Benedikts Hirtenbrief bringt keine Annäherung

Der Hirtenbrief von Benedikt XVI. zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hat vor allem Vertreter der Amtskirche überzeugt. Den Kritikern geht das Papier aus Rom dagegen nicht weit genug.

Die Initiative «Wir sind Kirche» bemängelte, der Papst lasse strukturelle Ursachen des Problems in der katholischen Kirche unerwähnt. Auch dass er die deutschen Missbrauchsfälle in dem Hirtenbrief nicht anspricht, stößt auf Kritik. Mehrere Bischöfe sehen in dem Brief dagegen eine «klare Weisung auch für Deutschland». (Quelle : Südkurier)

Ackermann begrüßt Hirtenbrief des Papstes

Der Sonderbeauftragte der katholische Kirche zur Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle, Bischof Stephan Ackermann, hat den Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI. begrüßt. Er sagte in Trier, er sei nicht enttäuscht darüber, dass der Brief sich nicht eigens an Deutschland wende.

Es seien «genug Hinweise» auch für die deutsche katholische Kirche enthalten. Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Der Brief des Papstes war am Mittag veröffentlicht worden. weiterlesen »

Ermittlungen gegen mindestens 14 Priester

Gegen mindestens 14 Priester in Deutschland wird wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch ermittelt. Das ergab eine Umfrage des Hamburger Nachrichtenmagazins «Spiegel» unter den 24 Generalstaatsanwaltschaften.

Außerdem seien Verfahren gegen 11 weltliche Lehrer und Erzieher anhängig, heißt es in dem Bericht. Bei der katholischen Kirche in Deutschland melden sich immer mehr Opfer sexuellen Missbrauchs. Mehr als 250 Verdachtsfälle sind inzwischen bekanntgeworden. Der Vatikan veröffentlicht heute den Papstbrief zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. (Quelle : Südkurier) weiterlesen »