Euro-Krise: ifo-Chef kritisiert Regierung

ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat vor gefährlichen Folgen des Euro-Rettungspaketes gewarnt und das Vorgehen der Bundesregierung hart kritisiert. „Wir stürzen uns mit dem neuen Gewährleistungsgesetz in ein unkalkulierbares Abenteuer“, sagte Sinn der „Süddeutschen Zeitung“. Europa drohe, „eine gewaltige Schuldenblase aufzubauen, die mit einem gewaltigen Knall platzen wird“. Zugleich warf der Ökonom Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, zu wenig für die Interessen Deutschlands getan zu haben. Die deutsche Staatskrise sei „vorprogrammiert“, sagte Sinn. Aus seiner Sicht hätte sich Merkel gegen den Rettungspakt wehren müssen. „Der Pakt bedeutet nichts anderes, als dass Deutschland für die Schulden anderer Länder geradesteht“, sagte Sinn. „So sehr ich den Euro grundsätzlich für richtig halte: Ich verstehe, wenn sich nun viele Deutsche hereingelegt fühlen.“ (Quelle – sz)

Verbandschef fordert Ausschluss von Pleite-Staaten aus Euro-Zone

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verbandschef Patrick Adenauer hat aus Sorge um die Stabilität des Euro einen Ausschluss von Pleite-Staaten aus der Gemeinschaftswährung gefordert. Der Präsident des Verbands der Familienunternehmen sagte der “Bild-Zeitung” (Montagausgabe), man solle Pleite-Staaten aus dem Euro ausschließen können. “Eine Strafe muss schmerzhaft sein, sonst strengen sich Länder wie Griechenland, Portugal oder Spanien beim Sparen nicht genügend an.” Nur mit harten Sanktionen könne ein Absturz des Euro vermieden werden. Verbandschef Adenauer warnte zudem davor, dass der deutsche Steuerzahler nicht zur “Melkkuh für die griechischen Finanzprobleme” werden sollte. Es könne nicht sein, dass Deutschland immer den Großteil der Rechnung zahlen müsse, wenn andere nicht ordentlich wirtschaften. Gleichzeitig lobt Adenauer die Bundeskanzlerin. Die harte Haltung von Angela Merkel sei genau richtig. “Griechenland darf nur durch eine internationale koordinierte Aktion geholfen werden,” so Adenauer.