Euro-Krise: ifo-Chef kritisiert Regierung

ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat vor gefährlichen Folgen des Euro-Rettungspaketes gewarnt und das Vorgehen der Bundesregierung hart kritisiert. „Wir stürzen uns mit dem neuen Gewährleistungsgesetz in ein unkalkulierbares Abenteuer“, sagte Sinn der „Süddeutschen Zeitung“. Europa drohe, „eine gewaltige Schuldenblase aufzubauen, die mit einem gewaltigen Knall platzen wird“. Zugleich warf der Ökonom Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, zu wenig für die Interessen Deutschlands getan zu haben. Die deutsche Staatskrise sei „vorprogrammiert“, sagte Sinn. Aus seiner Sicht hätte sich Merkel gegen den Rettungspakt wehren müssen. „Der Pakt bedeutet nichts anderes, als dass Deutschland für die Schulden anderer Länder geradesteht“, sagte Sinn. „So sehr ich den Euro grundsätzlich für richtig halte: Ich verstehe, wenn sich nun viele Deutsche hereingelegt fühlen.“ (Quelle – sz)

Euroländer wollen freiwillige Hilfen von Banken

Nach der Einigung auf ein Rettungspaket für Griechenland verlangen die Euroländer Hilfszusagen von privaten Banken. Dabei geht es besonders darum, in der griechischen Kreditwirtschaft aktiv zu sein.

Die Hilfszusagen von Internationalem Währungsfonds und den Europartnern an Athen umfassen dem Vernehmen nach 110 bis 115 Milliarden Euro. Zuletzt war von 120 Milliarden Euro oder mehr die Rede. Die Finanzminister der Eurogruppe wollen am Nachmittag in Brüssel das weitere Vorgehen absprechen. (Quelle : Südkurier)