Mein Wunsch zu Weihnachten: ein 3D-Drucker

Lieber Weihnachtsmann: Hiermit möchte ich dir offiziell meinen Weihnachtswunsch mitteilen: Ich möchte einen 3D-Drucker haben. Ich weiß, dass der nur schwer durch den Kamin passt, aber zum Dank drucke ich dir auch ein zusätzliches Rentier für deinen Schlitten aus.

3D-Drucker endlich für die Allgemeinheit

Ein Artikel im Fachmagazin Chip weckte neulich meine Neugierde: Demnach soll schon nächstes Jahr das erste Auto in den Handel kommen, das zu 75 Prozent am 3D-Drucker entstanden ist. Auf der Luftfahrtmesse in Dubai wurde sogar eine erste Drohne aus dem 3D-Drucker präsentiert. Nun wäre ich für den Anfang ja schon mit einer Gabel aus dem 3D-Drucker glücklich, doch die endlosen Möglichkeiten, die diese Geräte bieten, sind schon faszinierend. So wie heute auf Knopfdruck köstlicher Kaffee aus dem Vollautomaten sprudelt, könnte dann bald vom neuen Mantel bis zum Smartphone alles Mögliche maßgeschneidert mit einem Knopfdruck angefertigt werden.

Billig sind die guten Stücke zwar noch immer nicht (sorry, lieber Weihnachtsmann), aber immerhin sind sie mittlerweile im Mainstream angekommen. Große Onlinehändler wie Heine.de bieten günstige Anfängermodelle nun schon im dreistelligen Bereich an. Ein neues Auto wird man damit zwar nicht drucken können, doch für den Einstieg ist es genau richtig.

Wie funktioniert ein 3D-Drucker eigentlich?

Bei einfachen Modellen, wie sie im Onlinehandel für Verbraucher erhältlich sind, kommt Fused Deposition Modeling (FDM) zum Einsatz. Dabei werden Kunststoffe erhitzt, bis die flüssig sind. Nun wird mit diesem flüssigen Faden das gewünschte Objekt geformt. Dies kann eine simple Plastikgabel sein, aber auch ein aufwändiges Konstrukt wie der Weihnachtsmann samt Schlitten und Rentieren. Ich überlasse mal der Sendung mit der Maus das Wort, die mir seit gut 40 Jahren schon zuverlässig die Welt erklärt:

Ein Auto lässt sich mit den kleinen Modellen natürlich nicht drucken. Hierzu ist ein entsprechend großer Drucker erforderlich, der die gesamte Karosserie des Autos auf einmal „ausspuckt“. Dazu kommen unzählige Kleinteile, die dann doch wieder von Hand angeschraubt werden müssen wie in der Autofabrik. Dennoch dürften die Kosten des „gedruckten“ Autos irgendwann weit unter denen eines normalen Fahrzeugs liegen. Vielleicht können wir dann irgendwann ins Autohaus gehen, an einem Tablet das gewünschte Fahrzeug mit seiner Ausstattung, Farbschema und Extras zusammenstellen und es zwei Stunden später an der Ausgabe abholen. Bis es so weit ist, werde ich mich erstmal an Gabeln und Rentieren versuchen. Sofern der Weihnachtsmann meine Wünsche erhört…

Bild: © istock.com/Izabela Habur

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