Auf meinen Streifzügen durch das Internet bin ich immer wieder auf hitzige Diskussionen gestossen, wenn es um das Einfahren von Becken geht. Immer und immer wieder habe ich gelesen, daß es ein Ammenmärchen wäre, altes Filtermaterial, gebrauchten Bodengrund etc. zu verwenden um eine neues Aquarium “anzuimpfen” um es direkt biologisch aktiv zu haben.
Wie ich ja schon mal im Artikel zu meinem Nano-Becken geschrieben habe, kam dort ausschließlich gebrauchtes Filtermaterial, gebrauchter Sand und sogar gebrauchtes Wasser. Mittlerweile habe ich den hellen Quarzsand wieder draussen wie man auf diversen Bildern sehen kann und habe auf dunklen Sand umgestellt und selbst da konnte ich keinen Nitritpeak feststellen wie ich es eingangs vorausgesagt hatte, daß der Peak im eigentlichen Sinn ausbleiben wird.  Es hat sich genau so bewahrheitet und das war nun bei weitem nicht da erste Becken, bei dem ich es so gemacht habe. Normalerweise ist mein Futtereintrag sehr moderat und auch der Besatz mehr als moderat aber selbst bei erhöhter Fütterung was ich scon ausprobiert habe am Nano war kein nennenswerter Anstieg in den Wasserparametern zu verzeichnen und als Meßfreak wäre mir das beileibe aufgefallen.
Damit wären einmal mehr die Thesen wiederlegt, daß eine Einfahrzeit nicht abgekürzt werden kann. Bezogen auf Anfänger ist eine normale Einfahrzeit sicher nicht die falsche Methode und auch anzuraten aber bei erfahrenen Aquarianern die wissen, wie man zu reagieren hat bei Abweichungen stellt diese Methode keinerlei Problem dar.
Wie sagt der alte Mann vom A-Team immer so schön: “Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert” und dieser Plan hat wie erwartet funktioniert.
Das wirklich schöne was mich jeden Tag aufs Neue begeistert ist der Pflanzenwuchs. Ich habe ja mit viel gerechnet auch des Düngers wegen aber meine Erwartungen wurden weit übertroffen und die Pflanzen wachsen wirklich wie irre. In der Form habe ich das bisher nur fesgestellt, wenn Co2-Düngung mit im Spiel war aber nie ohne. So zeigt sich einmal mehr, daß das Höllenwässerchen von DRAK ein Teufelszeug ist. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Ferrdrakon von DRAK ja immer gemacht aber ich persönlich eingentlich nie in so einem Ausmaß. Klar spielt wohl diesmal auch die Qualität der Pflanzen mit eine große Rolle und Tropica scheint hier echt einen sehr guten Job gemacht zu haben. Würd ich das Becken jetzt noch so 4-5 Wochen gewähren lassen und nicht gärtnern, wäre es dann wahrscheinlich komplett dicht und zugewuchert aber das werde ich erfolgreich zu verhindern wissen denn mein Idealbild habe ich im Kopf und dem komme ich dank dem Pflanzenwuchs verdammt nahe wenn nicht sogar darüber hinaus. Was ich so in der Form noch nie beobachtet habe ist die Tatsache, daß eine Eleocharis so schnell anfängt, einen Rasen zu bilden. Ich kenne dieses eigentlich nur mit recht langer Eingewöhnungszeit, wo Teile der Pflanze aber sehr braun wurden. Aber diesmal ist alles wunderbar sattgrün.
Weitere Updates werden folgen. Ich weiß, ich bin mal wieder vom eigentlichen Thema abgewichen aber es ist einfach zu geil mit den Pflanzen als nicht auch darüber noch zu schreiben.
