Beschwerden über Finanz-Beratung

Die Finanzaufsicht BaFin erhält zunehmende Beschwerden über die Beratung zu Anlageprodukten. „Zum Wertpapiergeschäft gingen im Vorjahr 1200 Beschwerden ein – Tendenz steigend“, sagte BaFin-Experte Karl-Burkhard Caspari zur „Welt am Sonntag“. Vor fünf Jahren habe die Zahl noch halb so hoch gelegen. Ein durchgängiges Thema sei etwa die Preisstellung bei Zertifikaten. „Den Spitzenplatz nehmen in den vergangenen Jahren aber ohne Zweifel Beschwerden über eine falsche Anlageberatung ein.“ Seit Jahresbeginn müssen beim Verkauf von Finanzprodukten Beratungsprotokolle angefertigt werden. „Der Kunde muss nicht unterschreiben, nur der Berater“, erläuterte Caspari. Die BaFinhat eine Befragung von Banken und Finanzdienstleistern gestartet, um die Beratungsqualität zu prüfen. Ergebnisse sollen Ende April vorliegen.

Kommentar : Dazu tragen nicht nur Banken bei sondern vielmehr auch Strukturvertriebe, die sich Vermögensberater nennen oder gar Unternehmensberater. Oftmals hat man dort Leute vor sich sitzen, die das nebenberuflich machen und im Hauptberuf Bäcker oder Metzger sind und nun plötzlich Finanzdienstleistungen verkaufen wollen um ein paar Euros an Provision dazu zu verdienen. Dies kann in den allermeisten Fällen eigentlich nur schief gehen da diesen Herren jede Grundlage und jede Kompetenz im Thema fehlt da den Strukturvertrieben gar nicht daran gelegen ist, die Mitarbeiter zu schulen und auszubilden. Jeder der schon einmal eine Infoveranstaltung eines AwD oder einer DVAG besucht hat, hat den Eindruck, daß es sich dabei um eine Sektenveranstaltung handelt aber nicht um einen seriösen Laden. Es sind zwar keine Sekten aber hier wird der 81jährigen Oma noch eine Lebensversicherung verkauft, selbst wenn diese schon 5 am laufen hat etc. Sollte euch also mal jemand anrufen auf Empfehlung von einem Bekannten, so kann man fast sicher sein, daß hier ein AvD oder eine DVAG am Werk ist.

Noch etwas zum Thema Finanzanalysen der Strukturvertriebe : dort wird nichts analysiert sondern die Analysen dienen einzig dazu, Euch besser das Geld aus der Tasche ziehen zu können.

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3 Kommentare

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  1. Andre

    Mal im Ernst, ich wurde selber von AWD 5 Jahre betreut. Und dann habe ich angefragt ob ich dort nebenberuflich etwas machen könnte. Natürlich wurde ich -so iost das im strukturierten Vertrieb- direkt angenommen. Aber auch mir hat man auf den Zahn gefühlt ob ich denn nicht einfach nur irgend einen Mist verkaufen wollen würde und auch wissen würde was ich da für eine Verantwortung den Mandantne gegenüber hätte.

    Hier werden weder Lebensversicherungen an 85 jährige verkauft noch darf ein Nebenberufler ÜBERHAUPT etwas verkaufen. Dafür gibt es schon seit Jahren gesetzliche Richtlinien.

    Als Sekte sehe ich den Laden ebenfalls, wie im Kommentar verfass, nicht an. Die Arbeit ist jedoch eine andere, da den neuen Mitarbeitern zunächst gezwigt wird wo die Gelder der Bankangestellten hinfließen. Und zwar in Glasbauten und Marmorböden, aber sicherlich nicht in die Taschen der Mitarbeiter, die dort ausgebeutet werden. Was aber nicht für jeden eine Katasrophe sein muss.

    Aber zu schreiben, hier würde eine Analyse aufgenommen werden, um den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen verstösst meiner Meinung nach gegen Vermittlerrichtlinien im Bereich der Verunglimpfung.

    DA wär ich lieber vorsichtig.

    Besten Dank fürs lesen. :)

    1. Du kannst mir viel erzählen über Maschmeiers Laden, ich bin lange genug für die DVAG gelaufen und weiß, wie der Hase rennt in diesem scheiß Business und wenn du mir nun erzählen willst, daß bei einem AvD alles anders und besser ist, dann kann ich nur herzlich lachen. Naja, manche merken es eben erst, wenn es zu spät ist.

  2. Games

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