Schloß Salem – Einen Ausflug wert

Ich war eigentlich nie ein Freund von Führungen in Schlössern und normalerweise wenn wir unterwegs sind, sind Bauwerke usw. bei mir ausschließlich von fotografischem Interesse. Gestern ist aber alles ein wenig anders gelaufen als sonst.

Da wir letzte Woche sowohl die Taufe von Kevin als auch die Kommunion von Christoph hatten, waren sowohl meine Schwiegereltern als auch der Taufpate von Christoph aus Luxemburg bei uns zu Besuch.

Nun war nicht gerade das beste Wetter und wir hatten eigentlich vor, zuerst die Klosterkirche Birnau zu besichtigen und dann weiter zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen. Schon auf der Hinfahrt nach Birnau war absehbar, daß das Wetter für die Pfahlbauten nicht mitspielen wird und wir waren kaum aus der Klosterkirche raus, da hat es angefangen zu regnen. Also waren die Pfahlbauten für diesen Tag kein Thema mehr.

So beschlossen wir, uns das Schloss Salem anzusehen. Ich kannte das Schloß selber nur von Bildern und ich habe mich vor einer Besichtigung immer gedrückt da man in den Räumlichkeiten des Schlosses selber nicht fotografieren darf und normalerweise schaue ich nichts an, wo ich keine Bilder machen darf. Aber es war ja anders als sonst denn es ging ja heute nicht um mein Hobby.

Am Schloss angekommen war schnell klar, daß man ohne Führung nur in die Schlossanlage kommt, nicht aber in die Räumlichkeiten selber. So buchten wir dann eine Führung von 1,5 Stunden und so recht wohl war mir nicht dabei denn ich befürchtete 1,5 Stunden Langeweile. Aber meine Bedenken sollten sich als unbegründet herausstellen.

Schon in der Zisterzienser-Kirche war schnell klar, um was für ein Kleinod es sich in Salem handelt. Wohin das Auge auch blickt sieht man geniale Arbeiten von Feuchtmayer. Was oft aussieht wie Marmor sind feinste Arbeiten aus Alabaster die aus kleinsten Stücken kunstvoll zusammengefügt sind und schon hier könnte man Stunden verbringen ob der Schönheit der Alabasterarbeiten.

Der Restliche Rundgang zieht sich durch alle Facetten der Stuckarbeiten und hier hat Feuchtmayer wirklich alle Register gezogen. Ich habe noch nie solch feine Arbeiten in Stuck gesehen und Feuchtmayer ist dabei sowas wie der Gott der Stuckateure. Hier kann man über ihn nachlesen.

Die Führung war viel zu schnell vorbei und ich hätte mich an dem Prunk noch unendlich satt sehen können. Es war nicht mal schlimm, daß man keine Fotos machen durfte denn die Eindrücke waren so intensiv, daß sie wohl für immer im Gedächtnis bleiben werden und ich kann nur jedem empfehlen so es sich denn einrichten lässt, sich selber einmal Schloss Salem anzusehen.

Photo credit: Harald52 / Visualhunt.com / CC BY-NC-ND

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