Testericht – Wiko Flip Cover mit Sichtfenster (Ridge Fab 4G)

Nachdem die mitgelieferte Rückseite beim Wiko Ridge Fab 4G, wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, nicht wirklich er Hit ist, was die Empfindlichkeit angeht, habe ich nach einer Alternative gesucht.

Wenn man nicht gerade ein Smartphone von Samsung, Apple oder anderen Brachengrößen besitzt, ist der Markt an guten und vor allem schönen Hüllen eher dünn gesät. Hier trägt Wiko dem Ganzen aber Rechnung und bietet eigene Hüllen an.

Für das Ridge Fab 4G sind es gleich zwei unterschiedliche an der Zahl und ich habe mich für die Ausführung mit Sichtfenster entschieden.

Bemüht man das Internet, stellt man schnell fest, dass hierbei Preise um die 25 Euro aufgerufen werden, was für eine Hülle aus Plastik recht heftig ist.

Der große Vorteil des Covers ist der, dass man die eigentliche Rückseite am Smartphone entfernt und anstelle dessen das Flipcover anbringt. Somit trägt es weitaus weniger auf als vergleichbare Flipcover oder Hüllen und die Optik wird nicht so stark beeinträchtigt.

Wiko hat dem Flipcover eine Aufweckfunktion und ein paar Extrawidgets spendiert, wenn man den Deckel schließt. Man nennt es W-Modus und dieser kann in den Einstellungen aktiviert bzw. deaktiviert werden. Klappt man den Deckel zu, erhält man im Sichtfenster Zugriff auf Anrufe, Mitteilungen und den Musikplayer. Öffnet man den Deckel hingegen, wird das Smartphone automatisch entsperrt, also eine Aufweckfunktion.

Soweit, so gut. Wäre da nicht die Tatsache, dass der Deckel vom Cover ständig nach oben absteht, nicht plan aufliegt und sich das Smartphone immer wieder selbst einschaltet. Das geht auf den Akku. Abhilfe schafft nur, wenn man das Smartphone auf das Cover legt oder den Deckel mit etwas beschwert. Das kann nicht Sinn und Zweck sein bei einem Cover zu dem Preis.

Mangels fehlendem Verschluss ist die Chance groß, dass der Deckel bei einem Fall dabei aufgeht und das Display trotz Cover Schaden nimmt.

Das Cover besitzt im Deckel einfach ein w-förmiges Loch ohne Displayschutzfolie. Somit kommt man um eine zusätzliche Displayschutzfolie eigentlich nicht herum denn in der Hose oder der Jacke ist das Display trotz Cover durch die Öffnung im Deckel vollkommen ungeschützt.

Fazit: Wiko hat hier ein Cover geschaffen, was wohl stylish aufgemacht ist aber im Hinblick auf Benutzbarkeit und Sicherheit für das Smartphone wird hier auf ganzer Linie versagt. Zu einem Preis um 25 Euro ist das Flipcover einfach nur überteuert und ich kann hier keine Kaufempfehlung aussprechen.

Noch ein paar warme Worte zum Hersteller selber. Ich war ursprünglich sehr überzeugt von Wiko. Die letzte Zeit macht mir aber die Schwemme an neuen Modellen Sorgen, mit denen Wiko anhaltend den Markt flutet. Mitunter sind die Unterschiede zwischen Modellen mehr als marginal in meinen Augen. Wenn wir uns daran erinnern, dass HTC eben dieses Gebaren massiv Nutzer gekostet hat, sollte sich Wiko die weiteren Schritte gut überlegen. Zumal der Hersteller ja nicht von sich behaupten kann, auch nur im Ansatz in der Oberklasse mitmischen zu können. Wir können bespannt bleiben, wie Wiko sich und seine Modellpalette weiterentwickeln wird.

Quelle Wiko
Quelle Wiko

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