Wasserzusätze in der Aquaristik – Sinn und Unsinn

Grundsätzlich ist es so, daß die Hersteller für Aquaristikbedarf dem Aquarianer sehr viele Produkte an die Hand geben, die dem Aquarianer auf der einen Seite sein Hobby erleichtern und auf der anderen Seite gar erst ermöglichen.

Schaut man sich den Fachhandel an, quellen die Regale an Mittelchen und Zubehör förmlich über und jeder Hersteller preist seine Produkte an, als hätte er die Lösungen schlechthin. Selbstverständlich sind solche Marketingmethoden stellenweise auch legitim und richtig aber leider gibt es gerade im Bereich der Wasserzusätze viel Schrott auf dem Markt.

Es ist ein sehr komplexes Thema und nähere Informationen zum Thema und noch vieles mehr finden sich in meinem Buch „Aquaristik im Detail“ bei Amazon.

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20 Gedanken zu „Wasserzusätze in der Aquaristik – Sinn und Unsinn

  • 26. Januar 2010 um 16:48
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    Hallo,

    Wasseraufbereiter sind pure Geldverschwendung. Zwar binden sie die Schwermetalle usw. kurzfristig, geben sie dann aber wieder ans Wasser ab. Sind in einem Aquarium schlichtweg unnötig.

    Filterstarter und ähnliches verleiten die Käufer nur, ihr Becken viel zu früh zu besetzen. Wer sein Becken anständig einlaufen lässt, benötigt auch keine Filterbakterien.

    Alles in allem sollte man sämtliche chemische Mittelchen im Aquarium vermeiden und soweit nötig auf biologische Mittel und Wege zurückgreifen. Das gilt u. a. auch für so Sachen wie ph-Senkung.

    Nur als Ergänzung zu deinen Ausführungen.

    vg

    Anika

    Antwort
    • 26. Januar 2010 um 17:25
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      Hallo Anika,

      Wasseraufbereiter als unnötig zu bezeichnen halte ich für sehr gefährlich. Alte Wasserleitungen machen den Einsatz unumgänglich und den qualitativ hochwertigen Aufbereiter habe ich noch nicht gesehen, der selbst nach Wochen Stoffe wieder freisetzt und die dann nachweisbar wären und wir prüfen alle Wasserwerte komplett und engmaschig. Das mag ja vielleicht auf manche Wasseraufbereiter zutreffen aber generell zu sagen ALLE haben die Eigenschaft, Stoffe wieder freizusetzen, trifft so nicht zu und ist z.B. im Fall von Easy Life auch nicht. nachweisbar. Verzichten kannst Du allenfalls vielleicht noch, wenn Du einen Reiser oder sonstigen Blockfilter einsetzt für den Wasserwechsel aber selbst dann würde ich nicht darauf verzichten denn es ist nicht messbar so ohne weiteres, wann der Filter nicht mehr sauber arbeitet.

      Wenn man meinen Artikel über Einfahren von Becken liest, wird schnell klar, was ich selber von zu kurzem Einfahren halte, sprich zu frühem Besatz. Allerdings bringen Dinge wie Cycle schon gewisse Vorteile mit sich, gerade wenn Du eine größere Filterreinigung machen musst, wie es bei vielen der Fall ist.

      Klar ist es möglich auf sämtliche Chemie im Aquarium zu verzichten aber eben nicht für den Anfänger ohne jegliche Erfahrung. Mir ist schon klar, daß man den ph-Wert auch biologisch über Eichenextrakt, Torf, Wodka, und viele andere Dinge senken kann aber regeln lässt sich dies eben nicht so ohne weiteres. Klar auf der Seite von Deters ist ein ganz guter Ansatz für eine automatische Wodkadosierung aber ist nicht jedermans Sache. Abgesehen davon macht Torf eine total beschissene braunfärbung vom Wasser. Deshalb für mich eben Co2.

      Das alles soll jetzt nicht heissen, daß ich Dir gänzlich wiedersprechen möchte, nur eben vieles was Du schreibst trifft nicht für den Aquarianer ohne jede Erfahrung zu.

      Antwort
  • 27. Mai 2010 um 12:17
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    Ich habe vor mir ein Aquarium zuzulegen, aber ich bin nicht überzeugt davon, denn die Wasserqualität die wir haben ist nicht besonders gut. Es ist einfach zu kalkhaltig. Das wird den Fischen bestimmt nicht gut tun, oder? Ich möchte nämlich so gut wie keine zusätzlichen Chemikalien hineintun müssen….

    Antwort
    • 27. Mai 2010 um 22:09
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      @Martin: Stark kalkhaltiges Wasser bedeutet nicht, daß es schlecht ist, es hängt aber davon ab, was für Fische du pflegen willst. Chemie (Wasseraufbereiter) tut man hauptsächlich ins Becken, um evtl. vorhandene Schwermetalle etc. zu binden aber Kalk bindet man damit keinen. Wenn du weiches Wasser haben willst, wirst du um einen Vollentsalzer oder eine Osmoseanlage nicht herumkommen.

      Antwort
  • 27. Mai 2010 um 12:31
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    Ja, das kenne ich. Ich habe schon länger gebraucht damit ich die Wasserqualität hinbekomme, die meine Fische am Leben lassen. Habe auch eine Zeit mit dem Kalk gekämpft. Würde mir aber das ganze Prozedere nicht mehr antun.

    Antwort
    • 27. Mai 2010 um 22:10
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      @Petra: Von was für einem Prozedere sprichst Du ? Wasser weich zu bekommen ? Finde ich eher unproblematisch.

      Antwort
  • 20. Juni 2010 um 19:48
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    Ich möchte mein Aquarium umstellen auf Brackwasser, da mir die Kugelfische so gefallen: Grüner Kugelfisch und der Palembang Kugelfisch

    Ist das halten des richtigen Salzgehaltes problematisch?

    Antwort
  • 22. Juni 2010 um 17:29
    Permalink

    @Dieter: Das halten des richtigen Salzgehaltes halte ich für wenig problematisch dank der Technik zum prüfen des Salzgehaltes.

    Antwort
  • 3. November 2010 um 10:27
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    Hallo!

    Ich habe mir auch ein aqua gekauft..und jetz steht es bepflanzt und eingerichtet seit montag auf meiner kommode..=)..problem..ich finde des wasser immernoch ein wenig zu drüb..trotz wasseraufbereiters..ich habe den von sera bionitrivet..könnte mir jemand sagen woran des liegen könnte?? mir wurde gesagt das ich nach 24 h fischlis einsetzen könnte..aber dessen bin ich mir noch net so sicher..

    LG

    Antwort
    • 3. November 2010 um 11:54
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      Grundsätzlich ist es mal so, was soll sich denn nach 24 Stunden an Nutzbakterien im Becken gebildet haben. Dein Händler oder wer auch immer dir das gesagt hat verkauft gerne neue Fische denn beim einsetzenden Nitritpeak werden deine Fische jämmerlich sterben.

      Zur Trübung an sich, manche Filter brauchen etwas länger um ein Becken klar zu bekommen . Lass aber mal das Nitrivec weg denn das ist der größte Mist und Sera suggeriert einen sofortigen Fischbesatz was für die Fische bei neuen Becken immer tödlich endet.

      Du musst deinem neuen Aquarium schon so 4-4 Wochen Zeit geben, daß es einlaufen kann und sich ein biologisches Gleichgewicht einstellt.

      Was die Pflanzen im Aquarium enbelangt hast du die vor dem einpflanzen hoffentlich lange genug gewässert und damit meine ich nicht nur 1 Stunde oder so, bevor du sie eingepflanzt hast denn ansonsten können deine Fische an evtl. noch vorhandenen Pestiziden sterben.

      Bei neuen Becken von Aquarianern ohne Erfahrung gilt für mich immer noch die Faustformel :

      Becken aufstellen, Bodengrund rein, Aqua füllen mit Wasser, Technik wie Filter etc. installieren und dann die Pflanzen, nachdem diese mindestens 1 Tag, besser mehr gewässert wurden einpflanzen. Danach das Becken für mindestens 4 Wochen laufen lassen, besser länger. Dabei sind die Wasserwerte immer im Auge zu behalten wobei hier besonderes Augenmerk auf dem Nitritwert liegt um zu sehen, wie der Nitritpeak verläuft. Nach dieser Zeit dann mit wenigen Tieren beginnen, die nicht zu emfpindlich sind, also Schnecken etc. Dabei wird der Nitrit dann vermutlich nochmal ein wenig ansteigen. Ist nach Wochen dann alles okay, können die anderen Tiere dann einziehen.

      Solltest du wirklich blutiger Anfänger sein, was wir alle mal waren und dein Aqua hat nur wenige Liter Inhalt, also so ein kleiner Dennerle Cube etc. dann kann es für einen Anfänger u.U. problematisch sein, so ein kleines Becken dauerhaft stabil zu halten da so kleine Becken viel sensibler auf Veränderungen reagieren als Becken mit 100 Liter und mehr.

      Antwort
  • 9. November 2010 um 19:07
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    Ich neige auch dazu, so wenig Chemie wie möglich einzusetzen, vor allem solche, die dem Käufer vorgaukelt, man könnte sein Aquarium schnell/zu dicht besetzen.
    Leider stößt man gerade bei Anfängern auf solche die uninformiert oder einfach ignorant sind und die Fische trotzdem viel zu früh einsetzen und sich dann wundern, wieso auch einmal die Tiere sterben.
    Ich finde sowas wirklich frustrierend.

    Antwort
    • 10. November 2010 um 07:52
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      Bei Anfängern ist es definitiv ein Problem mit dem frühen Besatz eines Beckens und die Industrie tut erfolgreich ihren Teil, daß dies auch so bleiben wird bei den Anfängern. Mit den Jahren lernt man in der Aquaristik einfach, wann der Zeitpunkt für den Erstbesatz eines Beckens gekommen ist.

      Antwort
  • 24. Mai 2011 um 18:31
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    Ich würde mich z.B. einen Anfänger nennen… Ja, ich sehe es wie Alex, die Schwierigkeit ist echt der richtige Zeitpunkt… Manchmal denke ich, das schaff ich nie!

    Dean

    Antwort
  • 20. August 2011 um 13:31
    Permalink

    Ich möchte mein Aquarium umstellen auf Brackwasser, da mir die Kugelfische so gefallen: Grüner Kugelfisch und der Palembang Kugelfisch

    Ist das halten des richtigen Salzgehaltes problematisch?

    Antwort
    • 22. August 2011 um 20:47
      Permalink

      Da ich selber mit Brackwasser nichts am Hut habe kann ich es nicht genau sagen aber ich denke ähnlich wie in der Meerwasseraquaristik sollte es über die Dichtemessung eher weniger das Problem sein.

      Antwort
  • 26. Dezember 2012 um 17:38
    Permalink

    Brackwasser geht ohne grössere Schwierigkeiten, wenn du die Dichtemessung machst, so wie von admin vorgeschlagen. Meine grünen Kugelfische kommen klar damit. Viel Erfolg!!!

    Antwort
  • 25. Januar 2013 um 16:02
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    Ja, mit der Dichtemessung könntest du es gut in den Griff bekommen, resp. die Kontrolle behalten können. Für mich passt es.
    Kurt

    Antwort

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