Testbericht – Fire Kids Edition

Quelle: Amazon
Quelle: Amazon

Irgendwann kommt der Tag, an dem man es leid ist, den Kleinen das eigene Smartphone oder Tablet zu überlassen.

Viele Eltern kennen das Problem, dass Kinder von der gereichten Hand schnell den ganzen Arm beanspruchen und aus gelegentlichen eigenen Gehversuchen in der Welt des Internets werden ausgiebige Spaziergänge auf den Geräten der Eltern.

Dass das Internet für Kinder mancherlei Gefahren birgt, liegt dabei auf der Hand und normale Smartphones und Tablets bieten nicht wirklich zuverlässige Schutzmechanismen, um Kinder und Jugendliche vor solchen Gefahren zu schützen.

Will man seinen Kindern ein eigenes Gerät an die Hand geben, bietet der Markt zwar allerhand Geräte an, die mehr oder minder geeignet sind aber die Masse derer, ist eher untergeordnet von der Tauglichkeit.

Mehr als positiv sticht da das Fire Kids Edition von Amazon aus der Masse heraus. Hinter dem verheißungsvollen Namen verbirgt sich ein normales Fire mit 7 Zoll Display, was durch allerhand Features kindgerecht gestaltet wurde.

Fakten:

  • Vollausgestattetes Fire Tablet mit Quad-Core-Prozessor
  • 7-Zoll-Display, vorder- und rückseitige Kamera
  • MicroSD-Steckplatz für bis zu 128 GB zusätzlichen Speicherplatz
  • 2 Jahre Sorglos-Garantie – falls das Tablet kaputt geht, wird es zurückgenommen und ersetzt
  • Inklusive 1 Jahr Amazon FreeTime Unlimited – mit Zugriff auf Tausende eBooks, Videos, Lern-Apps und Spiele – ohne Zusatzkosten
  • Benutzerfreundliche Kindersicherung – regelt den Zugriff auf Inhalte, Zeitlimits und Lernziele
  • Kindgerechte Schutzhülle – leichte, robuste Schutzhülle, um das Tablet vor Stürzen und Schlägen zu schützen
  • Demnächst mit kinderfreundlicher Webbrowser

Ich hatte die Möglichkeit, ein Fire Kids Edition über mehrere Wochen ausgiebig zu testen und möchte gerne ein Fazit über das Gerät ziehen.

Das komplette Paket kommt amazontypisch in einer stabilen Verpackung. Im Umkarton befindet sich neben dem Tablet ein zusätzliches Paket mit der dicken Schutzhülle. Betrachtet man die Größe der Schutzhülle, kommt man zunächst zu dem Schluss, dass die damit verbundene Haptik für Kinderhände niemals geeignet sein kann. Das ist ein gewaltiger Trugschluss, denn trotz der enormen Dicke der Hülle ist das Ganze bestens für Kinderhände geeignet.

Die Schutzhülle ist leicht am Tablet anzubringen und hält das Gerät bombensicher. Hier braucht man sich keine Gedanken zu machen, dass es herausfallen könnte, wozu andere Schutzhüllen schon einmal neigen können. Entfernen lässt sich die Hülle aber trotzdem ohne jede Gewalteinwirkung. Die Hülle besitzt oben und unten jeweils große Öffnung und damit bleiben die oben liegenden Bedienelemente wie Powerbutton, Lautstärkewippe, Kopfhörereingang und Stromanschluss gut erreichbar und bedienbar. Unten befindet sich ebenfalls eine Öffnung für den integrierten Lautsprecher.

Nachdem der Akku das erste Mal zu 100% geladen ist, kann es mit der Einrichtung des Tablet auch schon losgehen. Diese gestaltet sich wie erwartet unspektakulär und ohne böse Überraschungen. Nachdem ein paar wenige Menüpunkte wie Sprache, WLAN-Zugang etc. abgearbeitet sind, kann man sich mit seinen gewohnten Account-Daten von Amazon ins Tablet einloggen. Dies legt auch gleich das erste Erwachsenenprofil an, welches zur späteren Konfiguration der Kinder- und Jugendprofile genutzt wird. Dazu aber später mehr.

Nach der Einrichtung und dem ersten Start erwartet den Nutzer eine in sich aufgeräumte Oberfläche sowie einige vorinstallierte Apps. Erste Tests haben gezeigt, dass der Prozessor schnell genug ist, um die installierten Apps ruckelfrei laufen zu lassen. Scrollen etc. ist problemlos möglich. Da es sich um ein Amazon-Produkt handelt, kann man nicht den Playstore von Google erwarten. Als App-Store dient der Amazon eigene. Generell ist das Tablet ausgelegt, um Amazoninhalte zu konsumieren. Daher kommt auch keine Standard-Android-Version zum Einsatz, sondern FireOS, was auf Android Lollipop basiert. Mich persönlich stört es nicht, denn Amazon macht keinen Hehl daraus, dass die günstigen Tablets auf eigene Inhalte zugeschnitten sind. Der Kunde weiß von vornherein, was ihn erwartet und das geht so auch in Ordnung. Natürlich brauche ich nicht extra zu erwähnen, dass sich der Playstore von Google über Umwege trotzdem installieren lässt, aber aus Gründen der Fairness sollte er außen vor bleiben. Gehe ich von mir selber aus, so nutze ich auf meinen Geräten keine Apps, die ich nicht auch im App-Store von Amazon gefunden habe.

Widmen wir uns nun dem eigentlichen des Tablets, den Profilen, die sich für Kinder und Jugendliche anlegen lassen. Generell lassen sich für Kinder und Jugendliche unterschiedliche Profile anlegen. FreeTime Unlimited gestattet bis zu 6 Profile. Unterschieden wird hier zwischen Profilen für Kinder und denen für Jugendliche. Je nach Profil werden beim Aufrufen derer unterschiedliche, altersgemäße Inhalte dargestellt.

Die Oberfläche in den Profilen ist gegliedert in Karussell, dort liegen alle runtergeladenen Inhalte, Videos, Apps und Bücher. Grundsätzlich sind alle Inhalte in den Profilen für Kinder und Jugendliche kostenfrei und auch In-App-Käufe sind unterbunden. Da kann man sich als Eltern entspannt zurücklehnen und braucht keine teuren Rechnungen für Käufe der Kids zu befürchten.

Ich habe beide Profile ausgiebig getestet und die Auswahl an verfügbaren Spielen, Lernapps, Bücher und Videos ist wirklich genial.

Persönlich hat mir sehr gut gefallen, dass man Ziele für die Profile definieren kann. Legt man als Eltern z.B. wert darauf, dass die Kleinen vor dem Zocken zuerst eine gewisse Zeit ein Buch lesen müssen, bevor andere Apps oder Videos gestartet werden können, so kann man dies in den Einstellungen des Profils problemlos festlegen. Auch ein tägliches Zeitkontingent kann pro Profil definiert werden, alternativ bestimmte Uhrzeiten der Nutzung. Keine Sekunde weicht das System hier von den festgelegten Vorgaben ab und arbeitet fehlerfrei.

Zusätzlich zu den in den Profilen enthaltenen Apps kann man über das Erwachsenenprofil Apps, Videos etc. für die Kinder herunterladen und über eine Freigabe den einzelnen Kinder- und Jugendprofilen zuordnen. Auch diese Funktion arbeitet fehlerfrei.

Alles in allem hat Amazon bei den Profilen einen wirklich guten Job gemacht. Kinder und Jugendliche bekommen nichts zu sehen, was nicht ihrem Alter entspricht und das lässt Eltern doch ein wenig ruhiger schlafen.

Kommen wir noch auf das Thema Akku zu sprechen. Über all die Testzeit hatte da Tablet eine durchschnittliche Laufzeit von 6-7 Stunden, wenn es im Dauerbetrieb genutzt und getestet wurde. Bei normaler Nutzung behaupte ich, dass um die 2 Tage drin sein müssten.
Fazit:

Zum Preis von 119,99 Euro hat Amazon ein für Kinder und Jugendliche geeignetes Tablet im Angebot, was neben dem Tablet selber mit all seinen beinhalteten Zusatzleistungen in meinen Augen konkurrenzlos ist. Die Features sind durchdacht und ausgereift und ich denke, Kinder und Jugendliche haben großen Spaß damit.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *