Bosbach rügt Erdogans Forderung nach türkischen Gymnasien


Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat den Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, in Deutschland türkische Gymnasium einzurichten, kritisiert. “Ich glaube nicht, dass es die Integration fördern würde, wenn wir türkische Gymnasien einrichten, in denen der Unterricht in türkischer Sprache abgehalten wird”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger”. “Das fördert nicht die Integration. Das fördert eher die Parallelgesellschaft. Wer hier auf Dauer leben will, der muss die deutsche Sprache in Wort und Schrift erlernen und zu Integrationszwecken gemeinsam mit den deutschen Nachbarkindern in die Schule gehen.”



Anschlags-Plan auf Erdogan

Die türkischen Sicherheitsbehörden haben nach Medienberichten Hinweise auf Pläne für einen Mordanschlag auf Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erhalten. Eine Anschlagswarnung sei per E-Mail bei der Polizei eingegangen, berichtete die Zeitung „Vatan“ am Mittwoch. Die Sicherheitsvorkehrungen im türkischen Parlament in Ankara seien deshalb auf die höchste Stufe angehoben worden. Diese war zuletzt beim Besuch von US-Präsident Barack Obama im vergangenen Jahr in Kraft. Den Berichten zufolge suchten Spürhunde im Parlamentsgebäude nach möglichen Sprengsätzen. Auch seien Teile des Parlamentskomplexes vor Erdogans Ankunft dort am Dienstag geräumt worden. Die Polizei habe einige Besuchergruppen nicht in das Gebäude gelassen.