Pokémon Go – Mehr als nur ein Hype

Ich gebe zu, ich habe mich nie um Spiele wie Ingress gekümmert. Ihr erinnert euch nicht an Ingress? Dieses Spiel entsprang derselben Feder wie Pokémon Go, dem Entwicklerstudio Niantic.

Ist man derzeit in den Fußgängerzonen etc. unterwegs, trifft man überall auf Spieler, die auf der Jagd nach kleinen Taschenmonstern, den Pokémon sind. Ich gebe zu, Pokemon Go besitzt einen gewissen Suchtfaktor, immer auf dem Sprung, das nächste, noch nicht gefangene Pokémon in seinem Pokédex zu registrieren.

Ursprünglich wollte ich persönlich das Spiel gar nicht ausprobieren aber zahlreiche Berichte im Netz haben mich veranlasst, doch einen Blick darauf zu werfen und es bei einem Spaziergang durch die Stadt zu testen. Aus dem Versuch ist allerdings ein Virus geworden, was mich schnell infizierte. Dank meinem Zutun habe ich meine ganze Familie mit dem Pokémon-Virus angesteckt, was uns gemeinsam für Team Blau auf die Jagd gehen lässt.
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Die App ist selbst für unbedarfte Nutzer einfach zu handhaben, allerdings steckt sie noch in den Kinderschuhen. Kein Wunder, so neu, wie sie ist. Bemerkbar macht sich dies an allerhand Abstürzen, die den Spieler mitunter sehr nerven.

Must-have für den geneigten Pokémon Go Spieler:

• Smartphone
• Zusatzakkus
• Rucksack
• Regenschutz für Mensch und Smartphone
• Getränke
• Verpflegung

Nach dem Launch des Spieles wurden zunächst Stimmen laut, dass die App das Datenvolumen massiv belastet. Für meinen Geschmack hält sich dies aber in Grenzen. Weitaus mehr wird der Akku belastet und daher kommt man ohne Powerbank nicht über die Runden, will man nicht nach kurzer Zeit mit schwarzem Display frustriert den Heimweg antreten.

Als Fazit nach mehrtägigem Test kann ich sagen, dass es eine tolle Sache ist, sich draußen mit einem schön gemachten Spiel zu bewegen und eine Gemeinsamkeit mehr mit der Familie teilen zu können. Es gibt sicher eine Menge genialer Spiele, die weitaus mehr zu bieten haben als Pokémon Go aber diese animieren den Spieler in der Regel nicht dazu, sich zu bewegen und so verbindet man bei der Jagd nach Taubsi und Co. das Angenehme mit dem Nützlichen.

Ob Niantic tatsächlich den wöchentlichen Rhythmus bei den Updates durchhalten wird bleibt abzuwarten. Das letzte Update hat zumindest einige nervige Bugs behoben. Über die Tatsache, dass nur alle 6 Monate neue Pokémon ins Spiel integriert werden, kann man sicher geteilter Meinung sein. Spiann man hat sein Pokédex nicht nach wenigen Tagen bis unter die Decke gefüllt und es bleibt immer spannend, welche neuen Monster es zu entdecken gibt.

Für mich persönlich ist mit Pokémon Go endlich ein Titel auf dem Markt, der mich nicht wie sonst gewöhnlich nach wenigen Stunden nervt oder langweilt und der mir anhaltenden Spielspaß generiert.

Schon oft habe ich Stimmen vernommen, wie man denn als alter Sack mit dem Handy durch die Gegend rennen könne. Darauf kann ich eigentlich nur entgegnen: Wie kann man über Dinge urteilen, die man nicht kennt?

Zum Schluss möchte ich noch eines anmerken. Eine Sache, auf die immer wieder hingewiesen wird, die man aber nicht oft genug wiederholen kann. Pokémon Go spielt sich draußen auf den Straßen und in der Natur ab. Dies beinhaltet, dass mitunter auch Autos und Passanten unseren Weg auf der Jagd kreuzen. Daher sollte man nicht blind durch die Gegend laufen und vor allem seine Kids im Auge behalten. Kein selbst noch so seltenes Pokémon ist es wert, in einen Unfall verwickelt zu werden oder einen Passanten anzurempeln. Wir Spieler müssen den Behörden und Entscheidungsträgern keine Gründe liefern, unser neues Hobby gleich wieder zu sanktionieren.

Bild: Pixabay – ColiN00B

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