Zeitarbeit ist ein schmutziges Geschäft

Gestern hatte ich auf Facebook im Zuge einer politischen Diskussion die Bekanntschaft einer Frau gemacht, die in Berlin eine Filiale einer Zeitarbeitsfirma leitet. Da die Zeitarbeit momentan wieder in aller Munde ist und nicht gerade den besten Ruf geniesst kam von der Dame irgendwann die Frage auf, was denn so schlimm wäre an der Zeitarbeit.

Die Frage wäre eigentlich mit Hungerlöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen schnell beantwortet aber das wollte die Dame nicht auf sich sitzen lassen. Sie holte ein wenig weiter aus und beschrieb in markigen Worten, daß die ganzen Vorhaltungen zwar für die schwarzen Schafe am Markt zutreffen würden, ihre Firma aber gänzlich anders wäre, im speziellen ihre Filiale in Berlin, die sie leitet.

Da ich in der Vergangenheit selber meine Erfahrungen gemacht habe mit Zeitarbeitsfirmen und es durchweg eigentlich schlechte Erfahrungen waren sagte ich ihr, sie solle doch mal eine Ansage machen, was sie einem gelernten Facharbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung bezahlen würde. Als Antwort bekam ich, daß sie 10-12 Euro für realistisch ansehen würde, brutto versteht sich. weiterlesen »

Nein, ich möchte nicht ins Network Marketing

Ich hab jetzt nicht extra nachgesehen, ob ich schon mal einen Artikel darüber geschrieben habe aber die letzte Zeit habe ich sehr viele Angebote auf Facebook bekommen und all diese Angebote sind im Network Marketing angesiedelt. Daher dachte ich mir, ich widme dem Thema einen Artikel um mir mal ein wenig Gedanken darüber zu machen.

Nun ist es ja so, daß meine Profilinformationen bei Facebook öffentlich zugänglich sind und zwar komplett. Ich sehe auch keinen Grund, warum ich das nicht tun sollte denn hier im Blog gebe ich ja auch recht viel von mir preis. Dort kann man dann also auch etwas über meinen Beruf und meine Hobbys erfahren bzw. nachlesen, welchem Beruf ich nachgehe etc.

Es ist also kein Geheimnis, daß ich als CNC-Dreher in einem metallverarbeitenden Betrieb arbeite. Es ist ebenso kein Geheimnis, daß ich in der Freizeit gerne an Autos schraube und mich für Youngtimer und Oldtimer interessiere. Über all das findet man sowohl hier im Blog als auch bei Facebook etwas nachzulesen.

Und jetzt kommt der Knackpunkt. Da gibt es einige unter meinen Facebook Freunden, die müssen in mir so etwas wie den Top-Verkäufer oder Networker oder wie auch immer sehen denn ständig bekomme ich neue Angebote. Den Anfragenden ihre Mühe in allen Ehren aber ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, daß ich mit meinem Beruf ganz glücklich bin. Da frage ich mich, ob ich in deren Augen aussehe wie ein armer Schlucker der unbedingt durch wenig Arbeit reich werden will. weiterlesen »

Manche wollen und andere nicht

Neulich habe ich bei Luigi gelesen, daß er demnächst wahrscheinlich arbeitslos wird und vorraussichtlich seinen Job als LKW-Fahrer verliert. Das finde ich sehr tragisch, da an dem Job irgendwo die Existenz seiner Familie dran hängt. Sollte also jemand etwas wissen, dann soll er sich mal bei Luigi melden. Oben ist ja der Link, einfach drauf klicken.

Ich finde das einfach der Hammer. Da gibt es Leute wie Luigi, eigentlich heisst er ja Ludger, die wollen arbeiten und verlieren ihren Job. Dann gibt es da aber auf der anderen Seite auch die, die gar nicht arbeiten wollen und manche von denen besitzen dann auch noch die Frechheit und laufen in eine Talkshow und geben es ganz offen zu, daß sie zu faul sind um zu arbeiten. Und für solche Leute bezahlen wir Steuerzahler dann mit.

Ich habe ja nichts dagegen für Leute zu bezahlen, die wirklich bedürftig sind, weil sie tatsächlich keinen Job finden, aus welchen Gründen auch immer. Leider macht es unser Sozialsystem gewissen Leuten aber zu einfach, täglich auf der faulen Haut zu liegen und sich aushalten zu lassen.

So etwas kotzt mich einfach gewaltig an und ich wünsche Luigi von ganzem Herzen, daß er schnell wieder Arbeit findet, so er dann seinen Job tatsächlich verlieren sollte. Sein Chef sollte es sich nochmal überlegen, ob er den Luigi nicht besser in der Firma hält denn gute Leute findet man nicht an jeder Ecke.

Grundgesetzänderung für Erhalt der Jobcenter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In Berlin haben sich Vertreter von Union, FDP und SPD zu einer Grundgesetzänderung geeinigt, die den Erhalt der Jobcenter gewährleistet. Das teilte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) heute mit. Damit werden die langjährigen Unstimmigkeiten um eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes beigelegt und Langzeitarbeitslose werden weiterhin in den Jobcentern betreut. Nachdem elf Landkreise Verfassungsbeschwerde eingelegt hatten, entschied das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2007, dass die Bildung der Arbeitsgemeinschaften zwischen den Kommunen und der Bundesagentur gegen das Grundgesetz verstößt.

Grundsatzeinigung zur Reform der Jobcenter

Bei der notwendigen Reform der Jobcenter gibt es nach monatelangem Streit eine Grundsatzeinigung. Eine interfraktionelle Bund-Länder-Arbeitsgruppe habe sich in der Nacht zum Samstag in zentralen politischen Fragen verständigt, teilte das Bundesarbeitsministerium in Berlin mit.

«Damit soll die Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen aus einer Hand gewährleistet werden.» Ein Teilnehmer der Arbeitsgruppe sagte der dpa am Samstag, die Voraussetzungen für eine Verfassungsänderung zum Erhalt der Jobcenter seien nun gegeben.

Die Grundgesetzänderung wird nötig, weil das Bundesverfassungsgericht die Betreuung von Langzeitarbeitslosen in den 345 Jobcentern gemeinsam durch Kommunen und Arbeitsagentur als unzulässige Mischverwaltung beanstandet hatte. Für eine Änderung wurde eine Frist bis Ende 2010 gesetzt. weiterlesen »