Testbericht – Intex Easy Set Pool

Nachdem der Sommer dieses Jahr mit voller Härte zuschlug, waren wir genötigt, einen Pool für den Garten anzuschaffen. Das versprach die nötige Abkühlung, um über die schlimmsten Tage zu kommen und den Körpern ein wenig Erholung zu gönnen.

Da uns Intex aus vielen Vorgärten ein Begriff war, entschieden auch wir uns für ein Set dieser Marke. So oft, wie man Selbige an diversen Häusern antrifft, kann ein Kauf so verkehrt nicht sein.

Leider sind die Platzverhältnisse an Freifläche im Garten eher begrenzt und so kam nur das kleine Modell mit 2,44m Durchmesser infrage. Das sollte unserem Planschvergnügen aber keinen Abbruch tun.

Das Set beinhaltet den Pool selber sowie einen Kartuschenfilter mit Anbauteilen und Schläuchen. Alle Teile sind sauber verpackt und der Aufbau gestaltet sich denkbar einfach. Lediglich der obere blaue Ring wird aufpumpt, wobei eine kleine Elektropumpe hier gute Dienste leistet. Diese ist optional und nicht im Lieferumfang enthalten.

Nachdem der obere Ring fertig mit Luft gefüllt ist, werden die Seitenwände nach außen gelegt und das Wasser kann einlaufen. Mit steigendem Wasserpegel beginnt der Pool, sich zu heben. Fertig gefüllt ist, wenn der Pegel sich unterhalb des aufblasbaren Rings angelangt ist. Das System dahinter ist ein sich selbst aufrichtender Pool, welcher durch den Wasserdruck auf die Wände sehr stabil ist.

Der Pool besitzt in der Seitenwand 2 Anschlüsse, die mit dem Filter verbunden werden. Im Inneren des Pools gibt es dazu noch Schmutzkappen mit Gitter, die aufgeschraubt werden. Ist der Pool fertig gefüllt und die Filteranlage installiert, kann man den Filter in Betrieb nehmen. Beim mitgelieferten Filter hatten wir leider Pech. Ein vorliegender Lagerschaden am Flügelrad verursachte einen hohen Geräuschpegel und der Kartuschenfilter musste direkt ausgetauscht werden. Da wir den Pool bei OBI gekauft hatten, blieb uns der Weg zurück nicht erspart aber der Umtausch verlief problemlos.

Zu dem Kartuschenfilter muss ich sagen, dass dieser selbst bei intaktem Lager nicht völlig ohne Laufgeräusche arbeitet, aber der Lärmpegel ist erträglich und nicht störend. Für empfindliche Ohren halte ich den Filter allerdings für ungeeignet.

Was dem ganzen Set nicht beiliegt, ist Chemie zur Wasseraufbereitung. Unbedingt zu empfehlen ist Chlor und Poolklar. Chlor beseitigt Keime im Wasser und Poolklar sorgt dafür, dass sich Trübungen in Grenzen halten. Beim Chlor setzen wir auf Tabletten, die über einen schwimmfähigen Dosierer langsam ans Wasser abgegeben werden, das Poolklar ist in flüssiger Form und wir dosieren es über ein Reagenzglas, was wir aus der Aquaristik haben. Da man Chlor und pH messen sollte, kommt man hier auch nicht um eine zusätzliche Anschaffung an Testreagenzien herum. Die Wassertests sind aber für einen Laien ohne Schwierigkeiten zu meistern.

Eines kann ich zum jetzigen Zeitpunkt über die mitgelieferte Filteranlage sagen. Die Leistung ist vom Hersteller selbst bei dem kleinen Pool zu knapp bemessen und wir haben die Filteranlage noch im laufenden Jahr gegen eine stärkere Anlage ersetzt. Trotz aller Chemie ließen sich massive Wassertrübungen mit dem kleinen Filter nicht verhindern. Ein Kartuschenfilter mit höherer Durchflussmenge pro Stunde erzielte hier den gewünschten Effekt. Das Wasser blieb endlich klar bei unverminderter Nutzung.

Als weitere Anschaffungen stellten sich eine Thermonoppenfolie und eine Abdeckung als gute Investitionen dar denn zum einen sorgt die Noppenfolie dafür, das die Wassertemperatur über Nacht nur unmerklich abfällt und die Abdeckung auf der anderen Seite dafür, dass nicht zu viel Schmutz aus der Luft ins Wasser gelangt.

Fazit: Das Easy Pool Set von Intex ist eine einfach zu handhabende Badelandschaft, welche aber nicht ohne zusätzliche Investitionen auskommt. Der Hersteller sollte den Preis für das Set leicht anheben und dafür einen Filter dazu packen, der auch wirklich ausreichend ist. Alles in Allem bleibt es aber eine klare Kaufentscheidung mit Abstrichen für heiße Sommertage.

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