Stieftochter missbraucht: 4 Jahre Haft

Er missbrauchte seine Stieftochter mehrfach – dafür ist ein 47 Jahre alter Schlosser aus dem münsterländischen Beelen zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der gehörlose Mann, der sich im Prozess vor dem Landgericht Münster mittels Gebärdendolmetscherin verständlich machte, hatte die Tat zu Prozessbeginn gestanden. Er räumte, sich in der Zeit von 2006 bis 2008 in 28 Fällen an seiner Stieftochter sexuell vergangen zu haben. Zu Beginn der Übergriffe war das Mädchen zehn Jahre alt. In einem Fall sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen. Das Geständnis des Angeklagten werteten die Richter am Dienstag strafmildernd. (Quelle : bild.de)

Kommentar : Ob Gehörlos oder eine andere Behinderung, in so einem Fall ist die Gesetzgebung und auch hier das Strafmaß ein Skandal. Was sind 4 Jahre im Vergleich zu einem verkorksten Leben nach einem Missbrauch. Die Täter bekommen ein paar Jährchen aufgebrummt, bekommen aufgrund eines Geständnisses sogar noch ein abgemildertes Urteil und machen nach der Haft munter weiter. Da in Deutschland leider keine Todesstrafe existiert, die im Falle von Kinderschändern in meinen Augen folgerichtig wäre, gehören diese Monster für alle Zeiten weggesperrt.

Benedikts Hirtenbrief bringt keine Annäherung

Der Hirtenbrief von Benedikt XVI. zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hat vor allem Vertreter der Amtskirche überzeugt. Den Kritikern geht das Papier aus Rom dagegen nicht weit genug.

Die Initiative «Wir sind Kirche» bemängelte, der Papst lasse strukturelle Ursachen des Problems in der katholischen Kirche unerwähnt. Auch dass er die deutschen Missbrauchsfälle in dem Hirtenbrief nicht anspricht, stößt auf Kritik. Mehrere Bischöfe sehen in dem Brief dagegen eine «klare Weisung auch für Deutschland». (Quelle : Südkurier)

Papst verurteilt Kinderschänder nicht, es sind nur Sünder

Papst Benedikt XVI. hat in seinem Mittagsgebet die Katholiken aufgerufen, kompromisslos gegen Sünde zu sein und zugleich Sünder nicht zu verurteilen. Seinen am Samstag veröffentlichten Hirtenbrief zum Missbrauchskandal in Irland erwähnte er nicht. Englisch sprechenden Pilgern auf dem Petersplatz sagte er, sie sollten demütig um Vergebung für ihre eigenen Fehler bitten. Er zitierte die Bibelstelle, in der Jesus sagt, wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein auf eine Ehebrecherin.

Kommentar : Mit anderen Worten, steinigt die Kinderschänder. Dieser alte Mann ist nicht von dieser Welt sonst würde er solch einen Schwachsinn nicht verzapfen. Sünder nicht verurteilen. Also verurteilt er persönlich die Kinderschänder der Kirche nicht.

Erzbischof Zollitsch räumt Vertuschung ein

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, hat eingeräumt, dass in der katholischen Kirche Fälle sexuellen Missbrauchs bewusst verschleiert wurden. „Ja, das hat es bei uns gegeben“, sagte Zollitsch in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Seit Jahren jedoch steuere die Katholische Kirche „den entgegengesetzten Kurs“. Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sei über Jahrzehnte in der gesamten Gesellschaft vertuscht worden. Auch wenn immer deutlicher werde, dass „die meisten Fälle außerhalb des kirchlichen Raumes“ geschähen, seien sie in der Kirche besonders schlimm, sagte Zollitsch. „Dass Übergriffe in solcher Zahl auch in unseren Einrichtungen stattgefunden haben, beschämt mich und bewirkt in mir ein großes Erschrecken. Jeder einzelne Fall verdunkelt das Gesicht der ganzen Kirche.“ (Quelle : bild.de)

Ackermann begrüßt Hirtenbrief des Papstes

Der Sonderbeauftragte der katholische Kirche zur Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle, Bischof Stephan Ackermann, hat den Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI. begrüßt. Er sagte in Trier, er sei nicht enttäuscht darüber, dass der Brief sich nicht eigens an Deutschland wende.

Es seien «genug Hinweise» auch für die deutsche katholische Kirche enthalten. Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Der Brief des Papstes war am Mittag veröffentlicht worden. weiterlesen »