Wie ausgebrannt

Es ist irgendwie wie verhext momentan. Würde man das Gefühl beschreiben müssen, so würde man es wohl als ausgebrannt bezeichnen. Neudeutsch wäre es wohl Burn Out oder so. Man schläft, geht arbeiten, isst, hat einen Ausgleich beim Sport auf dem Bike, wo man Energie tanken kann aber man ist trotzdem total antriebslos. Ich ertappe mich auch die letzte Zeit vermehrt dabei, daß ich mich im Job frage, macht dies alles wirklich noch Sinn in der Art und Weise, wie es abläuft. Es ist wie es letztes Jahr auch schon war im Beruf. Es ist Urlaubszeit, meine Kinder haben frei und Leute in der Firma sind entweder im Urlaub oder krank und so wird man ständig nach Samstags arbeiten gefragt und es sind immer die selben Leute, die dann am Wochenende in der Firma auf der Matte stehen und andere wiederum sagen aus Prinzip nein, fragen aber auf der anderen Seite nach mehr Gehalt. Mehr Gehalt bedeutet aber auch, daß man mehr leisten muß und nicht aus Prinzip nein sagt.

Somit ist nun schon das 2. Wochenende in Folge im Eimer denn wenn ich 6 Tage gearbeitet hab, ist mein Wochenende gelaufen denn dann will ich eigentlich einfach nur noch meine Ruhe haben und nichts sehen und nichts hören, einfach abschalten aber da wir 2 sehr aktive Kinder haben, ist dies einfach nicht drin. Zumal die Familie allgemein ja auch etwas von mir haben will und etwas erwartet. Auch Nadine ist alles andere als begeistert von der Situation momentan, auch was meine Stimmungsschwankungen anbelangt aber ich kann einfach nicht aus meinem Körper. weiterlesen »

Leben und arbeiten in Bayern – Nur wann ?

Erst war es eigentlich nur so eine Idee, die uns bei der Abfahrt von Bad Tölz gekommen ist. Als wir uns aber mehr und mehr dem Bodensee, unserer derzeitigen Heimat, genähert haben, ist es immer mehr zum Verlangen geworden.

Da Nadine und ich die Berge gleichermassen lieben und Nadine es am Bodensee gesundheitlich nicht wirklich gut geht, sie aber in Bayern wirklich gesundheitlich auf der Höhe war, der Berge wegen und der Luft wegen, kam uns der Gedanke, besser gesagt, Nadine äußerte den Wunsch, dahin umzusiedeln. Gesundheitlich war es bei Nadine bereits im Januar so und jetzt hat sich dies im Wohlbefinden ebenfalls wieder geäußert, vor allem beim Asthma.

Nunja, so wirklich heimatverbunden war ich nie, es gibt nicht wirklich etwas, was mich am Bodensee hält, da man sich einfach mit der Zeit daran satt sieht. Gerade auf der Rückfahrt ab Friedrichshafen wurde mir so richtig bewusst, hier siehst du Apfelbäume so weit das Auge reicht und dieser Anblick kotzt dich einfach nur noch an. Da hilft auch der Blick auf den Bodensee nicht denn dieser See wird mit der Zeit zur eine Pfütze, die zum Alltag wird. Berge aber liebe ich, seit ich ein kleines Kind bin, geprägt durch viele Urlaube in den Bergen in meiner Kindheit und geprägt durch mein Verlangen nach großen Höhen beim Bergsteigen. Meinen Lebensabend habe ich mir seit jeher in den Bergen ausgemalt.

Was also spricht dagegen ? Was spricht gegen einen Umzug ? Die Wirtschaftskrise ? Die Angst, daß es irgendwo anders nicht weitergeht ? weiterlesen »