Über Steuerentlastungen, Griechenland und den Abmahnwahn der Kirche

Eigentlich sollte man sich ja freuen. Die FDP beharrt weiterhin auf Steuerentlastungen trotz der aktuellen Steuerschätzung. Mit den Gering- und Normalverdienern hat die Partei wohl gerade eine neue Klientel entdeckt, die man nun begeistern möchte. Dumm nur, daß gerade Wahlen anstehen und sogar ein Blinder mit Krückstock merkt, daß es nichts als Augenwischerei ist. Die liberalen Volkszertreter haben noch immer nicht begriffen, daß der Zeitpunkt für den anhaltenden Schrei nach Steuerentlastungen ungünstiger nicht sein könnte. Ich frage mich ernsthaft, wann endlich das weisse Wägelchen mit den Männern vorfährt, mit den tollen Jacken, die man hinten zu macht um die Herren und Damen in die geschlossene Anstalt zu verfrachten. Sollte man dies nicht gar als Gefahr für die Öffentlichkeit bezeichnen, diese Politik des Größenwahns der FDP ? Da fällt mir eigentlich nur noch ein : Dumm geboren und verdammt wenig dazugelernt.

Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären. Die letzten Tage lese ich immer wieder von den ach so armen Griechen, die ja nichts dafür können, daß deren Land zahlungsunfähig ist und die ja ach so schlimm von deren Regierungen hinters Licht geführt wurde und betrogen wurden. Liebe Griechen, ich empfinde eine Runde Mitleid für euch, falls ich die Zeit dazu finde. Wer bitte fragt uns denn, ob wir für die Zeche bezahlen wollen. Das wird hier in unserem Land doch einfach für uns entschieden so wie die Politik hier im Land alles immer “zum Wohle des Volkes” tut. Mit relativ geringem Verständnis schaue ich auf die derzeitigen Streiks und Unruhen in Griechenland. Was soll das ? Wir müssen hier in Deutschland schon seit Jahren den Gürtel immer enger schnallen und nun können wir den Gürtel bald mehrfach um uns herumwickeln, wenn jetzt auch noch die Schulden von anderen Ländern den deutschen Steuerzahler schröpfen. Dabei ist es doch eigentlich völlig egal, wie man das Kind nun nennen mag. Ob es nun eine Rettung Griechenlands ist oder eine verdeckte Bankenrettung wie man munkelt, eine Rettung der Banken, die sich in Griechenland verzockt haben. Egal wie das Kind auch heissen mag, die Zeche zahlt der deutsche Bürger. Vielleicht sollte ich mal die Diözese Regensburg anhauen, Unterlassungserklärungen und Abmahnungen gegen Politiker zu versenden.

Somit sind wir auch schon beim letzten Thema. Da erdreistet sich doch tatsächlich die Diözese Regensburg Blogger abzumahnen, die ihr gesetzliches Recht auf freie Meinungsäusserung wahrnehmen. weiterlesen »

Umfrage: Vertrauen in Papst und katholische Kirche dramatisch gesunken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Vertrauen der Deutschen in den Papst und die katholische Kirche ist wegen des Skandals um den sexuellen Missbrauch von Kindern dramatisch eingebrochen. Laut einer Forsa-Umfrage für das Magazin “Stern” vertrauen aktuell nur noch 17 Prozent der katholischen Kirche und nur 24 Prozent dem Papst. Sechs Wochen zuvor, Ende Januar, hatten noch 29 Prozent der Bundesbürger ungebrochenes Vertrauen in die Kirche bekundet, 38 Prozent in Papst Benedikt. Auch unter den Katholiken vertraut in der Umfrage des Forsa-Instituts nur noch eine Minderheit Papst und Kirche. Das Vertrauen in den Pontifex sank von Ende Januar bis Mitte März von 62 auf 39, das in die katholische Kirche von 56 auf 34 Prozent. Von den konfessionslosen Deutschen bekunden nur noch fünf Prozent Vertrauen in die katholische Kirche. Die evangelische Kirche dagegen hat den Rücktritt ihrer Ratsvorsitzenden Margot Käßmann praktisch unbeschädigt überstanden. Ihr bekunden 42 Prozent aller Deutschen Vertrauen, im Vergleich zu 44 Prozent Ende Januar. Betrachtet man nur die Protestanten, so blieb deren Vertrauen mit 65 gegenüber 64 Prozent sechs Wochen zuvor völlig stabil.

Missbrauch: Orden entschuldigt sich

Die katholische Ordensgemeinschaft „Schwestern Unserer Lieben Frau“ hat sich bei den Opfern sexuellen Missbrauchs entschuldigt. „Es tut uns Schwestern außerordentlich leid, dass junge Menschen unter unserer Obhut die traumatische Erfahrung sexuellen Missbrauchs erleiden mussten.“ Anfang März war ein Missbrauchsverdacht in einem Kinderheim des katholischen Vinzenzwerkes in Münster bekannt geworden, das von den Schwestern geleitet wird. Demnach soll dort in den 1950er Jahren ein Priesteramtsanwärter Heimkinder sexuell missbraucht haben: „Wir bedauern sehr, entsprechende Hinweise nicht ernst genommen zu haben, und bitten alle um Vergebung, denen wir durch mangelhafte Aufsicht und Fürsorge in dieser Hinsicht geschadet haben.“ Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen gegen den Mann wegen Verjährung wieder eingestellt worden. Auch im Kinderheim Antoniusstift in Damme soll ein freier Mitarbeiter Kinder sexuell missbraucht haben. Die Einrichtung war damals in Trägerschaft des Ordens. (Quelle : bild.de)

Erzbischof Zollitsch räumt Vertuschung ein

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, hat eingeräumt, dass in der katholischen Kirche Fälle sexuellen Missbrauchs bewusst verschleiert wurden. „Ja, das hat es bei uns gegeben“, sagte Zollitsch in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Seit Jahren jedoch steuere die Katholische Kirche „den entgegengesetzten Kurs“. Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sei über Jahrzehnte in der gesamten Gesellschaft vertuscht worden. Auch wenn immer deutlicher werde, dass „die meisten Fälle außerhalb des kirchlichen Raumes“ geschähen, seien sie in der Kirche besonders schlimm, sagte Zollitsch. „Dass Übergriffe in solcher Zahl auch in unseren Einrichtungen stattgefunden haben, beschämt mich und bewirkt in mir ein großes Erschrecken. Jeder einzelne Fall verdunkelt das Gesicht der ganzen Kirche.“ (Quelle : bild.de)

Ermittlungen gegen mindestens 14 Priester

Gegen mindestens 14 Priester in Deutschland wird wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch ermittelt. Das ergab eine Umfrage des Hamburger Nachrichtenmagazins «Spiegel» unter den 24 Generalstaatsanwaltschaften.

Außerdem seien Verfahren gegen 11 weltliche Lehrer und Erzieher anhängig, heißt es in dem Bericht. Bei der katholischen Kirche in Deutschland melden sich immer mehr Opfer sexuellen Missbrauchs. Mehr als 250 Verdachtsfälle sind inzwischen bekanntgeworden. Der Vatikan veröffentlicht heute den Papstbrief zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. (Quelle : Südkurier) weiterlesen »