Missbrauchsverdacht: Erneut Priester beurlaubt

Im Bistum Würzburg sind zwei Priester wegen möglicher sexueller Übergriffe auf Kinder beurlaubt worden. Gegen die katholischen Geistlichen ermittle auch die Staatsanwaltschaft, teilte die Diözese mit.

Man werde alles tun, was einer zügigen Aufklärung diene, heißt es. Ein heute 62 Jahre alter Priester soll 1985 eine 17- Jährige sexuell belästigt haben. Außerdem gibt es Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester der Diözese Fulda, der zuletzt in Unterfranken gearbeitet hatte. (Quelle – Südkurier)

Kindesmissbrauch soll in Holland nicht mehr verjähren

Wer in Holland Kinder sexuell missbraucht, soll dafür bis an sein Lebensende strafrechtlich verfolgt werden können. Die Verjährungsfrist für solche Taten werde aufgehoben, kündigte Justizminister Ernst Hirsch Ballin an.

Für ein entsprechendes Gesetz gebe es eine klare Mehrheit im Parlament. Bisher beträgt die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch in den Niederlanden 20 Jahre nach Volljährigkeit des Opfers. In der Bundesrepublik verjährt Missbrauch zehn Jahre nach dem 18. Geburtstag der Opfer. (Quelle : Südkurier)

Kommentar : Warum ist so etwas in Deutschland nicht auch möglich ? Das wäre hier längst überfällig.

Missbrauch: Beamte verlieren Pension

Beamte, die wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gekündigt werden, können ihre Pensionsansprüche verlieren. Ein derartiges Delikt sei ein besonders schweres Dienstvergehen, das neben der Entlassung aus dem Dienst auch die Aberkennung des Ruhegehalts rechtfertige. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht Leipzig (Sachsen). Im konkreten Fall ging es um einen Justizvollzugsbeamten aus Berlin, der im Juli 2003 wegen Kindesmissbrauchs zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Zudem hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ihm das Ruhegehalt aberkannt. Dagegen war er vor dem Bundesverwaltungsgericht in Revision gegangen. Die Leipziger Richter entschieden, dass das maßgebende Kriterium für die Bestimmung einer Disziplinarmaßnahme die Schwere des Dienstvergehens ist. weiterlesen »

Gläubige schirmen Kinder von Kirche ab

Missbrauchsfälle als Vertrauensdesaster für Katholiken

Zürich/München (pte) – Reihenweise Missbrauchsfälle haben die katholische Kirche in den vergangenen Wochen erschüttert. Selbst der Papst soll in seinem Amt als Kardinal Ratzinger von zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Kinder in den USA gewusst haben und untätig geblieben sein, werfen ihm US-Medien vor. Die Reaktionen der Gläubigen ließen nicht lange auf sich warten. Sie ziehen nun die Konsequenzen und kehren der Kirche in großer Zahl den Rücken. Ihre Kinder wollen sie mittlerweile auch von kirchlichen Institutionen fernhalten. Eine erdrückende Mehrheit hat das Vertrauen in die Religionsgemeinschaft verloren. weiterlesen »

Missbrauch: Orden entschuldigt sich

Die katholische Ordensgemeinschaft „Schwestern Unserer Lieben Frau“ hat sich bei den Opfern sexuellen Missbrauchs entschuldigt. „Es tut uns Schwestern außerordentlich leid, dass junge Menschen unter unserer Obhut die traumatische Erfahrung sexuellen Missbrauchs erleiden mussten.“ Anfang März war ein Missbrauchsverdacht in einem Kinderheim des katholischen Vinzenzwerkes in Münster bekannt geworden, das von den Schwestern geleitet wird. Demnach soll dort in den 1950er Jahren ein Priesteramtsanwärter Heimkinder sexuell missbraucht haben: „Wir bedauern sehr, entsprechende Hinweise nicht ernst genommen zu haben, und bitten alle um Vergebung, denen wir durch mangelhafte Aufsicht und Fürsorge in dieser Hinsicht geschadet haben.“ Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen gegen den Mann wegen Verjährung wieder eingestellt worden. Auch im Kinderheim Antoniusstift in Damme soll ein freier Mitarbeiter Kinder sexuell missbraucht haben. Die Einrichtung war damals in Trägerschaft des Ordens. (Quelle : bild.de)