Märchenwald Wolfratshausen – Puppen auf Extasy

Da wir in unserem Urlaub unserem Sohnemann so richtig etwas bieten wollten, war es naheliegend, daß wir mit ihm auch in den Märchenwald nach Wolfratshausen fahren. Von der Entfernung her passte es und so machten wir uns an einem schönen aber etwas kühlen Tag auf, den Märchenwald mit ihm zu besuchen.

Die Strecke war schnell geschafft, der Eintritt bezahlt. Naja 32 Euro für uns 3 waren etwas heftig, für das was man geboten bekommt aber Freizeitparks kosten nunmal etwas und ich machte mir nicht wirklich Gedanken über den Preis, es war ja Urlaub.

Als erstes kamen wir an diversen Glaskästen vorbei wo man auf einen Knopf drücken konnte und dann je nach Kasten, ein Märchen erzählt bekam. Unterstützend dazu befanden sich in den Glaskästen auch Puppenfiguren, die für die Kinder gar lustige Bewegungen machen sollten. Im Endeffekt sahen die Puppen aber eher wie Elfen und Trolle auf Extasy oder Speed aus und die Bewegungen erinnerten an Menschen, die einen epileptischen Anfall haben. Christoph schien auch ziemlich gelangweilt davon, so kam es mir zumindest vor.

Als wir die Glaskästen endlich hinter uns gelassen hatten kamen wir in die Mitte des Parks, wo sich verschiedene Fahrattraktionen befanden. Christoph fuhr auf einem Pferd über eine Bahn und die schaukelnden Bewegungen erinnerten an ein Schiff bei Seegang. Dann fuhr er noch auf einer Wildsau wo man das Gefühl hatte, man müsse das Ding anschieben, so langsam und ruckelnd ging das.

In der Achterbahn hatte ich mit Christoph zusammen auch Spaß, zumindest bis nach der ersten Kurve denn danach war die Bahn einfach nur zum einschlafen langweilig.

Die Blumentassen sind so eine Art Karussell, welches sehr schnell dreht und die Tassen selber lassen sich über ein Rad in der Mitte noch selber drehen. Das ist eigentlich meine Welt denn ich liebe Geschwindigkeit und wenn es den Magen von der einen Seite zur anderen presst. Nunja, Christoph hat es da drin gut gefallen und ich hätte auch richtig Spaß gehabt wenn mich nicht eine fremde Frau gefragt hätte, ob ich ihren kleinen Sohn von vielleicht 3 oder 4 Jahren mit in die Bahn nehmen könnte da sie bei ihrem Baby bleiben müsse. Gesagt getan, ich nahm den Kleinen mit rein, setzte ihn hin und los ging die Fahrt. Die Bahn war derart schnell daß der kleine Knirps bereits beim Antritt der Fahrt fast einen Salto geschlagen hätte, so gab diese Bahn Gas. Also zog ich es vor, den kleinen im Arm zu halten, damit dieser die Fahrt unbeschadet übersteht. Christoph hat schallend über die Fahrt und den kleinen Jungen gelacht. Naja, so wirklich witzig fand ich das nicht, das ist für so einen kleinen Jungen echt gefährlich in so einer Bahn, wenn man den nicht festhält.

Abschließend sind wir dann noch mit einer Bahn gefahren, wo die Wagen aussahen wie Heissluftballons. Im Endeffekt genau wie bei den Blumentassen nur daß die Ballons noch wie bei einer Berg- und Talbahn hoch und runter gingen aber man konnte die Wagen eben auch mit einem Rad selber zusätzlich drehen.

Los ging die Fahrt. Diesmal hatte ich wirklich richtig Spaß. Das Teil war schnell und ich drehte den Wagenmit dem Rad in der Mitte wie ein Gaskranker. Dabei merkte ich leider nicht, daß Christoph langsam grün wurde im Gesicht und der Spaß für ihn vorbei war. Es kam wie es kommen musste, er hat sich das Frühstück nochmal durch den Kopf gehen lassen und das endete damit, daß er selber, der Wagen und auch ich vollgekotzt waren. Da war der Besuch im Park dann endgültig gelaufen und Christoph hatte genug. Jetzt war die Heimfahrt angesagt denn wir mussten uns umziehen und neue Fleecejacken kaufen, da Christoph meine und seine ja vollgereiert hatte und wir keine Ersatzfleecejacken mithatten.

Alles in allem kann ich sagen, daß man den Park nicht unbedingt gesehen haben muß denn wirklich viel wird einem da nicht geboten und die Kinder sollten deutlich jünger als 8 Jahre sein, um sich wirklich an den Märchen zu erfreuen. Und Finger weg mit Kindern an den Kotz-Bahnen sonst wird es im Zweifelsfall sehr feucht 🙂

Photo credit: Mathieu Bertrand Struck / Visual hunt / CC BY-NC-ND

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