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	<title>Alex Kempe - Einfach ich und manchmal fremd &#187; Karriere</title>
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		<title>Wann geht Deutschland den Schritt zur Berufsarmee ?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 13:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mal abgesehen davon, daß ich nach eigener Erfahrung beim Bund nur jedem davon abraten kann, dorthin zu gehen um zu &#8220;dienen&#8221; bringt mich eine gerade eben gelesene Meldung echt zum lachen. Geplant ist, den Wehrdienst nun von 9 Monaten auf 6 Monate zu verkürzen. Was für eine Ausbildung soll in dieser kurzen Zeit noch möglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal abgesehen davon, daß ich nach eigener Erfahrung beim Bund nur jedem davon abraten kann, dorthin zu gehen um zu &#8220;dienen&#8221; bringt mich eine gerade eben gelesene Meldung echt zum lachen.</p>
<p>Geplant ist, den Wehrdienst nun von 9 Monaten auf 6 Monate zu verkürzen. Was für eine Ausbildung soll in dieser kurzen Zeit noch möglich sein ? Aus meiner Zeit beim Bund in der Laufbahn der Unteroffiziere kann ich sagen, daß selbst 9 Monate nicht ausreichend waren, Soldaten auch nur annähernd gut für die &#8220;Landesverteidigung&#8221; auszubilden geschweige denn für diverse Auslandseinsätze.</p>
<p>Verkürzt man nun die Zeit auf 6 Monate und gewinnt dadurch rund 10000 zusätzliche Rekruten, die ihren Wehrdienst ableisten wollen, hat man letzten Endes 10000 Menschen mehr, die man als Kanonenfutter verheizen kann weil von gut ausgebildeten Soldaten kann dann keine Rede mehr sein.<span id="more-1143"></span></p>
<p>Lieber Herr Minister zu Guttenberg, sollten es ihre Gegner nicht schaffen, genügend an ihrem Stuhl zu sägen, daß sie aus dem Amt verschwinden, möchte ich nicht in ihrer Haut stecken, wenn ein Ernstfall eintreten sollte und sie dann noch im Amt sind. Sollten sie so einem Schwachsinn zustimmen, tragen sie die Verantwortung für die dann gefallenen Soldaten die so dumm waren, den Wehrdienst nicht zu verweigern. Da sie selber bei den Gebirgsjägern in Mittenwald gedient haben und wissen, was militärische Ausbildung bedeutet, kann ich diese Denkweise nicht nachvollziehen.</p>
<p>Abgesehen davon, warum geht Deutschland nicht endlich den Weg, weg vom Wehrdienst, hin zu einer Berufsarmee ? In anderen Ländern funktioniert dies tadellos, warum soll das hier nicht auf gehen.</p>
<p>Gemessen an den neuen Einsatzgrundlagen und gemessen an den Einsätzen der Bundeswehr an sich ist in meinen Augen der Wehrdienst einfach nicht mehr zeitgemäß und auch gerade im Hinblick auf Kampfeinsätze einfach verantwortungslos. Afghanistan zeigt deutlich, daß die Bundeswehr schon lange den Wandel von der Verteidigungsarmee zur Kampftruppe vollzogen hat, ob nun gut ausgebildet und ausgerüstet, sei mal dahingestellt.</p>
<p>Denke ich an unsere Ausrüstung zurück, die wir an Gerät zur Verfügung hatten bei der Artillerie, mit FH70 und 7Tonner, mir wäre damals Angst und Bange gewesen, wenn wir hätten ausrücken müssen und ich hätte es keinem verdenken können, der dort Fahnenflucht begangen hätte.</p>
<p>Also ihr lieben zukünftigen Rekruten, ein paar Anmerkungen was euch beim Bund erwartet :</p>
<ul>
<li>schlechtes Essen</li>
<li>wenig bis gar kein Schlaf</li>
<li>wenig Geld</li>
<li>Vorgesetzte, insbesondere junge Offiziere und ganz junge Unteroffiziere, die es lieben, euch anzuschreien und fertig zu machen, also nicht nur körperlich fertig machen sondern gerne auch seelisch und moralisch</li>
<li>solltet ihr im Stockbett unten schlafen und der über euch furzt die ganze Nacht, viel Spaß</li>
</ul>
<p>Das sollte jetzt nur ein kleiner Vorgeschmack sein, auf das, was einem dort erwarten kann. Sicher gibt es auch seriöse Unteroffiziere und Offiziere, die ihre Untergebenen absolut menschlich behandeln aber zu meiner Zeit dort war das eher eine Minderheit und mir tut jeder einzelne Tag meiner 4 Jahre dort mehr als leid, jeder einzelne Tag war ein verlorener Tag. Ich war zwar nach meiner offiziellen Dienstzeit als Reservist vorgesehen habe allerdings an keiner einzigen Reserveübung teilnehmen müssen und wenn die mich hätten holen wollen, wäre ich eher in den Knast gewandert als auch nur einen weiteren Tag für das Geschwür Bundeswehr zu dienen.</p>
<p>Ich muss euch auch noch sagen, solltet ihr so verrückt sein, euch dort zu verpflichten und ihr findet nach dem Ende eurer Dienstzeit nicht gleich einen Job so könnt ihr euch den Weg zum Arbeitsamt sparen um dort Arbeitslosengeld zu beantragen. Ihr habt während eurer Dienstzeit jeglichen Anspruch verloren da die Dienstzeit nicht wie eine versicherungspflichtige Zeit gewertet wird. Erwartet auch nicht, daß euch das vorher jemand bei den Kreiswehrersatzämtern sagt. Viel Spaß also, wenn ihr dann hinterher ohne Kohle dasteht. Ach ja, privat versichern müsst ihr euch dann auch, denn für die gesetzliche Krankenkasse fehlt euch die Vorversicherungszeit von vor dem Bund, die ist ja dann auch flöten gegangen.</p>
<p>In diesem Sinne, frohes Schaffen.</p>
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		<title>Wohin geht die Reise ?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 13:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Blogbeiträge schaffen es immer wieder, mich nachdenklich werden zu lassen. So auch diesmal Dennis (Realloc). Sein Artikel &#8220;Who (or what) are you? &#8221; hat es fertig gebracht, daß ich mir einmal mehr die Frage stelle, wo ich heute stehe und wo ich eigentlich hin will. Ich will das jetzt nicht auf meinen Blog beziehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://alex-kempe.de.dd26730.kasserver.com/wp-content/uploads/2010/03/zug.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-920" title="zug" src="http://alex-kempe.de/wp-content/uploads/2010/03/zug-300x183.jpg" alt="" width="144" height="88" /></a>Manche Blogbeiträge schaffen es immer wieder, mich nachdenklich werden zu lassen. So auch diesmal <a href="http://lloc.de/" target="_blank">Dennis (Realloc)</a>. Sein Artikel &#8220;<a href="http://lloc.de/who-or-what-are-you.html" target="_blank">Who (or what) are  you? </a>&#8221; hat es fertig gebracht, daß ich mir einmal mehr die Frage stelle, wo ich heute stehe und wo ich eigentlich hin will. Ich will das jetzt nicht auf meinen Blog beziehen da ich das als reines Hobby betrachte sondern es geht mir viel mehr darum, wie meine persönlichen Ziele, Wünsche und Wertvorstellungen für die Zukunft sind.<span id="more-911"></span></p>
<p>Nunja, wo ich heute stehe, das sehe ich jeden Tag, wenn ich auf der Arbeit bin. Eigentlich kann ich irgendwo froh sein, daß es für meinen Beruf keine neumodische Bezeichnung gibt. Was würde ich mir blöd vorkommen wenn ich Hausmeister wäre und ich würde mich plötzlich Facility Manager schimpfen, oder wäre ich Reinigungskraft, dann Cleaning Manager. Der Verkaufsleiter ist heute ein Sales Manager, der Abteilungsleiter ein Key Account Manager, viele die irgendwas mit Versicherungsverkauf zu tun haben schimpfen sich aus Prinzip Unternehmensberater. Am allerbesten sind aber die Typen beim Jobcenter und beim Arbeitsamt, das sind KUNDENBERATER.</p>
<p>Nunja, vieles davon hab ich schon ausprobiert, Versicherungen im Außendienst, Schmierstoffe im Außendienst und was weiß ich noch alles. Wie heißt es aber so schön, Schuster bleib bei deinen Leisten. So war ich und bin ich in der Metallverarbeitung. Vermutlich wird hier auch meine berufliche Reise irgendwann enden.</p>
<p>Nur frage ich mich oft, will ich wirklich bis zur Rente an der CNC-Maschine stehen ? Schon aus gesundheitlicher Sicht frage ich mich dies oft da ich nach wie vor auf meine Medikamente angewiesen bin, damit ich überhaupt den ganzen Tag stehen kann an der Maschine. Mein Betrieb ist an sich eine gute Firma mit Perspektiven auch für die Zukunft was die Positionierung gegenüber den Mitbewerbern anbelangt. In unserem Bereich sind wir in einem speziellen Segment der Umwelttechnik Marktführer. Mit den Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Fertigung sieht es allerdings düster aus. Schichtführer werden keine benötigt mangels Schichtbetrieb, Abteilungsleiter werden keine benötigt da wir nur 1 Abteilung sind und der jetzige gerade neu ist. Also bleibt mir der Platz den ich jetzt habe, der CNC-Dreher. Die Stelle ist gut, die Arbeit relativ abwechslungsreich aber ist es wirklich das, was ich die nächsten 20 Jahre bis zur Rente machen will ?</p>
<p>Rente ist ein gutes Stichwort. Wohin wird uns die Reise führen ? Bleibt es bei der Rente mit 67, arbeitet mein Jahrgang gar bis 75 oder schlechtestenfalls bis wir im hohen Alter von weit über 80 bei der Arbeit tot umfallen ? Eigentlich für den Staat die Idealvorstellung oder nicht, wenn die Arbeitnehmer buckeln bis zum letzten Atemzug ohne daß der Staat bzw. die Rentenversicherung auch nur einen einzigen Cent Rente bezahlen muß.</p>
<p>Werden wir einmal so etwas wie eine Rente bekommen oder sind wir, nachdem wir Jahrzehnte gebuckelt haben, in die Rentenversicherung einbezahlt haben automatisch Sozialhilfe bzw. Hartz IV Empfänger ?</p>
<p>Fragen über Fragen, die Zeit wird es zeigen, wohin uns unsere Reise führt.</p>
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