partnerschaft hat… sich etwas aufbauen was familie heisst ist alles andere als einfach sobald mann unterhaltszahler ist…

    kann hier eigentlich nur kritz zustimmen und mich ihm anschliessen… bin voll überzeugt von seinen argumenten… hätte mir gewünscht das vielleicht auch gegenargumente kommen aber man kann nicht alles haben…

    • 8. Mai 2010 um 09:33
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      Ui und schon kommt der nächste Maskulist aus seinem Loch gekrochen. Homer, lass deinen geistigen Dünnschiß bei der Männerpartei ab und verschon uns hier mit deinem kranken Gedankengut. Schon Keitz hat so dahergesabbert wie du. Euer Gedankengut interessiert nur eine verschwindend geringe Minderheit. Das Thema des Artikels ist Vasektomie aber anscheinend seid ihr Maskulisten sogar noch zu blöd um unfallfrei zu lesen und das Thema eines Artikels zu erfassen. Also kriech zurück in dein Loch wo du hergekommen bist. Weitere Kommentare kannst du dir schenken, die landen direkt im Spam.

  • 29. Mai 2010 um 03:38
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    Wurde gerade von der Software fälschlichweise des Doppelposts bezichtigt, daher mein Kommentar erst nach diesem Vorsatz:

    Ein höchst wichtiges Thema, das leider in einen m. E. wenig förderlichen Grabenkampf der Geschlechter ausgeartet ist. So gut ich das Ressentiment der „Maskulisten“ verstehen kann, es hilft nicht weiter. Ich möchte mich daher bei meinen Ausführungen aus männlicher Sicht näher an die Themen „Vasektomie“ und „männliche Verantwortung für Verhütung“ halten:

    Ich bin 25 Jahre alt und suche seit drei Jahren nach einem Arzt, der bereit ist, besagten Eingriff bei mir vorzunehmen — bisher ohne Erfolg. Freilich kann ich verstehen, dass die betreffenden Ärzte nur ungern die Verantwortung für eine derart irreversible Operation bei einem aus ihrer Sicht so jungen Patienten übernehmen möchten. Andererseits ist das entstehen eine Kindes nicht weniger irreversibel — und aufgrund der bereits zu Sprache gebrachten „biologischen Aspekte“ für Männer eben noch weniger als für Frauen.

    Damit bleibt jungen Männern als Alternative nur das Kondom, das aber meiner Erfahrung auch bei Frauen nicht auf mehr Liebe stößt als bei Männern. Auch empfinde ich den ewigen Vorwurf, Männer würden sich nicht um Verhütung kümmern, als etwas unaufrichtig (Man wird damit schon als Junge in der Schule traktiert). Ich kann zwar nur aus persönlicher Erfahrung sprechen, doch hat diese mir gezeigt, dass Frauen es durchaus nicht schätzen, wenn man sich als Mann allzu sehr in die Verhütungsfragen einmischt: Ich habe es in meinen Beziehungen meist nur gegen allerhand Widerstand durchsetzen können, mich an den Kosten für die (hormonelle) Verhütung beteiligen, weil ich damit den Anspruch verband, dass damit verantwortungsvoll umgegangen wird. Ich habe vor jedem Beischlaf sichergestellt, dass die Pille nicht vergessen worden war (wobei das ja nachher auch noch passieren kann). Dieses teilweise als „paranoid“ empfundene Verhalten meinerseits lag aber eben in der Angst begründet, auf welche die beiden Vorkritiker schon hingewiesen haben: werdende Väter sind ihrem Schicksal sehr viel hoffnungsloser ausgeliefert als werdende Mütter.

    Damit hier kein falsches Bild entsteht: Weder bin ich ein ungewolltes Kind, noch habe ich eines. Es ist nur eben so, dass ich aus prinzipiellen Gründen keine Kindern will (mit Geld hat das weniger zu tun). Freilich wäre es da nur konsequent, dass ich dann auch dafür Sorge trage, dass keines entsteht, und nicht die Frauen (die dem oft gar nicht so abgeneigt waren). Als (jungem Mann) wird einem allerdings die nötige Reife abgesprochen, über die eigene Familienplanung negativ zu entscheiden (positiv pikanterweise anders: 25jährige Väter/Mütter schocken in der Regel niemanden).

    In diesem Sinne möchte ich Dich, Alex, ausdrücklich in Deinem Insider-Statement zum Thema Vasektomie unterstützen, und bekräftigend hinzufügen: Männer sollten sich nicht nur zur Entlastung der Frau von der Pille sterilisieren lassen, sondern auch in im Sinne ihrer Selbstbestimmung in Fragen der Fortpflanzung, sofern sie keine (weiteren) Kinder wollen.

  • 30. Mai 2010 um 12:33
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    @Eusebius: Da du keine Kinder willst finde ich es sehr verantwortungsvoll, daß du dir Gedanken darüber machst, wie man dies also verhindern kann. Sei dir sicher, daß du einen Urologen finden wirst, der bereit ist, den Eingriff durchzuführen. Der Eingriff ist abgesehen davon nicht irreversibel sondern kann unter bestimmten Vorraussetzungen rückgängig gemacht werden. Sicher gibt es auch hier keine Erfolgsgarantie aber die gibt es ja auch bei der Vasektomie selber nicht.

  • Pingback: Das Tabuthema beim Mann

  • 22. Juli 2010 um 07:17
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    Jetzt muß ich hier auch nochmal Eusebius, Homer und Kritz unterstützen. Denn das „Recht“ in Deutschland geht tatsächlich nur von den armen schützenswerten Frauen aus. Dass ein Vater Verantwortung für seine Kinder übernehmen muß steht ausser Frage. Vater sein bedeutet für mich jedoch sich zu Beginn oder vor der Schwangerschaft für das Kind entschieden zu haben.
    Dies kann jedoch nicht jeder. Viele Männer können einfach keine Verantwortung für ein Kind übernehmen. Da jetzt einfach zu sagen: „Hättest halt besser aufpassen müssen“ ist doch wohl mehr als nur brutal und zynisch. Vor allem da eine Vasektomie bei unter dreißigjährigen kinderlosen Männern grundsätzlich nicht durchgeführt wird und Kondom oder Pille offensichtlich nicht so effektiv sind wie immer gesagt wird.
    Wenn die Verhütungsmethoden so sicher wären, bräuchte man keinen §218a Absatz 2 StGB, der den Schwangerschaftsabbruch für den Fall straffrei stellt, dass „der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.“
    Der Fall, dass die Schwangerschaft durch ein Verbrechen entstand wird extra unter Absatz 3 behandelt.
    In Absatz 2 wird also ausdrücklich von der Gefahr seelischer Probleme der Frau durch die Schwangerschaft gesprochen. Kann ein Mann etwa durch eine ungewollte Vaterschaft keine seelischen Beeinträchtigungen erleiden?
    Warum wird hier so unterschieden? Weil die Frau das Kind austrägt? Weil gemeinhin angenommen wird, Männer seien gefühlskalte triebgesteuerte Wesen, die den Frauen einfach sagen: „Ich will das Kind nicht, mach es weg?“
    DAS ist wieder eine typisch feministische Betrachtungsweise und Verallgemeinerung. Ebenso wie immer gesagt wird, die bösen Männer gehen alle fremd, während Frauen überwiegend treu sind.
    Ich denke kaum, dass sich etwas zum Negativen ändern würde, würde man den Männern ebenso einen Ausweg aus der Notlage einer ungewollten Vaterschaft bieten, wie den Frauen. Würde man wirklich einführen, dass der Mann zu Beginn der Schwangerschaft die Vaterschaft annehmen muß, um Rechte und Pflichten daraus zu erhalten, so würde ja auch nur ein kleiner Teil der Männer die Möglichkeit nutzen sich „davon zu machen“. Nämlich genau der Teil, der wirklich kein guter Vater wäre und den das Kind sicher nicht vermisst.
    Durch eine solche Regelung würde sich ja auch nichts daran ändern, dass VÄTER für ihre Kinder sorgen müssen. Einmal die Vaterschaft angenommen gibt es kein Zurück mehr und das heutige Unterhaltsrecht kommt voll zum Tragen.
    Ich wage mal zu behaupten, dass die Zahl „ungewollter“ Schwangerschaften dadurch erheblich reduziert werden würde.

    Nein, leider wird es wohl noch sehr lange so bleiben, dass ein Vater grundsätzlich alle Pflichten einer Vaterschaft übernehmen muß, während er um die Rechte jahrelang kämpfen muß. Unabhängig davon, ob er verhütet hat oder nicht. Und das Schlimmste daran ist ja noch, dass man die Entscheidung sich durch eine Vasektomie grundsätzlich davor zu schützen erst umsetzen kann, wenn es bereits zu spät ist oder man über Dreißig ist. Das übersehen diese „zum Sex gehören immer zwei“ oder „wer vögeln kann muß mit den Folgen klarkommen“ Spacken immer.
    Denkt wirklich mal darüber nach, warum es den $218a gibt! Denn auch Frauen können verhüten und entscheiden mit wem sie ins Bett gehen. Auch Frauen wissen was beim Sex passieren kann. Auch Frauen können sich sterilisieren lassen. Es gibt ja wohl niemanden mehr der meint Frauen seien im Bereich Sexualität schwächer als Männer und müssten demnach besonders geschützt werden, oder?

    • 23. Juli 2010 um 10:36
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      @Luke: Von meiner Seite aus wird es keine weiteren Anmerkungen mehr geben zu dem Thema ausser : Nimm es hin wie es ist oder hör auf zu vögeln 🙂 Sowohl Homer, Kritz als auc Eusebius sind nicht mal im Ansatz auf den Artikel eingegangen sondern es lag ihnen nur daran, hier ihr krankes maskulistisches Gedankengut zu propagieren und du gehst selber auch gerade mal ansatzweise auf die Vasektomie ein, um die es mir in meinem Artikel geht.

      Ich bleibe bei meiner Meinung. So wie unsere Gesetze sind in diesem Fall bei Schwangerschaften ist es für mich völlig okay und wenn ein Mann damit nicht klar kommt sollte er eben das Vögeln sein lassen.

  • 31. Oktober 2010 um 21:37
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    Ist doch schön, dass Kritzens etc. Mamas sich damals schwer überlegt haben, dass ihre Ungeborenen ein Recht auf Leben haben. So haben wir alle das ausgesprochene Vergnügen, uns mit deren Hirnlosigkeit, Egoismus und Streithammeligkeit rumzuschlagen und ihnen herzlich für die Gelegenheit zur Schulung des eigenen Charakters zu sorgen. Perlen der Menschheit sind unter ihren Steinen herausgekrochen!

    Servus, V-Ironika aus Minga

  • 12. Juni 2011 um 20:03
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    Tut mir leid, aber dieser Argumentation kann ich mich nicht anschließen! Ich als Mann werde mich NIEMALS vasektomieren lassen! Ich will immer zeugungsfähig bleiben, weil es einfach zu meinem männlichen Selbstverständnis dazugehört! Ich hätte anderenfalls extremste psychische Probleme damit. Eine Sterilisation kommt nur in meinen schlimmsten Alpträumen vor.

    Auch physisch ist die Vasektomie keineswegs harmlos, wie bereits im ersten Kommentar zur Internetseite Vasektomiegeschädigter Männer aufgeführt wurde. Auf die medizinische Fachliteratur die sich mit den teils massiven Nebenwirkungen wie chronischen Schmerzen u.ä. auseinandersetzt will ich hier nicht weiter eingehen.

    Für mich steht fest: Die Frau hat soviele Möglichkeiten zu verhüten, so dass ich mich NIE dieser „Entmannung“ unterziehen werde!
    Ich bin aber auch gleichzeitig absolut bereit mich um meine Kinder mit aller Fürsorge zu kümmern und fliehe nicht aus meiner väterlichen Verantwortung!!!

    • 18. Juni 2011 um 14:08
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      Genau aus diesen Gründen heisst der Artikel auch Märchen… da man sehr oft von „Entmannung“ liest was auf der einen Seite medizinisch völliger Quatsch ist und auf der anderen Seite einfach dummes Geschwätz.

      Aus meiner Sicht kann ich dich beruhigen, ich selber bin weder entmannt, noch habe ich psychische Probleme, noch traten irgendwelche Nebenwirkungen auf oder dergleichen.

      Zu deinem männlichen Selbstverständnis gehört es dann wohl auch, daß die Frauen auch heute noch mit der Keule erlegt werden wie in der Steinzeit 🙂

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