Antibiotikum dient als Grundlage
Glasgow (pte) – Ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung der University of Strathclyde http://www.strath.ac.uk hat eine Verbindung entdeckt, die Basis für ein neues Medikament gegen Tuberkulose sein könnte. Das Team um Geoff Coxon entwickelte das Präparat aus einem Antibiotikum. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, bis ein Medikament hergestellt werden kann, mit dem Tests an Menschen möglich sind.
An Tuberkulose sterben laut BBC jährlich rund zwei Mio. Menschen. Einige Tuberkulose-Stämme sind heute bereits gegen die gängigen Medikamente resistent. Die aktuellen Ergebnisse sind der erste große Durchbruch der Tuberculosis Drug Discovery UK (TBD-UK) http://www.tbd-uk.org.uk, einer landesweiten Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich auf die Entwicklung neuer Medikamente gegen Tuberkulose spezialisiert hat. Neben der Strathclyde University sind auch das University College London und die University of Birmingham Teil der Vereinigung.
Medikamente aus den 50er-Jahren
Tuberkulose ist laut Toxon eine sehr komplexe Krankheit, die nicht nur an sich tödlich sei, sondern auch in enger Verbindung mit HIV/Aids stehe. Eine Erkennung sei sehr schwer, genauso wie die Behandlung. “Weltweit erkranken mehr als acht Mio. Menschen an Tuberkulose. Setzten sich die aktuellen Trends fort, wird es 2020 bereits 36 Mio. Todesfälle geben, die mit dieser Krankheit in Zusammenhang stehen. Die Medikamente, die heute für die Behandlung eingesetzt werden, stammen jedoch noch aus den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts”, so der Wissenschaftler. Damit sei auch klar, wie dringend neue und wirksame Medikamente gebraucht würden.
