Testbericht – Sonos Play:1

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Streaming erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Umfangreiche Plattensammlungen und Wände mit Sammelsurien an CDs haben in Zeiten von Spotify, Apple Music etc. in vielen Haushalten ausgedient.

Klar gibt es auch heute Menschen, die am nostalgischen Kratzen einer Nadel auf Vinyl festhalten aber der Zahn der Zeit hat sich gewandelt. Die Streaminganbieter machen die Platz fressende Musiksammlung zu Hause überflüssig.

Wirft man einen Blick auf den Markt der Streamingboxen, so ist die Auswahl bei Sonos, Bose und anderen Herstellern wirklich groß.

Genauer unter die Lupe nimmt dieser Testbericht die Multiroom-Lösung Play:1 von Sonos.

Zunächst einmal sollte man erklären, was Multiroom bedeutet. Zunächst einmal muss man sich vor Augen halten, dass ein Sonos-System nicht mit einer normalen Stereoanlage zu vergleichen ist, denn zum Betrieb benötigt man in jedem Fall WLAN. Klassische Stereoanlagen kommen hier ohne Verbindung aus.

Gesteuert wird das Sonos-System über Apps, die es sowohl für PC/Mac als auch für Android und iOS gibt. Hat man nun im Haushalt mehrere Sonos-Produkte in unterschiedlichen Räumen, kann man diesen über die App unterschiedliche Musik zuordnen. So kann jeder das hören, was er möchte.

Der Vorteil des kleinen Play:1 liegt in seiner geringen Größe, was dem Sound aber keineswegs schadet. Er besitzt zwar lediglich 2 Speaker, die es aber faustdick hinter de Ohren haben. Sowohl Bässe als auch Höhen und Mitten werden in einer Art und Weise wiedergegeben, die ihresgleichen suchen. Selbst ein direkter Vergleich mit den größeren Versionen von Sonos, Play:3 und Play:5, braucht der Play:1 nicht zu scheuen. Für mich geht der Kleinste von Sonos klar aus diesem direkten Vergleich hervor. Gerade der neue Play:5 schnitt im Hinblick auf den Sound für mich am schlechtesten ab. Er besitzt zwar einen hohen Bassanteil, aber insgesamt ist mir der Sound zu muffig. Es fehlt ihm an Brillanz. Ebenso schaut es für mich beim Play:3 aus. Wohltuend hat sich bei mir der Play:1 durchgesetzt. Höhen, Mitten und Tiefen sind derart ausgewogen und klar, dass es eine wahre Freude für die Ohren darstellt.

Die Konfiguration des Play:1 ist ein Kinderspiel. Hat man ihn aus seiner Lieferverpackung befreit, wird lediglich das Stromkabel eingesteckt, an den Strom angeschlossen und anschließend die Ein-/und Plustaste zusammen gedrückt. Schon ist der Play:1 mit dem WLAN verbunden. Startet man nun die App, so synchronisiert sich der Play:1 mit der App auf dem Smartphone oder PC und der Musikspaß kann losgehen. Alle wichtigen Musikdienste wie Spotify, Apple Music, Google Play Music etc. werde von Sonos hierbei unterstützt. Die App ist dabei selbsterklärend, weil sie analog den Apps der Streaminganbieter selber sehr intuitiv gehalten ist. In der App lassen sich die verschiedenen Räume für unterschiedliche Sonos-Speaker definieren und vieles mehr.

Eine Leistungsangabe sucht man bei Sonos vergeblich. Bose geht diesen Weg bei seinen Produkten ebenfalls. Das kann man im Fall des Play:1 aber getrost vergessen. Der Kleine bietet Leistung satt und kann sehr laut. Im Vergleich zu klassischen Hifi-Anlagen übersteuert oder verzerrt der Play:1 aber selbst dann nicht, wenn man ihn bei maximaler Leistung betreibt.

Wenn man dem Hersteller eines bescheinigen kann dann das, dass Sonos mit dem Play:1 alles richtig gemacht hat. Zum Preis von 229 Euro gibt es derzeit in meinen Augen keinen Multiroom-Speaker, der auch nur ansatzweise so überzeugen kann. Unterm Strich ist der Play:1 in Verbindung mit der App einfach ein ausgewogenes System, was mich als Musikliebhaber wirklich überzeugen konnte. Hifi-Anlagen aus Bausteinen und großen Boxen gehören damit der Vergangenheit an denn der Play:1 ist ein vollwertiger Ersatz, der Streaming noch mehr zum Erlebnis macht.

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