Das Phänomen McDonald’s

Habt ihr eigentlich schon mal einen McDonald’s gesehen, der pleite gegangen ist oder der wieder geschlossen hat ? Also ich kennen jedenfalls keinen.

Das bringt mich dazu, mal ein wenig darüber nachzudenken, woran das wohl liegen mag.

Am hervorragenden Essen kann es eigentlich nicht liegen denn in vielen Läden wo ich schon war, ist das Essen entweder gerade mal lauwarm, vor Fett triefend oder anderweitig mangelhaft. An der Schnelligkeit kann es eigentlich auch nicht mehr liegen denn viele McDonald’s-Restaurants mutieren immer mehr zum Slowfood-Laden und man muß mitunter lange warten, bis die Bestellung komplett ist. An der Kompetenz der Mitarbeiter kann es auch nicht liegen denn mangels guter Bezahlung sieht man vielen Leuten die dort arbeiten die “Arbeitseinstellung” förmlich an der Nasenspitze an. An den zum Teil aus Prinzip vollen Tablettwägen kann es auch nicht liegen.

Ich denke, es liegt daran, daß man für “relativ kleines Geld” zumindest für kurze Zeit den Bauch “relativ voll” hat und oft die Kinder die treibende Kraft hinter einem Besuch dort sind. Das stelle ich ja bei uns selber auch immer wieder fest. Allerdings denke ich mir auch oft, von einem Döner oder so hättest du jetzt deutlich mehr gehabt und der Bauch wäre länger gefüllt als mit den Matschburgern vom Mäckes.

Ein weiterer Aspekt könnte noch sein, daß McDonald’s mit zu den Vorreitern in Deutschland gehört hat, indem man die Raucherzonen in Nichtraucherzonen umwandelte und die Läden schon lange rauchfrei waren als in Deutschland die Diskussion darüber entflammte. Dies hatte für die Restaurantbetreiber 2 positive Effekte. Zum einen trugen sie schon im Vorfeld dem Nichtraucherschutz Rechnung und zum anderen hatten sie die Tische schneller wieder frei, wo vorher die Raucher noch genüsslich ein paar Glimmstengel qualmten. Ich denke, es war in Deutschland vor allem ein weiterer Schritt zur Gewinnoptimierung denn gehe ich von mir selber aus, ist der Laden voll besetzt, also kein Tisch mehr frei, kaufe ich auch nichts und esse dann im Auto. Nachdem die Raucher aber nun verbannt sind und Tische schneller frei werden ist die Chance auf einen freien Tisch gestiegen und man findet schnell einen Platz. Meistens zumindest.

Relativ kleines Geld und Bauch voll habe ich oben bewusst in Frage gestellt. Fakt ist schlichtweg, daß das, was bei Mäckes ein Burger sein soll zwar kurze Zeit den Bauch aufbläht aber nicht wirklich satt macht, zumindest nicht lange. Gerade bei den Cesar-Salaten ist auch die Preisgestaltung eine absolute Frechheit wenn man mal davon ausgeht, daß seit der Einführung der Inhalt der Schale weniger geworden ist, so kommt es optisch zumindest bei mir rüber. Und von Frische fehlt oft jede Spur. So ist das Fleisch darin muffig und der Salat hat seine besten Tage auch schon überlebt. Auch die Preisgestaltung der restlichen Produkte ist sehr abstrus und steht in keinem Verhältnis zu dem, was auf dem Tablett landet oder landen sollte, wenn Kollege oder Kollegin Mitarbeiter nicht mal wieder die Hälfte vergisst.

So richtig und voller Überzeugung finde ich aber einfach keinen Grund, warum die Läden in Deutschland so einen nicht abreissenden Boom haben und das seit vielen Jahren.

Kennt ihr einen Grund ?

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